Nur der Markt kennt den Preis

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Der entscheidende Faktor beim Verkauf einer Immobilie, abgesehen von der nicht veränderbaren Lage, ist der Preis. Für den Verkäufer stellen sich daher die Fragen "Was ist meine Immobilie wert?" und "Wie erziele ich den besten Preis?", während andererseits der Käufer natürlich nicht zu viel bezahlen will. Zur Wertermittlung gibt es mannigfaltige Ansätze und zahlreiche Faktoren beeinflussen diese:

Bieterverfahren Der entscheidende Faktor beim Verkauf einer Immobilie, abgesehen von der nicht veränderbaren Lage, ist der Preis. Für den Verkäufer stellen sich daher die Fragen "Was ist meine Immobilie wert?" und "Wie erziele ich den besten Preis?", während andererseits der Käufer natürlich nicht zu viel bezahlen will.

Zur Wertermittlung gibt es mannigfaltige Ansätze und zahlreiche Faktoren beeinflussen diese: Expertenwissen, Gutachten, Bewertungsrichtlinien, Wiederherstellungskosten, Kaufpreis plus Wertentwicklung minus Abnutzung, Größe, Ausstattung, Restnutzungsdauer und viele weitere... Entsprechend groß sind die Unterschiede. Die Antwort lautet: (aktuelles) Angebot und (aktuelle) Nachfrage bestimmen den Preis – diese manifestieren sich am besten in einem Bieterverfahren.

Was ist ein Bieterverfahren?

Das Bieterverfahren wird am einfachsten dadurch beschrieben, was es nicht ist! Es ist keine Auktion oder Versteigerung. Es mag ähnlich erscheinen, doch der entscheidende Unterschied ist das Ende. Das Ende einer Auktion oder Versteigerung ist der Zuschlag an denjenigen mit dem Höchstgebot. Beim Bieterverfahren liegen am Ende Gebote vor, zu dem Interessenten bereit sind, die Immobilie zu erwerben. Für den Eigentümer besteht allerdings kein Zwang, ein Gebot anzunehmen. Am Ende des Bieterverfahrens steht die Einigung zwischen Verkäufer und Bieter, die ihren Abschluss in dem üblichen bzw. notwendigen notariellen Kaufvertrag findet.

Wie läuft ein Bieterverfahren ab?

Nach dem Angebot/öffentliche Bewerbung der Immobilie findet in einem festgelegten Zeitrahmen die, so weit möglich, annähernd gleichzeitige Besichtigung aller am Erwerb Interessierten statt. Es folgt eine Gebotsfrist zur Abgabe schriftlicher Gebote zum Erwerb der Immobilie. Um ein Gebot, seitens des Verkäufers ernsthaft in Erwägung zu ziehen, bedarf es den Nachweis einer entsprechenden Bonität und Finanzierungszusage. Nach der Abgabefrist und Abstimmung mit dem Verkäufer erhalten alle Bieter die Information über das Höchstgebot und haben ab Bekanntgabe 48 Stunden Zeit, ihr Gebot ggf. anzupassen. Aus diesen Gebote wählt der Verkäufer seinen Favoriten. Die Abschlussverhandlungen finden dann unter Mithilfe des Maklers zwischen Verkäufer der Immobilie und Höchstbietendem statt. Eine Reservierungsbestätigung beider Seiten (Verkäufer und Käufer) überbrückt die Zeit bis zum Abschluss durch den notariellen Kaufvertrag.

Fazit: Der Verkäufer erhält bei Annahme den aktuell bestmöglichen Preis und der Käufer bietet, was ihm die Immobilie wert ist. Eine Win-win-Situation für alle.

pm

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