Beratung und Hilfsangebote

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Ein Ziel des Weltalzheimertags ist, immer auch den Menschen und nicht nur die Krankheit sehen.

Digitale Schulungen für Angehörige und ein Vortrag, der sowohl digital als auch in Präsenz verfolgt werden kann, gehören zu den Angeboten zum Weltalzheimertag in Gmünd.

Schwäbisch Gmünd. Menschen mit Demenz verfügen über Fähigkeiten, wollen selbstbestimmt leben, wollen mit einbezogen werden, wollen sich aktiv einbringen. Damit Menschen mit Demenz teilhaben können, heißt es genau hinsehen und aufmerksam sein, ob jemand Unterstützung benötigt.

Wenn Angehörige oder Freunde feststellen, dass sich jemand verändert, Verabredungen vergisst, anderen Familienmitgliedern oder Bekannten plötzlich unberechtigte Vorwürfe macht oder sich aus Hobbys und Aktivitäten zurückzieht, dann sollten auch sie genau hinsehen, behutsam mit den Betroffenen darüber reden und eine ärztliche Untersuchung anregen. Es gibt viele Formen der Unterstützung und Entlastung – sie helfen Menschen, so lange wie möglich gut mit einer Demenzerkrankung zu leben und im Alltag teilhaben zu können. Deshalb ist das Motto des Weltalzheimertags 2021: „Demenz - genau hinsehen!“

Schulung für Angehörige

Möchten Sie oder einer Ihrer Angehörigen zukünftig auch an digitalen Angeboten teilhaben, wissen aber nicht so recht wie? Die Lokale Allianz für Menschen mit Demenz Schwäbisch Gmünd möchte in diesem Herbst Einzelschulungen für Menschen mit Demenz und/oder ihren Angehörigen anbieten. Dabei werden Sie im Umgang mit Tablets geschult, erhalten auch bei Ihnen zu Hause eine Einweisung in gängige Videokonferenzprogramme und Sie erhalten bei Bedarf ein Leihgerät. Das Angebot ist kostenlos, die Finanzierung erfolgt über den Landesverband der Pflegekassen Baden-Württemberg.

Information und Anmeldung bis 30. September bei der Demenzberatung des DRK Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd e.V., Telefon: 07171/350684, E-Mail: demenzberatung@drk-gd.de

Fachvortrag

„Die Heimat vergisst man nicht!“ Bedeutung von Orten und Gegenständen bei Demenz – digitaler Vortrag am Dienstag, 21. September, mit Dr. Judith Schoch, Gerontologin beim Caritasverband Bruchsal. Das Besondere an diesem Vortrag ist, dass er sowohl online wie auch in Präsenzräumen in Schwäbisch Gmünd stattfinden wird. Dieses Format soll dazu dienen, älteren Menschen, die Vorbehalte gegenüber Videokonferenzen haben, die Angst vor einer Teilnahme zu nehmen. In jedem Präsenzraum befindet sich eine Moderation, die auch Fragen aus den Präsenzräumen an die Referentin weiterleitet. Folgende Präsenzräume sind vorgesehen:
• Gmünder VHS – Klösterlesaal• Berufsfachschule für Pflege St. Loreto, Wildeck 4 • Oststadt Projekt BIWAQ - Universitätspark 6, Raum 2.09• Forum Schönblick, Willy-Schenk-Straße 9, Rehnenhof/Wetzgau

Anmeldeverfahren: Wer persönlich in einem der Präsenzraum teilnehmen möchte, sollte sich bis 20. September beim Generationentreff Spitalmühle, Renate Wahl/Tanja Kluge, Telefon 07171/603-5080 oder per E-Mail bei renate.wahl@schwaebisch-gmuend.de anmelden.

Ökumenischer Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz

Am Samstag, 25. September findet um 15 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Augustinus-Kirche mit dem Thema „So schmeckt Heimat“ statt. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt der Freundeskreis St. Anna e.V. zum gemütlichen Beisammen-sein in den Hof der Kirche ein. Organisiert und durchgeführt wird der Gottesdienst von Pfarrerin Maike Ulrich, Gemeindereferentin Ilse Richler und Schwester Katharina Maria Scherer von den Vinzentinerinnen. pm

  • „Demenz – genau hinsehen“
  • Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Nach aktuellen Zahlen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leiden gegenwärtig 1,6 Millionen Menschen in Deutschland an Demenz. Jährlich kommen bis zu 40 000 Neuerkrankungen hinzu. Prognosen gehen davon aus, dass die Zahl der Betroffenen durch den Anstieg des Lebensalters bis zum Jahr 2050 auf etwa drei Millionen steigen wird.

  • Vielzählige Symptome bei Demenzerkrankungen

  • „Demenz“ und „Alzheimer“ sind dabei nicht dasselbe: Unter Demenz versteht man eine Vielzahl von Symptomen, die unterschiedliche Ursachen haben können. Mit circa 60 Prozent ist die Alzheimer-Krankheit die häufigste dieser Ursachen.
    Die von Alzheimer Betroffenen leiden unter anderem an Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit, Sprachstörungen und Problemen beim Gestalten des Alltags. Dadurch ist es ihnen im Verlauf der Erkrankung nicht mehr möglich, ihr Leben selbstständig zu gestalten.
    Für Krankenhäuser bundesweit, spielen Demenzerkrankungen eine zunehmende Rolle. Betroffene Patienten benötigen Orientierung und besondere Unterstützung im Klinikalltag. Die Demenzbeauftragten der Kliniken Ostalb Susanne Maußner (Aalen), Magdalena Jakob (Ellwangen) und Monika Fitzner (Schwäbisch Gmünd) setzen daher verstärkt auf Information und Aufklärung.
    Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch fachkundige Pflege, Beratung und soziale Betreuung vielen Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden. Besonders wichtig ist den Kliniken Ostalb die Zusammenarbeit mit ihren Partnern wie der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz in Schwäbisch Gmünd.

  • Informationsstände in Aalen, Ellwangen und Mutlangen

  • Zum bundesweiten Welt-Alzheimertag am Dienstag, 21. September organisieren die Kliniken Ostalb an den Klinikstandorten in Aalen, Ellwangen und Mutlangen jeweils einen Informationsstand zum Thema Demenz.
    Das Motto des stattfindenden Welt-Alzheimertages lautet in diesem Jahr „Demenz – genau hinsehen“.
    Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen eingeschränkten Besuchsmöglichkeiten wird dies ein offenes Angebot für Patienten Mitarbeiter und Besucher sein, die sie sich während der vorgesehenen Besuchszeiten zwischen 15 und 18 Uhr informieren möchten. Auch persönliche Fragen Rund um das Thema Demenz können gestellt werden.

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