Liquide im Ruhestand

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Damit das Vermögen im Alter ausreichend gewachsen ist, gilt es rechtzeitig vorzusorgen.

Niemand weiß, wie alt er wird. Daher sollte der Vermögensaufbau gut geplant sein.

Die Deutschen werden immer älter. Das hat auch Auswirkungen auf die spätere finanzielle Situation. Wer sein Vermögen im Alter nicht mehr aktiv managt, läuft Gefahr, dass es irgendwann aufgebraucht ist.

Wer heute mit 67 in Rente geht, kann noch viele Jahre leben. Immer mehr Menschen werden 90 Jahre und älter. Dadurch sollte das angesparte Vermögen im Ruhestand möglichst auch lange genug reichen. Somit ist es im Ruhestand sinnvoll, ein möglichst breit gestreutes Portfolio für das Vermögen zu haben. Als Grundregel gilt hierbei: Je kürzer der Anlagehorizont, desto sicherer sollte das Geld angelegt sein.

Tagesgeld ist ein Klassiker der sicheren Geldanlage. Allerdings bringt er nur in Hochzinsphasen die gewünschte Rendite. Trotzdem: Mindestens ein Monatseinkommen sollten Rentner dort zurücklegen, damit sie auch in Notsituationen ausreichend liquide bleiben. Ist die Zinssituation befriedigend, lohnt sich auch eine Anlage in Festgeld: Wer genügend Vermögen zur Verfügung hat, kann einen Teil davon für sechs Monate und einen für zwölf Monate anlegen. Bleibt mehr Zeit für die Investition, könnte ein Sparbrief passen. Damit profitiert man vom Zinseszinseffekt und weiß genau, was man am Ende in den Händen hält.

Die Nachteile dieser Anlagen: Durch die Inflation verliert das Geld an Wert. Liegt die Verzinsung unter der Inflationshöhe, kann kein Wertausgleich realisiert werden.

Eine private Rentenversicherung ist für Senioren dann sinnvoll, wenn sie einen größeren Betrag auf einmal einzahlen können und sich guter Gesundheit erfreuen. Dann haben sie Anspruch auf eine lebenslange monatliche Rente – selbst, wenn das eingezahlte Geld eines Tages aufgebraucht sein sollte.

Senioren können übrigens auch einen Bausparvertrag besparen. Das ist jedoch nur ratsam, wenn zumindest theoretisch noch genügend Zeit bleibt, um ihn auch zu tilgen. Sonst werden im Zweifelsfall die Erben belastet. Das Geld, das im Bausparvertrag angespart wird, kann beispielsweise für den seniorengerechten und barrierefreien Umbau einer Wohnung eingesetzt werden.

Wer noch mehr als zehn Jahre Zeit für die Anlage hat, kann weiterhin in Investmentfonds investieren. Allerdings gibt es immer wieder Zeiten, in denen auch sie Verluste bringen können. So kann nicht jeder Anleger eine Garantie dafür bekommen, dass sich sein Geld in der ihm noch verbleibenden Anlagezeit wirklich vermehrt.

Auch Aktien bleiben im Alter eine gute Anlage. Ihr größter Vorteil: Sie sind börsentäglich verfügbar. Wer hochwertige Papiere in einer guten Zeit kauft, kann damit Gewinne machen. Allerdings ist diese Form der Geldanlage auch ziemlich riskant. Und überdies zeitaufwändig, denn die Kursentwicklungen an den Märkten sollten aktiv verfolgt werden, um einen möglichen großen Kursverlust zu vermeiden. Dazu bedarf es einer gewissen Börsenerfahrung.

Bei Fragen zum optimalen Vermögensaufbau der Generation 50+ ist eine persönliche und individuelle Beratung durch einen Berater bei der Bank des Vertrauens immer empfehlenswert. als

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