Viel Sachverstand ertüchtigt das Dachgebälk

  • Weitere
    schließen
+
Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Lautern präsentiert sich mit neuem Dach. Rund 1,1 Millionen Euro wurden in die Sanierung der Kirche investiert.

Rund 1,1 Millionen Euro wurden in den vergangenen Monaten in die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt in Lautern investiert. Jetzt ist die Sanierung abgeschlossen.

Heubach-Lautern. Die Sprieße sind verschwunden, die die Decken abstützten. Und die Kirchenbänke sind wieder drin. "Sehr zufrieden" zeigte sich Pfarrer Bernhard Weiß mit dem Ergebnis. Viele Punkte hatten die Handwerker und Restauratoren auf der Agenda für die Handwerker. Und diese wurden in den vergangenen Monaten akribisch abgearbeitet. Mit Sensibilität, jeder Menge Sachverstand und viel Fingerspitzengefühl. So stand vor allem die Sanierung des maroden Gebälks und des undichten Daches an. Dieses präsentiert sich jetzt in der Wintersonne neu gedeckt. Und auch der Turm der Kirche ist neu eingedeckt.

Es war kein leichter Auftrag für das Architekturbüro Brenner/Duttlinger/Stock aus Ellwangen. Und es war eine diffizile Aufgabe, die auf die Spezialisten von den Gewerken wartete. Denn jeder einzelne Dachbalken musste von innen gestützt werden. Was bedeutete, dass "weich abgesprießt" werden musste. Ein Fall für Profis. Zusätzlich kümmerte sich ein Restaurator darum, dass der aufwendige Stuck fach- und sachgerecht aufgefrischt wurde.

Nicht nur einmal verkündete Pfarrer Bernhard Weiß die frohe Botschaft mitten aus der Baustelle per Videoaufnahmen. So hatten die Gläubigen zum einen trotz Corona einen Gottesdienst, zum anderen konnten sie sogleich den Baufortschritt sehen. Der Geistliche grüßte "online". Und ging auch immer wieder in seinen Texten auf den Fortschritt auf der Baustelle ein. Erklärte etwa, wie der Dachstuhl erneuert wurde.

Versteckte Fäulnis unterm Dach

Dort galt es fast alle Enden von den dortigen Balken, den Deckenbalken und viele Enden der Dachsparren sowie die gesamte Mauerlatte auszutauschen. "Das alles war unter Schutt verborgen und konnte, weil Regen und Schnee immer etwas unter die Dachplatten geweht werden, nie ganz trockenen. Unbeobachtet sind tragende Teile der Kirche von Fäulnisbakterien zersetzt worden", hatte Bernhard Weiß unter anderem erklärt.

Um überhaupt an die Enden heranzukommen, mussten viele Kubikmeter Schutt und Dreck ausgeräumt werden. jan

Von 1783 bis 1785 wurde die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt im Rokokostil erbaut,

Zurück zur Übersicht: Unternehmen

WEITERE ARTIKEL