Wie Busreisen in Coronazeiten möglich sind

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Der Reisebus ist ein sicheres Verkehrsmittel, auch in Coronazeiten, das belegt eine Studie des Robert-Koch-Instituts. Grafik: Deutsche Bahn
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Die Reisebranche hat unter der Corona-Pandemie stark gelitten. Doch inzwischen können organisierte touristische Busreisen wieder stattfinden. Die regionalen Busunternehmen freuen sich.

Endlich ist es wieder möglich, mit dem Bus zu verreisen. Ob kleine Tagesausflüge oder mehrtägige Reisen, die Reisesehnsucht kann nun auch wieder mit Busfahrten gestillt werden. Für die Busunternehmen ist das ein wichtiger Schritt, hin zur Normalität. „Wir freuen uns, wenn die Branche jetzt endlich wieder Fahrt aufnimmt“, sagt Andreas Gold von Omnibusreisen Rühle-Gold. „Der Start der touristischen Busreisen sichert den Fortbestand unserer ganzen Branche und auch vieler anderer Touristikbereiche wie Restaurants, Hotels und Museen,“, so der Geschäftsführer von OVA, Ulrich Rau. Doch welche Corona-Regeln gelten derzeit für Busreisen in Badenwürttemberg? „Der deutschlandweite Flickenteppich ist groß, in den verschiedenen Bundesländern gelten jeweils andere Regeln“, so Ulrike Schäfer, Pressesprecherin beim Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmer e.V. (WBO).

Was derzeit gilt

In Baden-Württemberg gilt für Reisebusse aktuell noch bis zum 30. Juni die Maskenpflicht und eine Belegung von maximal 50 Prozent, bestätigt WBO. „Außerdem müssen Reisegäste getestet, geimpft oder genesen sein und das nachweisen können“, sagt Schäfer. Am ersten Juli, sollen neue Regeln in Kraft treten.

50 Prozent-Regelung

Derzeit gilt in Baden-Württemberg noch die 50 Prozent-Regelung, sprich ein Reisebus darf nur bis zu 50 Prozent ausgebucht sein. Dies trifft die Branche vor allem wirtschaftlich sehr hart. Werner Kolb von Remstal-Reisen hofft deshalb auf weitere Lockerungen. „Einerseits freuen wir uns riesig, dass es wieder losgeht, andererseits bremst uns die 50 Prozentregelung noch aus. Wir hoffen auf eine baldige Änderung dieser Verordnung“, sagt er. Geschäftsführerin Birgit Grötzinger von Groetzinger-Reisen hofft ebenso auf die Änderung: „Nach und nach könnten wir dann unsere Busse wieder voll besetzten, wenn es wieder möglich ist“. Auch die Reisen in der LuxusClass von Beck+Schubert sind sehr gefragt. Ein Reisebus wurde extra umgebaut, „Der Abstand und die begrenzte Teilnehmerzahl machen die Atmosphäre an Bord luftiger“, sagt Martina Arnegger, Verantwortliche für die Reisesparte bei Beck+Schubert. „Sicheres Reisen ist möglich und darauf freuen sich unsere Kunden“, sagt Arnegger. Auch bei der OVA hat die Sicherheit der Reisegäste oberste Priorität, versichert Geschäftsführer Ulrich Rau. „Während der Busfahrt müssen unsere Fahrgäste eine Maske tragen, doch daran haben sich die Meisten schon gewohnt, das ist kein Problem“, sagt er. Auch er stellt fest, dass die Lust nach Reisen groß ist. „Die Nachfrage ist da“, sagt er. Sicheres Reisen sei durch die Drei-G-Regel: geimpft, genesen, getestet, sowie durch obligatorisches das Hygienekonzept in den Bussen gewährleistet.

Luftaustausch im Verkehr

Laut einer Studie des Robert-Koch Instituts, sind Reisebusse sichere Verkehrsmittel, darauf weist der Verband hin. So werde die Luft im Reisebus siebenmal schneller ausgetauscht als im ICE und 4,5- mal schneller als in einem Flugzeug. „Hocheffiziente Luftfilter sorgen in den Bussen für die angemessene Belüftung“, sagt WBO-Pressesprecherin Ulrike Schäfer. Hinzu kommen die Hygienekonzepte der Reiseveranstalter.

Mehrtägige Reisen

Grundsätzlich seien nun auch wieder mehrtägige Busreisen erlaubt, jedoch sind die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Regionen in Deutschland und im Europäischen Ausland zu beachten, so der Verband. Wichtig für die Busunternehmen sei es, dass frühzeitig gebucht wird, sagt Grötzinger. „Mindestens vier Wochen vorher sollte die Reise gebucht werden“, sagt sie. jat

Busreisen sind jetzt wieder möglich.

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