Bergwacht rettet Gleitschirmflieger

  • Weitere
    schließen
+
Die Bergwacht rettet einen abgestürzten Piloten.

Unfall Ein Mann war mit seinem Gleitschirm bei Waldstetten in eine rund 25 Meter hohe Baumkrone gestürzt.

Schwäbisch Gmünd. Die Gmünder Bergwacht musste am Sonntag einen abgestürzten Gleitschirmflieger in Waldstetten retten. Ein zufällig vorbeikommender Bergretter wurde bei der Suche nach einem abgestürzten Gleitschirmflieger um Hilfe gebeten. Dies hat sich als wertvoller Zeitvorteil herausgestellt, da bereits von Anfang an Überlegungen zum Vorgehen beider Rettung angestellt werden konnten. Der Gleitschirm des Piloten verfing sich zuvor in einer Baumkrone. Zwar verhinderte dies, dass er auf dem Boden aufprallte, eröffnete den Rettungskräften jedoch eine äußerst komplizierte Ausgangssituation. Der Pilot hing in etwa 25 Metern Höhe und etwa fünf Meter vom nächsten Baumstamm entfernt im Gurt seines Gleitschirms. Die Lageerkundung schloss ein einfaches Abseilen des Piloten sowie eine Rettung durch einen Hubschrauber aus. Die einzige Option war die Rettung des Piloten vom Boden aus. Nach Rücksprache mit einem Spezialisten vom Gleitschirm- und Hängegleiter-Verein Drei-Kaiser-Berge Waldstetten, auf dessen Gelände der Unfall passierte, entschieden sich die Bergwacht-Einsatzkräfte für eine redundante Sicherung des Piloten. Ein Bergretter stieg am Stamm des Baumes auf, warf dem Piloten ein Seil zu, mit dem sich dieser sichern konnte. Die zweite Sicherung erfolgte über ein Seil, das von unten über den festhängenden Gleitschirm umgelenkt wurde. Nach etwas mehr als drei Stunden konnten die Gmünder Bergretter den Piloten sicher auf festen Boden abseilen, wo er direkt von einem Bergwacht-Arzt untersucht wurde. Neben der Bergwacht Schwäbisch Gmünd waren eine Rettungswagenbesatzung, ein Notarzt sowie die Polizei im Einsatz.

Zurück zur Übersicht: Wirtschaft & Finanzen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL