Mögglingen wird jetzt wachgeküsst

  • Weitere
    schließen
+
Rund fünf Millionen Euro investierte Mögglingen in die Generalsanierung der Mackilohalle.

B 29-Ortsumfahrung ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern von Mögglingen eine neue Lebensqualität. Bürgerschaft soll an der Umgestaltung des Ortskerns beteiligt werden.

Mögglingen. Für Mögglingen war der 27. April 2019 ein echter Befreiungsschlag. An diesem Tag wurde die Ortsumfahrung der B 29 nach über vierjähriger Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Bürgermeister Adrian Schlenker stellt fest, dass Mögglingen jetzt "wachgeküsst" werden kann. Gemeint ist damit, dass endlich eine Ortskerngestaltung möglich wird.

Seinem Amtsvorgänger, Ottmar Schweizer, war dies verwehrt geblieben. Obwohl er "unglaublich viel" für die Realisierung der Ortsumfahrung getan habe, betont Schlenker dankbar.

Bürger sammeln Ideen

Und so gilt es nun, gute Ideen für einen attraktiven Ortsmittelpunkt zu sammeln. Um die Bürgerschaft von Anfang an diesbezüglich ins Boot zu holen, wurde eine Fragebogenaktion gestartet. "Und 400 beantwortete Bögen flossen zurück", freut sich der Bürgermeister über die rege Beteiligung. Was die Mögglinger sich vor allem wünschen sei, dass es noch mehr grüne Oasen im Herzen von Mögglingen gibt, berichtet er. Und natürlich soll die Infrastruktur aufrecht erhalten bleiben. "Der Ortskern muss attraktiv werden und darf nicht ausbluten", unterstreicht Schlenker.

Sehr zufrieden zeigt sich Schlenker zudem bezüglich der Gewerbeansiedlungen. Die beiden Flächen "Ziegelfeld" und "Im Wert" sind gefüllt mit meist mittelständischen Betrieben. "Eine gute Mischung", beschreibt der Schultes.

Viele Aufgaben wurden in der Vergangenheit gemeistert. So ist etwa die Mackilohalle für fünf Millionen Euro generalsaniert, die Schule saniert und die Kinderbetreuung kontinuierlich ausgebaut worden. Aktuell gibt es die Kindergärten St. Josef und St. Maria, dazu das "Spatzennest" als Tiger-Gruppe (Tagesmütter in geeigneten Räumen) des Vereins Pate sowie das "Zwergenstüble" vom Förderverein "Miteinander leben in Mögglingen".

Neuer Naturkindergarten

Der Ortskern muss attraktiv werden und darf nicht ausbluten.

Adrian Schlenker, Bürgermeister

Momentan entsteht zudem ein neues Angebot: ein Naturkindergarten. Unter der Trägerschaft der Johanniter Unfallhilfe wird es hier ein Betreuungsangebot in unmittelbarer Nachbarschaft des Kleintierzuchtvereins geben. Insgesamt 20 Plätze werden hier momentan neu geschaffen. Zwei Bauwagen sind bereits installiert, der Boden wurde bereitet und mit Gras eingesät. Kindergartenleiterin Birgit Buchinger wird ab 1. September mit ihrem zweiköpfigen Team das neue Betreuungsangebot starten. Die Nachfrage spricht für sich, von den 20 Plätzen sind nur noch fünf frei.

Neues Feuerwehrgerätehaus

Eine Aufgabe wartet noch mittelfristig: Der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses. "Momentan sind wir auf Standortsuche", verweist Adrian Schlenker darauf, dass der aktuelle Florian nicht genügend Kapazität vorweist und am Standort auch nicht erweiterbar ist. Die Mögglinger Feuerwehr mit ihren rund 50 aktiven Angehörigen und einer starken Jugendarbeit wünscht fünf Boxen im neuen Gerätehaus und ist im Verbund mit den Rosenstein-Feuerwehren (Bartholomä, Heubach, Böbingen, Mögglingen und Heuchlingen) für die Beseitigung von Gefahrgut spezialisiert. Unter anderem bezüglich der Deponie Ellert.

Großes Bürgerengagement

Was Adrian Schlenker besonders beeindruckt an der Gemeinde, in der er seit sechs Jahren Bürgermeister ist? Die Antwort kommt prompt: "Es ist das bürgerschaftliche Engagement. Hier wurde und wird angepackt. Nicht nur in den Vereinen, sondern beispielsweise für die Remsgartenschau. Hier wird nachhaltig für die Bürgerschaft von der Bürgerschaft großes Engagement gebracht. Ein tolles Miteinander." Anja Jantschik

Mehr zum Thema

Bürgermeister Adrian Schlenker ist begeistert, was alles in Mögglingen durch ehrenamtliches Engagement entstand.
Ein Blickfang ist der gepflegte Mögglinger Marktplatz.

Zurück zur Übersicht: Veranstaltungen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL