Die Reinigungsleistung wurde verdoppelt

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Mit der Erweiterung der Kläranlage konnte die Reinigungsleistung verdoppelt werden.ÌFoto: Maurice Bayer/Gemeinde Mutlangen

Zwei Jahre wurde gebaut und 4,7 Millionen Euro von der Gemeinde Mutlangen investiert. Am Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag wurde die Kläranlage eingeweiht und der Bevölkerung vorgestellt..

Mutlangen. Mit einer Gesamtinvestition von 4,7 Millionen Euro wurde die Kläranlage Mutlangen in den vergangenen beiden Jahren ertüchtigt und erweitert. Das jüngst abgeschlossene Großprojekt feierte die Gemeinde am Sonntag mit einem Tag der offenen Tür. Für Mutlangens Bürgermeisterin Stephanie Eßwein war die öffentliche Einweihung wichtig, um der Bürgerschaft zu zeigen, wofür die Gemeinde „unsichtbar Gelder ausgibt“.

Die Abwässer von 7 500 Bürgern aus Mutlangen, Adelstetten und dem Haselbach werden in der Kläranlage im Haselbachtal geklärt. Die Kläranlage ist bereits seit über 30 Jahren in Betrieb.

Die Abwasserbeseitigung gehört zu den Pflichtaufgaben einer Kommune, verdeutlichte Bürgermeisterin Eßwein. Eine Pflichtaufgabe, für die ständig Gelder in die Hand genommen werden müssen. Sie verdeutlichte, wie kostenintensiv der Unterhalt einer Kläranlage ist.

In Mutlangen wurden vor zehn Jahren neue Tauchwände in den Regenüberläufen installiert, um die mechanische Belastung des Gewässers zu reduzieren. Vorausschauend wurde zwei Jahre später der Einbau einer Phosphatelimination zur Reduktion des Phosphateintrages realisiert. Weitere Kosten entstanden im Jahr 2015, als der Einbau einer Fernwirktechnik für alle außerhalb der Kläranlage bestehenden Regenbehandlungsanlagen eingebaut wurde. Damit wurde die Steuerung der Anlage mittels Fernzugriff möglich.

2016 wurde mit einem Strukturgutachten überprüft, ob ein Anschluss an die Sammelkläranlage Lorch oder Schwäbisch Gmünd sinnvoll und wirtschaftlich wäre.

Das Fazit: Die wirtschaftlichste Lösung wäre eine Vergrößerung der Mutlanger Kläranlage zur Erhöhung der Reinigungsleistung. Nach Beendigung der Planungen wurde im Oktober 2019 mit dem Bau gestartet.

4,7 Millionen Euro investierte die Gemeinde in einen belüfteten Geröllfang und den Umbau des Beckenüberlaufs. Eine neue Kompaktrechenanlage wurde installiert, es entstand ein neues Verteilerbauwerk sowie ein neues Nachklärbecken mit 20 Metern Durchmesser und eine neue Gebäude-Gebläsestation.

Rohbau, Tiefbau und Straßenbau machten mit 3,1 Millionen Euro den größten Teil der Investition aus. Für die maschinelle Ausstattung nahm Mutlangen weitere 1,2 Millionen Euro in die Hand. Die elektrische Ausstattung und die Stromzufuhr schlugen mit weiteren 400 000 Euro zu Buche. Durch diese Erweiterungen und Umbauten konnte die Reinigungsleistung der Anlage verdoppelt werden.

Bürgermeisterin Stephanie Eßwein attestierte dem Projekt am Sonntag einen „reibungslosen Ablauf“. Ihr Dank richtete sich ausdrücklich an Volker Grahn, dem Bauleiter und technischer Bauamtsleiter, sowie an das Mutlanger Klärwärterteam Christian Hinderberger, Eberhard Stütz und Stefan Kolb, das die Maßnahmen mit seinem „enormen Fachwissen und Engagement“ unterstützt habe. Ein weiterer Dank ging an den Planer, Ingenieur Matthias Strobel vom gleichnamigen Büro aus Abtsgmünd.aro

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