Zwischen Kocher und Lein bestens aufgestellt

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Der Ortskern der Gemeinde Abtsgmünd. Gesäumt von Bäumen ist in der linken Bildhälfte die Lein, rechts die katholische Kirche St. Michael und im Hintergrund kann man noch die Kaiserberge im Remstal erahnen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Abtsgmünd erreichte vor Kurzem ein Rekordniveau. Es wird in der Gemeinde weiter massiv in den Ausbau der Infrastruktur investiert und Wohnraum ist im Hauptort sowie den Teilorten stark nachgefragt.

Abtsgmünd. "Unsere Gemeinde hat jetzt zehn positiv verlaufene Jahre hinter sich, in jeder Hinsicht", freut sich Bürgermeister Armin Kiemel über die Entwicklung in Abtsgmünd und seinen Teilorten Hohenstadt, Neubronn, Laubach, Untergröningen und Pommertsweiler. Rund 7500 Einwohner leben heute in der größten Gemeinde des Kreises nach den Städten, über die Hälfte davon im Hauptort. Zu dieser Entwicklung hat vor allem der wirtschaftliche Aufschwung der vergangenen Jahre beigetragen, aus dem zahlreiche Investitionen der Verwaltung folgten.

Mehr Arbeitsplätze als je zuvor

Vor kurzem konnte die Gemeinde eine neue Rekordzahl von über 2700 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bekannt geben, 24 Prozent mehr als 2010. In den vergangenen Jahren hätten viele ortsansässige kleine und große Firmen erweitert und neue Mitarbeiter eingestellt, aber auch Betriebe von außerhalb hätten sich in den attraktiven Gewerbegebieten angesiedelt, erläutert Kiemel. "Auch wenn diese Entwicklung durch die Corona-Krise etwas gebremst wird, haben wir auch in Zukunft viel vor", sagt der Bürgermeister.

So wird weiter in Baugebiete und in die schon gute Infrastruktur der Gemeinde investiert. Derzeit werden neue Baugebiete in Abtsgmünd selbst, in Neubronn und in Untergröningen sowie in Pommertsweiler mit insgesamt über 100 Bauplätzen in attraktiver Lage geplant oder auch schon erschlossen. Die Nachfrage sei weiter sehr hoch, was für die Attraktivität der Gemeinde als Wohnort spreche, und man könne die Infrastruktur einer kleinen Stadt anbieten, sagt Kiemel.

Investitionen in die Schulen

Die Gemeinde investiert in ihre Schulen, aktuell vor allem in die Friedrich-von-Keller-Schule in Abtsgmünd und die Sonnenbergschule in Untergröningen. "Wir können hier alle Schularten anbieten, von der Grundschule auch in den Teilorten bis zum modernen St. Jakobus-Gymnasium", beschreibt Kiemel stolz. "Derzeit investieren wir vor allem in die Digitalisierung der weiterführenden Schulen."

Auch die Kinderbetreuung ist Abtsgmünd wichtig. Es wird der katholische Kindergarten erweitert, ebenso einige Kitas in den Teilorten.

Auch wenn diese Entwicklung durch die Corona-Krise etwas gebremst wird, haben wir auch in Zukunft viel vor.

Armin Kiemel, Bürgermeister

Im Gewerbegebiet Osteren entsteht gerade ein Rettungszentrum, "das die Situation im Kochertal für die Rettungskräfte auf ein neues Niveau hebt", wie der Kiemel betont. Zudem sei auch der Einzelhandel stark, man könne in Abtsgmünd alles für den täglichen Bedarf erstehen.

Rund 15 Millionen Euro, davon rund 90 Prozent Zuschüsse von Bund und Land, wird in den kommenden Jahren in die flächendeckende Breitbandversorgung im Hauptort und den Teilorten investiert. "Wir möchten Abtsgmünd in jeder Hinsicht zukunftsfähig machen, denn vor allem bei der Digitalisierung hinkt das Land hinterher", sagt Bürgermeister Kiemel. Das habe die derzeitige Krise gezeigt. Das betreffe auch die Verwaltung, die den Bürgern mehr Erledigungen von Aufgaben zu Hause ermöglichen wolle.

Großes Vereinsangebot

Als starke Ergänzung für das Leben in Abtsgmünd sieht der Bürgermeister die Vielzahl der sehr rührigen Vereine, die sich – neben ihrem vielschichtigen Angebot – in den Gemeindealltag sehr engagiert einbrächten. Zudem gäbe es eine ganze Reihe attraktiver Ausflugsziele wie mehrere Schlösser, zum Beispiel Hohenstadt und Untergröningen, Seen mit Campingplatz, Rad- und Wanderwege. Auch an Kultur habe die Gemeinde einiges zu bieten.

Ausbaufähig sieht er das Angebot des ÖPNV, besonders in den Teilorten sei die Entwicklung neuer Ideen wie ein Rufbus nötig, um zum Beispiel älteren Menschen und jungen Leuten ohne Führerschein bessere Angebote machen zu können. je

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Die Friedrich von Keller-Schule wurde erweitert und modernisiert. Das Hallenbad (rechts) soll wahrscheinlich neu gebaut werden.
Die Baustelle des neuen Rettungszentrums im Gewerbegebiet Osteren.

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