Landesgartenschau in Überlingen

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Der abwechslungsreich gestaltete Uferpark der Landesgartenschau in Überlingen.

Seit Ende April lädt die Landesgartenschau die Menschen zum Besuch am Bodensee ein

Bereits Ende April wurde die Landesgartenschau in Überlingen eröffnet. Es war ein Auftakt nach Maß, nach langem Warten und mehr als einem Jahr Verzögerung durch die Corona-Pandemie: Es ist die 28. Landesgartenschau in Baden-Württemberg.

Kein anderes Bundesland hat seit 1980 dank des Förderprogramms „Natur in Stadt und Land“ so viel Freiraum durch Gartenschauen geschaffen und gefördert wie Baden-Württemberg: Mehr als 750 Hektar. Überlingen trägt mit einer Fläche von rund elf Hektar zu dieser Erfolgsbilanz bei und bekommt dafür vom Land einen Zuschuss von knapp acht Millionen Euro aus den unterschiedlichsten Finanztöpfen – für die Schaffung von dauerhaften Grünanlagen, die naturnahe Gestaltung des Bodenseeufers und die Verbesserung der touristischen Infrastruktur in der Innenstadt. Das Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg fokussiert stets auf nachhaltige Stadtentwicklung und die Umwandlung von Konversions- in Grünflächen. Das ist auch in Überlingen der Fall. Grün statt Grau heißt die Devise.

Nachhaltig für die Stadt

Mit der Landesgartenschau wird vor allem der neue Uferpark eingeweiht. Und es werden zwei neugestaltete innerstädtische Gärten erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die bislang hinter Stadtmauern weitestgehend verborgen waren. „Wichtig für uns als Stadt ist natürlich das, was nach der Landesgartenschau bleibt: Wertvolle Grünanlagen, direkte Seezugänge, eine naturnahe Ufergestaltung und neue Spiel- und Freizeitangebote“, so Oberbürgermeister Jan Zeitler. „Denn die Landesgartenschau ist viel mehr als dieses Ausstellungsjahr. Letztlich ist es ein städtebauliches Förderprogramm. Wir haben in erster Linie qualitativ hochwertige Grünflächen angelegt und dank der Landesgartenschau wird Überlingen unter anderem um drei attraktive Spielplätze reicher sein.“

Vernetzte Grünsysteme zu schaffen war neben dem Uferpark ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Landesgartenschaukonzepts in Überlingen. Die dauerhaft geschaffenen Grünflächen bestehen aus drei innerstädtischen Gärten: Villengärten, Menzinger Gärten, Rosenobelgärten. „In der gelungenen Verzahnung zwischen dem Uferpark im Westen der Stadt und den anderen, sehr unterschiedlichen Ausstellungsflächen und der Innenstadt besteht der besondere Reiz“, so Geschäftsführer Roland Leitner: „Die Besucher lernen die ganze Stadt Überlingen mit all ihren schönen Seiten kennen. Durch dieses vernetzte Grün profitiert die Stadt nicht nur viel im Ausstellungsjahr, sondern auch dauerhaft.“

Die Lage und der unterschiedliche Zuschnitt der fünf Ausstellungsbereiche und die durch den Bodensee bedingten noch nie bei einer Gartenschau dagewesenen Möglichkeiten haben den Ausstellungsmachern viel Spielraum für Kreativität und Vielseitigkeit gegeben. „Wir haben im Westen den großen naturnahen Uferpark mit vielen direkten Seezugängen, der Seebühne und einem unglaublichen Panorama. Dann die Villengärten mit dem Treffpunkt Baden-Württemberg und hoher Gartenkunst durch die 13 Schaugärten des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Nicht zu vergessen die Schwimmenden Gärten. Schließlich die Blumenschau in einer ehemaligen Klosterkirche, einen Rundweg durch die einmaligen Stadtgräben mit Kunst und einer ganz eigenen fast schon mystischen Atmosphäre, an der historischen Stadtmauer entlang zu den beiden innerstädtischen Ausstellungsbereichen. Das ist Vielfalt pur“, betont die für das Ausstellungskonzept verantwortliche Geschäftsführerin Edith Heppeler. pm

Aktuelle Informationen zur Landesgartenschau und den gültigen Regeln im Sinne der Corona-Verordnung finden Interssierte im Internet unter der Adresse:
www.ueberlingen2020.de/de/

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