Arche Noah bietet viel Platz für Nachwuchs

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Das Erzieherinnenteam rund um Leiterin Katja Kistner (re) beim Einzug in die neuen Räumlichkeiten im Januar.

Der Neubau des Kindergartens in Heuchlingen bietet optimale Voraussetzungen für die Betreuung der Kinder. Die Räumlichkeiten des ökologisch angelegten Gebäudes haben Platz für 15 Erzieherinnen und 95 Kinder.

Heuchlingen. Als sich zeigte, dass eine Erweiterung im Bestand zu unwirtschaftlich wäre, fiel die Entscheidung: Heuchlingen bekommt einen neuen Kindergarten. Die Standortwahl fiel auf das Nachbargrundstück neben der Gemeindehalle und der Grundschule.

So ist nun ein Bildungs- und Betreuungs- sowie Sportzentrum in Heuchlingen entstanden. Und so fiel nach umfangreichem Erdmanagement für den Hochwasserschutz in der Leintalaue im September 2018 der Startschuss für den Neubau.

Großes Hochbauvorhaben

Für die Gemeinde Heuchlingen ist dieser 1100 Quadratmeter große Neubau das größte Hochbauvorhaben der vergangenen Jahrzehnte. Insgesamt wurden knapp 3,5 Millionen Euro in die Betreuungseinrichtung und den neu angelegten Tartanplatz daneben investiert. Dafür gab's rund eine Millionen Zuschuss vom Land. Und auch die katholische Kirche, die weiterhin die Trägerschaft übernimmt, gab 200 000 Euro dazu. Am 7. Januar 2020 hielt der Nachwuchs Einzug in das Gebäude, das nun optimale Voraussetzungen für Betreuung von Kleinkindern und über Dreijährigen bietet.

Kindergartenleiterin Katja Kistner und ihr 14-köpfiges Erzieherinnenteam kümmern sich aktuell um 69 Kinder. Zwei Gruppen mit Schlafräumen stehen für Kleinkinder und drei Gruppen für über Dreijährige bereit. Die Kapazität liegt insgesamt bei 95 Plätzen.

Ökologie des Baus wichtig

Architekt Jochen Hermann aus Lorch und Bürgermeister Peter Lang sowie die Gemeinderäte legten großen Wert auf die Ökologie des Neubaus. So findet sich unter anderem eine extensive Dachbegrünung darauf, wurde das Gebäude in Holzständer-Rahmenbauweise erstellt und Synergieeffekte zur Bestandsbebauung mit Gemeindehalle und Schule wurden erzeugt. So gibt es etwa einen Nahwärmeverbund und die Mensa mit 45 Plätzen wird im Schichtbetrieb auch von den benachbarten Grundschülern genutzt. Fünf Gruppenräume, eine Küche, ein Multifunktionsraum, Besprechungszimmer, eigene Sanitäranlagen pro Gruppe, eine Teeküche und vieles mehr finden sich im Inneren. Zudem wurde großer Wert auf den Schallschutz gelegt. Auf dem Dach findet sich zudem eine Photovoltaikanlage. Großzügig präsentiert sich zudem der Außenbereich, an dessen Seite sich Hochbeete zeigen, die ebenfalls von der Schule mitgestaltet werden. Das alte Kindergartengebäude im Ort, das sich im Besitz der katholischen Kirche befand, ist mittlerweile verkauft.

Eine im Mai geplante Einweihung musste aufgrund der Coronakrise abgesagt werden. "Aber wir werden einen neuen Termin, zu einem späteren Zeitpunkt, finden", versichert Bürgermeister Peter Lang. Anja Jantschik

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