Anzeige

Corona: Hat die Krise die Arbeitswelt verändert?

Die Coronakrise hat die Lebenswelten der Schwaben verändert – von der Freizeitgestaltung bis hin zum Berufsleben. In nicht zu unterschätzendem Maß hat sie das Leben sowol im Hinblick auf sozialen Kontakt als auch die Arbeitswelt digitalisiert. Schon die angestiegenen Downloads für Business-Apps wie Slack zeugen davon. Wie wird es nach der Krise für Betriebe weitergehen?

Digitale Arbeitswelten post Corona

Das Coronavirus hat dem Berufsleben einen Digitalisierungs-Boost gegeben. Bis jetzt basiert die Arbeitswelt zahlreicher schwäbischen Arbeitnehmer auf digitaler Kommunikation aus dem Homeoffice. Der aus der Not geborene Aufschwung in Sachen Digitalisierung wird laut Experten anhalten. Der Verbraucher hat sich an digitale Angebote gewöhnt und wird nach der Krise nicht einfach in die alte Welt zurückkehren. Sowohl im Kerngeschäft als auch im Vertrieb müssen Unternehmen zukünftig auf Digitalisierung setzen, um den veränderten Erwartungen aufseiten der Kunden gerecht zu werden. Für die Dienstleister innerhalb der Gesundheitsbranche gilt das genauso wie für den Einzelhandel.

Beispiel Gesundheitsbranche: Was hat sich während Corona getan?

Die Gesundheitsbranche ist eines der bedeutendsten Beispiele für die Digitalisierungsprozesse, die Betriebe im Rahmen der Coronakrise durchlaufen haben. Digitale Vernetzung wird die Branchenzukunft bestimmen, so meinen Experten schon seit Jahren. Während der Krise hat diese Vorhersage Gestalt angenommen. So insbesondere in Form von

  • telemedizinischen Angeboten wie Videosprechstunden.
  • digitaler Patientenkommunikation per Chat.
  • Software-Lösungen zum Online-Terminmanagement.
  • Open-Source-Lösungen im Forschungsbereich.

    Schon im vergangenen Jahr hatte jeder Vierte online Arzttermine vereinbart. Damals boten noch weitaus weniger Arztpraxen Online-Terminvergabe an als 2020. Von den zeitsparenden Aspekten digitaler Terminplanung bis hin zur Entlastung im Rahmen der Telemedizin gab es bereits vor der Krise vorteilhafte digitale Gesundheitsangebote, welche während der Krise noch zusätzlich an Relevanz gewonnen haben.

    Handwerk und Co: Viel Nachholbedarf in einigen Branchen

    Die steigende Akzeptanz und Potenzialerkennung im Hinblick auf digitale Angebote betraf in der Krise nicht ausschließlich die Gesundheitsbranche. Je weiter fort geschritten die digitale Transformation in den Branchen vorab war, desto leichter taten sich Unternehmen mit den krisenbedingten Herausforderungen. Ob es um Küchenkauf oder Handwerk geht: Kunden werden zukünftig noch mehr Digitalisierung fordern. Von Online-Beratung bis hin zu digitaler Angebotserstellung oder Apps zur Buchung von Dienstleistern. Dass Digitalisierung auch sie betrifft, haben einige Branchen während der Krise erst wirklich realisiert. Die Vertriebsmethoden der Handwerksbranche beispielsweise berücksichtigten in den seltensten Fällen digitale Möglichkeiten. Gerade hier besteht jetzt Aufholbedarf, was zukunftsweisendes Multi-Channeling betrifft.

    Digitalisierungsansprüche auch bei Arbeitnehmern

    Nicht nur Kunden werden nach Corona mehr digitale Lösungen fordern. Auch aufseiten der Arbeitnehmer hat man sich während der Krise an eine stärkere Ausrichtung auf digitale Lebenswelten gewohnt. Das betrifft die Art und Weise, wie Meetings abgehalten werden genauso wie die Kundenkommunikation. Auch den während Corona erzwungenen Heimarbeitsplatz werden viele nicht mehr missen wollen. Gesetzesentwürfe zum Recht auf Homeoffice sind bis zum Herbst geplant.

    Photo by ConvertKit on Unsplash

    © Schwäbische Post 19.06.2020 13:37
    3015 Leser
    Ist dieser Artikel lesenswert?
    Kommentar schreiben
    Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

    Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

    Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

    Jetzt kostenlos anmelden

    Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy