Reich an Höhepunkten

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Milow.

Das renommierte Musikfestival feiert mit vielen prominenten Namen seine inzwischen 29. Auflage.

Aalen Bereits der Auftakt des aalenerjazzfest hat es in sich. Ein gut geöltes, perfektes, präzise swingendes Orchester wie die SWR Big Band, herausragende Solistinnen und Solisten, intelligent konzipierte Programme, Sahnehäubchen für Augen und Ohren, so entstehen immer wieder glanzvolle Höhepunkte auf dem aalenerjazzfest. Zum Auftakt am 4. November 2020 in der Aalener Stadthalle widmet die Band ein Programm den Queens of Soul, verstärkt durch den Male Stargast Cosmo Klein. Big Band Jazz harmoniert mit den Hits von Stars wie Aretha Franklin, Diana Ross, Natalie Cole, Nina Simone, Chaka Khan oder Beyoncé. Unterstützt wird die Big Band von zwei internationalen Soulstimmen. Aus New York stammt Onita Boone, aus Stockholm kommt Ida Sand, eine der profiliertesten Jazz- und Soul-Sängerinnen Skandinaviens.

Milow ist ein belgischer Singer/Songwriter, dessen Diskografie nicht weniger als 1,1 Mio. verkaufte Tonträger umfasst. 2018 singt er neben Bryan Ferry, Tim Bendzko, John Miles und den Pointer Sisters als Headliner der Konzerttour Night of the Proms. Heuer ist er nicht nur in den Radio-Dauerschleifen zu Gast, sondern am 5. November in der Aalener Stadthalle.

Dan Reinstein, Saxophonist der Dan Ranstein and the Laser Blended Vision Band, die am 6. November ebenfalls in der Stadthalle Aalen spielt, ist ein weltbekannter Augenchirurg, der PRESBYOND® Laser Blended Vision entwickelt hat. Reinstein hat nicht nur an der Cambridge School of Medicine studiert, sondern auch ein zweijähriges Diplom am Berklee College of Music absolviert. Zu seinen musikalischen Referenzen zählen u.a. John McLaughlin, Steve Smith, Regina Carter oder Tom Coster.

Selbe Stelle, aber eine andere Welle bespielt Marla Glen. Das Album "Unexpected" ist das neuste Werk von Glen. 2020 fegt es durch die Welt von Cajun, Funk und Disco Soul mit 14 Songs, dazu Afrikanisches, allerlei Rhythmusinstrumente, Gebläse und ein Stück vom Gospelurgestein "Go Down Moses", ein Gesamtkunstwerk, das Eindruck hinterlässt, auch durch die Bühnenpräsenz von Marla Glen, eine Musik, die nie ihre Aktualität verliert, gespielt und gelebt von einem Interpreten.

Nachdem sie letztes Jahr beim aalenerjazzfest im alten Kino am Kocher ihre grandiose, jedoch Corona bedingt noch nicht veröffentlichte Live-CD aufgenommen haben, erhalten alle die es verpasst haben, am Freitag, 6. November die Möglichkeit in der Atmosphäre des Kino am Kocher im neu eröffneten Kulturbahnhof Duophonic zu erleben. Peter Fessler ist ein virtuoser Scatter, ein Gitarrist allererster Güte, ein Europäer mit einem Sinn für Brasilianisches, ein Melodiker mit einem Sensorium für komplexe Rhythmen. Mit Alfonso Garrido bringt er einen Lateinamerikanischen Schlagwerker aufs aalenerjazzfest.

Max Mutzke, Sänger aus dem Schwarzwald, seine kubanische Pianopartnerin Marialy Pacheco und der marokkanische Percussionisten Rhani Krija spielen als Trio am Samstag, 7. November, in der Stadthalle. Was Mutzke an Groove und Soul in der Stimme hat, legt Pacheco an Grooves und Rhythmen ihrer Heimat in eine wunderbare Musik mit Mut zu Improvisation und Spontaneität. Die Begegnung kommt im Kontext ihrer CD "Duets" zustande, für die Pacheco 2017 einige ihrer Lieblingsmusiker ins Studio bittet, zu denen der Ausnahmepercussionist Rhani Krija gehört. Aus dieser ersten, puristisch und akustisch angelegten Kooperation entsteht ein abwechslungsreiches Werk, das 2020 nur an ausgewählten Orten zu hören sein wird.

A Web Web Experience by Max Herre & Roberto die Gioia. Die Band wird seit 2017 von Keyboarder Roberto Di Gioia geleitet und als deutsche Supergroup gefeiert. Di Gioia kombiniert Spiritual-, Middle Eastern- & Ethno Jazz mit harten Grooves . Zur Band zählen neben Sänger Herre und Keyboarder Di Gioia Bassist Christian von Kaphengst, Drummer Peter Gall und Saxophonist Tony Lakatos. Los geht es am 7 November, 20 Uhr in der Stadthalle.

Nils Petter Molvaer und Mino Cinelu haben jeder einen langen Weg zurückgelegt, bis ihr Weg unausweichlich war. Cinelu erlangte Bekanntheit durch Miles Davis, jedoch auch Herbie Hancock, Pat Metheny, Sting, Santana und Lou Reed bedienten sich seiner Fertigkeiten. Molvaer zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des europäischen Jazz. Der Trompeter und der Perkussionist repräsentieren zwei Welten, die auf den ersten Blick gegensätzlicher kaum sein könnten. Zu erleben im Kino am Kocher am Samstag, 7. November.

Den Abschluss bilden Rymden, die das Konzept, Sounds der Pop-Kultur mit den Improvisationen des Jazz zu verbinden, auf ein neues Level heben. Pianist Bugge Wesseltofts, Drummer Magnus Öström und Bassist Dan Berglund sind am 8. November im Kino am Kocher zu Gast.

Peter Fessler.
Marla Glen.
Roberto die Gioia, Max Herre.
Marialy Pacheco, Max Mutzke.

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