Bürgerschaft brilliert im Ehrenamt

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Die Museumsscheune wurde schon Jahre vor der Remstal Gartenschau von den Mögglinger Bürgern saniert.

Die Remstal Gartenschau hat es gezeigt: Die Mögglinger Bürgerinnen und Bürger packen in ihrer Gemeinde mit an. Doch das große bürgerschaftliche Engagement hat hier eine lange und erfolgreiche Tradition.

Mögglingen. Die Gartenschau 2019 ließ sich die die kleinste Remstal-Gemeinde Mögglingen rund eine dreiviertel Million Euro kosten. Da entstand ein Turm am Heuchlinger Wald, der einen herrlichen Rundblick auf den Albtrauf bietet. Es wurde ein duftender Rosengarten mit über 200 Rosenstöcken angelegt, die ihre Blüten den Besuchernasen gern entgegenstrecken. Auch ein Weg entlang der Remsaue ist entstanden, an dem man den Zusammenfluss von der Lauter und der Rems in Augenschein nehmen kann. Sofern der Wasserstand es zulässt, ein wahres Kinderparadies. Am Postplatz entstand ein großes, kunterbuntes Holzregal, das sich als überdimensionales Insektenhotel herausstellt. Und der Garten der Stille lockt beispielsweise beim Kirchplatz an 30 Stationen zum Entspannen, Nachdenken und Besinnen.

Die Ärmel hochgekrempelt

Dies sind nur einige wenige Beispiele dafür, dass sich Mögglingen ideenreich und kreativ bei der Gartenschau in Szene setzte. Doch der allergrößte Schatz der Gemeinde ist das bürgerschaftliche Engagement. Nicht nur in den Vorbereitungen zur Gartenschau zeigte sich deutlich, dass es eine wahre Ideenschmiede in Mögglingen gibt. Da wurden und werden auch immer noch die Ärmel hochgekrempelt. Da wurde das Micheleshaus schon in viel früheren Jahren ehrenamtlich saniert und neu zum Leben erweckt. Und eine Museumsscheune eingerichtet, die mit wechselnden Alltagsexponaten einer längst vergangenen Zeit zum Besuch einlädt. Nicht nur bei der Gartenschau ein Publikumsmagnet. Ebenfalls ehrenamtlich wurde ein Café am Marktplatz betrieben und ein bezaubernder Steingarten davor angelegt.

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Nachhaltigkeit war und ist Trumpf in Mögglingen. Denn auch jetzt, ein Jahr nach der Gartenschau, kann die Bürgerschaft und auch die Gäste aus der Region sich über die angelegten Gärten, die Blütenpracht und über vieles mehr freuen. Etwas, das bleibt. Und auch ausgebaut werden soll. Dies zeigte der Rücklauf der Umfrage im Ort, wie man sich Mögglingen in Zukunft vorstellen möchte.

Zwar ging es auch darum, dass neue Parkflächen entstehen sollen, aber im Fokus der Einwohner standen weitere grüne Oasen, die im Ort entstehen sollen. Es geht um die Steigerung der Aufenthaltsqualität, um schöne Ruheplätzchen für alle Generationen. "Da bleiben wir dran", versichert Bürgermeister Adrian Schlenker. Und freut sich darüber, dass das Ehrenamt in Mögglingen nicht nur ein sehr großgeschriebenes Wort ist. Mit gemeinsamen Anstrengungen könne so die Ortsmitte künftig neu gestaltet werden, nachdem die Umfahrung den Durchgangsverkehr um den Ort herum lenkt. Anja Jantschik

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