Hilfe zur Selbsthilfe bei häuslicher Pflege

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Sie laden zum Ersten Gmünder Forum für pflegende Angehörige ein (v.l.): Teresa Rieg (KIGS), Renate Wahl (Stadt Schwäbisch Gmünd, Abteilungsleiterin Senioren), Egon Behr und Sonja Hoffmann (SHG pflegende Angehörige Schwäbisch Gmünd).

Die Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige Schwäbisch Gmünd lädt am Donnerstag, 16. September zum Ersten Gmünder Forum für pflegende Angehörige von 16 bis 19 Uhr in das Congress-Centrum Stadtgarten ein.

Schwäbisch Gmünd. Auch in Schwäbisch Gmünd werden viele pflegebedürftige Menschen tagtäglich von ihren Angehörigen betreut. Das erste Gmünder Forum für pflegende Angehörige will die Leistungen und Herausforderungen der pflegenden Angehörigen veranschaulichen und mit persönlichen Erfahrungsberichten, Impulsbeiträgen sowie Beratungs- und Dienstleistungsangeboten Unterstützungsangebote vorstellen.

„Pflegende Angehörige sind das unsichtbare Rückgrat der Pflege“, sagt Egon Behr, Sprecher der Gmünder Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige, einer der Organisatoren des Forums und ehrenamtlicher Bürgermentor der Stadt Schwäbisch Gmünd.

Mit der Veranstaltung wolle man erreichen, dass die Versorgung pflegebedürftiger Menschen durch ihre Angehörigen mehr öffentliche Beachtung und Unterstützung verdient. Auch die Ermutigung zur Selbstpflege ist eines der Ziele des Forums. „Die Pflege von Angehörigen ist sehr herausfordernd und es ist wichtig, ein pflegerisches Grundwissen, Informationen über Leistungen der Pflegekassen und Kontakte zu unterstützenden Diensten zu haben“, betont Sonja Hoffmann von der Seniorenabteilung der Stadt Schwäbisch Gmünd und Mitinitiatorin der Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige. In dieser Lebenslage brauche es Menschen, die einen aus eigener Erfahrung verstehen und zuhören können.

Das Forum beginnt um 16 Uhr mit einem Impulsvortrag von Dieter Lehmann, ehemaliger Leiter des Amtes für Familie und Soziales Stadt Schwäbisch Gmünd und selbst betroffener Angehöriger. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit direkt Betroffenen und Experten geht es um Herausforderungen und Belastungen, aber auch um Verbesserungen und Entlastungen in der häuslichen Pflege. Ebenso angesprochen werden Ängste, sich dieser Lebenssituation aktiv zu stellen.

Im Infomarkt des Forums können Besucher dann bis 19 Uhr Näheres über direkte Unterstützungsangebote in ihrer Umgebung erfahren - von ambulanten Pflegediensten, Sozialberatungsmöglichkeiten, medizinischen Hilfsmitteln bis zu Arbeit von Selbsthilfegruppen.

Der Eintritt ist kostenlos, die aktuell gültigen Vorgaben gemäß der Corona-Verordnung - insbesondere die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) - sind zu beachten.

Das Erste Gmünder Forum für pflegende Angehörige wird unterstützt durch die Kontakt- und Informationsstelle für gesundheitliche Selbsthilfegruppen (KIGS) bei der AOK Ostwürttemberg, die Arbeitsgemeinschaft B52 – Verbändekooperation BW, die Stadt Schwäbisch Gmünd und die Hospitalstiftung zum Heiligen Geist sowie weitere ungenannte Spender. ub

  • 10 Jahre Seniorennetzwerk
  • Mit dabei beim Infomarkt im Stadtgarten ist auch das Seniorennetzwerk Schwäbisch Gmünd, das am 17. September im Spitalhof sein 10-jähriges Jubiläum im Rahmen eines Dankeschönfestes für die Ehrenamtlichen und die Netzwerkpartner feiert.
  • Unter dem Leitgedanken „Für ein selbstbestimmtes Leben“ entwickelte das Amt für Familie und Soziales der Stadtverwaltung im Jahr 2011 das Seniorennetzwerk. Die Grundidee war, mit verschiedenen Hilfsangeboten den Seniorinnen und Senioren ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Der Aufbau eines engmaschigen Netzwerkes aus Dienstleistern und ehrenamtlichen Engagierten sind dabei die Stützpfeiler des Netzwerkes. Wohnberatung, Seniorenfahrdienst, Mittagstisch „unter'd Leut“, Seniorenbegleiter und Pflegebegleiter-Initiative: Mit diesen fünf unterstützenden Angeboten, den sogenannten Bausteinen, startete das Seniorennetzwerk vor zehn Jahren. Seitdem wurden 17 Bausteine hervorgebracht. Finanziert wird das Seniorennetzwerk durch die Hospitalstiftung und die Stadtverwaltung sowie durch Fördergelder der Pflegekassen und des Landes Baden-Württemberg nach § 45 c SGB XI. „Wir wollen mit unseren Bausteinen Versorgungslücken schließen und den Lebensabend von Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt etwas bunter gestalten“, sagt Karolina Gorjainow, Gesamtkoordinatorin des Seniorennetzwerkes. Gefragte Angebote Eines der gefragtesten Angebote sei der begleitende Seniorenfahrdienst, der die Mobilität der älteren Menschen und die damit verbundene soziale Integration in der Gesellschaft ermögliche. Neben weiteren Bausteinen ist seit 2011 der Hospizdienst Schwäbisch Gmünd ein Kooperationspartner des Seniorennetzwerkes, 2013 wurde die Telefonseelsorge als Netzwerkpartner aufgenommen, 2014 kam der Einkaufsdienst „Gmünder Radler“ als weiterer Partner hinzu.
  • Kontaktdaten der Bausteine gibt es bei Karolina Gorjainow, der Gesamtkoordinatorin des Seniorennetzwerks, unter Telefon (07171) 603 5024 oder per E-Mail unter karolina.gorjainow@schwaebisch-gmuend.de. ub

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