Die Weichen sind für die Zukunft gestellt

Die Härtsfeldstadt entwickelt sich immer weiter. Gewerbe, Tourismus und Freizeit werden hier großgeschrieben. Das Kloster und die Härtsfeld-Museumsbahn haben sich zu touristischen Anziehungspunkten weit über den Ostalbkreis hinaus entwickelt.
  • Die wieder aufgebaute Härtsfeldbahn soll alsbald bis zum Härtsfeldsee, in ferner Zukunft sogar bis Dischingen fahren. Foto: mj
  • Ein weithin sichtbares und bekanntes Wahrzeichen von Neresheim ist das Kloster. Foto: han

Neresheim. Bürgermeister Thomas Häfele sieht sehr positiv in die Zukunft. In seiner Stadt entwickelt sich einiges. Vor allem wirtschaftlich geht es voran. „Wir haben hier keinen ‚Big Player‘, sondern viele gesunde mittelständische Unternehmen, so sind wir weniger krisenanfällig,“ betont das Stadtoberhaupt.

Auch die Mischung der verschiedenen Branchen gibt der Stadt Sicherheit. Der starke Mittelstand in Neresheim hat das Gewerbegebiet hervorragend angenommen, alle Flächen sind verkauft. So hat sich die Stadtverwaltung an die Arbeit gemacht, neue Gewerbeflächen zu entwickeln. 2020 soll ein neues Gewerbegebiet entstehen, das Gebiet „Riegel“ wird erweitert.

Wochenmarkt kommt prima an

Als Einkaufsstadt hat sich Neresheim ebenfalls einen Namen gemacht. Der neue Wochenmarkt, der immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr stattfindet, kommt fantastisch an. „Er wurde am Anfang regelrecht überrannt“, erzählt Häfele. „Die Händler mussten einen größeren Wagen einsetzen“.

Zu Gemüse und Obst kommen nun italienische Spezialitäten und hoffentlich bald ein Käsestand. In Hinblick auf die Versorgung der Bevölkerung ist die Härtsfeldstadt gut aufgestellt. „Der Bereich Schuhe und Textil wäre in Neresheim noch ausbaufähig,“ sagt das Stadtoberhaupt. Das Härtsfeldcenter ist ein Anziehungspunkt bis in die angrenzenden bayerischen Gemeinden. Zudem hat ein neuer „Netto“-Markt in Neresheim im Juni eröffnet. Die Stadt hat nun in der Innenstadt einen leer stehenden Bauernhof aufgekauft, und befindet sich in Gesprächen mit den Nachbarn um hier ein neues Quartier für Hotellerie, Gastronomie und Gewerbe anzusiedeln. Ein wichtiger Betrag zur Nahversorgung ist auch das Ärztehaus. „Ein Leuchtturmprojekt“ nennt es Häfele. So ist die ärztliche Versorgung in der Stadt unterm Kloster gewährleistet.

Es gibt schon erste Gespräche über ein weiteres medizinisches Zentrum. Bürgermeister Thomas Häfele möchte in der Innenstadt ein generationenübergreifendes Wohnen einrichten.

Bauplatzoffensive gestartet

Auch der wundervolle Stadtgarten, direkt an der Egau gelegen, soll aufgewertet und weiter belebt werden. Ein Bauplatzoffensive wurde jetzt gestartet.

In allen Ortsteilen sind in absehbarer Zeit Bauplätze verfügbar. In Neresheim wird das Baugebiet „Solhöhe 3“ angegangen, in Elchingen entsteht 2020 das nächste Baugebiet, in Ohmenheim sind von 15 erschlossenen Bauplätzen 13 bereits verkauft, in Dorfmerkingen hat sich die Verwaltung 1,2 Hektar bereits gesichert, welche als nächstes Baugebiet dort erschlossen werden sollen. Stolz ist Häfele vor allem, dass es nach 20 Jahren wieder gelungen ist, in Schweindorf Bauplätze zu schaffen.

Zwei Millionen fürs Freibad

In Kösingen sieht der Bürgermeister die Zukunft in der alten Sargfabrik. „Aus dieser Industriebaracke wollen wir ein Neubaugebiet machen“, erzählt er. Apropos Kösingen! Das Freibad ist nun auch auf den Weg gebracht. Ende 2018 beschloss der Gemeinderat, das Freibad ohne ELR-Mittel zu sanieren. Mit zwei Millionen Euro, die auf die Stadt zukommen, wird gerechnet. Derzeit erfolgen die Vergaben und wenn alles im Zeitplan bleibt, kann an Pfingsten 2020 ein Neustart in Kösingen erfolgen.

Erholung auf dem Härtsfeld

Der Tourismus in Neresheim entwickelt sich ebenfalls positiv. Die Anziehungskraft des Klosters ist ungebrochen. Das Härtsfeld lädt die Besucher zum Wandern und Radfahren ein. Die Härtsfeldbahn baut bis Herbst 2020 die Strecke weiter aus, dann soll die Bahn bis zum Härtsfeldsee fahren. „Dort entsteht ebenfalls ein Highlight mit dem neuen Kiosk“, blickt Häfele voraus. Interessant werden für das Stadtoberhaupt noch die Auswertungen des Keltengrabes in Ohmenheim. „Da warten wir mal, was rauskommt“, lächelt er. In diesem Jahr wurde erstmals ein Kulturprogramm aufgelegt. Mit dem renommierten Klosterkonzert, Kabarett und dem Musical „Die Schöne und das Biest“ auf dem Marienplatz hat Neresheim auch in dieser Richtung viel zu bieten.mj

© Schwäbische Post 07.08.2019 15:22
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