Der liebenswerte Ort

Waldhausen hat in den kommenden Jahren einiges vor. Vor allem für die Jugend soll investiert werden.
  • Maria Eich ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer.Foto: wom
  • Ansicht auf Waldhausen aus Richtung Hülen. Foto: wom

Aalen-Waldhausen. Waldhausen hat viel vor in den nächsten fünf Jahren. Bei der Schule wird der Kindergarten beziehungsweise die Kindertagesstätte neu gebaut. Gleichzeitig findet die Renovierung der Schülertoiletten und des Eingangsbereichs statt. Zukünftig teilen sich alle Kinder den verkehrsberuhigten Eingang. Die drei Millionen Euro Investitionsvolumen wurden aufgrund des Wachstums durch die Neubaugebiete und einem neuen Kinderreichtum notwendig.

Ganztagsschule mit Inklusionscharakter

Der Antrag für die Grundschule als Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2020/2021 wurde gestellt. Ortsvorsteher Patriz Gentner ist optimistisch, dass die Eltern das Angebot nutzen, um ihre Kinder gut versorgt zu wissen. Zudem wird die Kooperation mit der Konrad-Biesalski-Schule in Wört ausgebaut. „Die Inklusion tut allen Kindern gut, wenn sie gemeinsam Musik-, Kunst- und Sportunterricht haben“, weiß Gentner.

Ab Herbst sind 13 Bauplätze an der Simmisweiler Straße zu verkaufen – es gibt viele Nachfragen. Die Vergabe erfolgt nach einem Punktesystem. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zwischen Ein- und Mehrfamilienhausbebauung. Das ist positiv für den Flächenverbrauch. Außerdem stellen wir einen Generationenwechsel in Häusern aus den 1970er- und 1980er-Jahren fest“, bestätigt das Oberhaupt. Laut Flächennutzungsplan muss das Baugebiet „Krautäcker“ für die Zukunft angegangen werden. Waldhausen möchte zusätzlich das Thema „Betreutes Wohnen“ anpacken. Einen ehrenamtlichen Seniorenfahrdienst gibt es bereits seit 2017.

Geplante Umgestaltungen

Wir möchten einen Treffpunkt für die Jugend von acht bis 18 Jahren schaffen.

Patriz Gentner, ?Ortsvorsteher

Patriz Gentner ist gespannt auf die Bachelor- und Masterarbeiten der Hochschule für Städtebau in Stuttgart zur Neugestaltung der Deutschordenstraße. Ebenfalls soll die Gestaltung des Kreisels am Ortseingang abgeschlossen werden. Es besteht der Wunsch nach einem weiteren Kreisverkehr in der Ortsmitte. Dieser würde laut Gentner den Verkehr herunterbremsen und eine gute Querungshilfe für Kinder darstellen.

„Wir möchten einen Treffpunkt für die Jugend von acht bis 18 Jahren schaffen“, ergänzt Gentner. Dafür sollen Jugendbeauftragte gefunden werden, die das neue Jugendzentrum begleiten. Wie engagiert die Waldhäuser Jugend ist, zeigen der Bolzplatz im Baugebiet Schießmauer und die Pumptrack-Strecke. Mit großem Interesse und Zusammenhalt beteiligten sich die Jugendlichen an Planung und Bau der Anlagen.

Kleine Störenfriede

Wermutstropfen in Waldhausen sind die vielen Müllablagerungen, vor allem auf den Parkplätzen. Bei der jährlichen Frühjahrsputzete regen sich speziell die teilnehmenden Kinder über das Verhalten der Müllsünder auf. Patriz Gentner fragt sich außerdem, ob seine Ortschaften den Umfahrungsverkehr der B?19 aufnehmen müssen und wenn ja, ob man die Geschwindigkeit nicht weiter drosseln kann. Zuletzt gefällt ihm der Straßenzustand der L?1080 zwischen Vierwegzeiger und Ortseingang Beuren nicht. freu

© Schwäbische Post 06.09.2019 14:26
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