Eine attraktive Wohngemeinde im Virngrund

In der Gemeinde Jagstzell hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Zahlreiche Projekte und Baumaßnahmen sind angegangen und umgesetzt worden. Dem eigenen Anspruch einer kinder- und familienfreundlichen Gemeinde wird man so gerecht.
  • Im Mai 2019 wurde der Erlebnisbereich „Jagst erleben“ eingeweiht, der guten Anklang bei den Jagstzellern sowie den Besuchern der Gemeinde findet. Foto: AK
  • Der Wasserturm ist ein Wahrzeichen von Jagstzell. Foto: AK
  • Der Ortskern von Jagstzell mit der barocken St. Vituskirche. Foto: AK
  • Die St. Barbara-Kapelle in Dankoltsweiler ist ein Schmuckstück in der Gemeinde Jagstzell. Foto: AK
  • Das schmucke Rathaus der Gemeinde. Foto: AK

Jagstzell. Bürgermeister Raimund Müller freut sich über die positive Entwicklung seiner Gemeinde: „Unsere Infrastruktur kann man als durchweg vollständig und äußerst attraktiv bezeichnen. Jagstzell verfügt über eine Grundschule mit einem starken Lehrerteam und breit gefächertem Betreuungsangebot, eine Kindertagesstätte mit Krippe und allen Arten von Betreuungsformen für die Kindergartenkinder. Es gibt bei uns einen großen Einkaufsmarkt, Metzgerei, Bäckerei, und viele leistungsstarke Handwerksbetriebe. Genauso erwähnenswert sind unsere Banken, Postagentur und Versicherungen. Die Gemeinde verfügt zudem jetzt schon über eine hervorragende Breitbandversorgung, die auch schon ohne den Ausbau der weißen und grauen Flecken beachtlich ist. Der weitere Breitbandausbau ist eine Mammutaufgabe, der wir uns aber mit all unseren Kräften stellen.“

Das Freizeitangebot in Jagstzell kann sich wirklich sehen lassen mit dem Erlebnisbereich „Jagst erleben“, dem sehr beliebten Gesundheits- und Mehrgenerationenspielplatz, dem Sport- und Freizeitzentrum und dem tollen Angebot unserer Vereine für Jung und Alt.“

Neue Baugebiete

Gerade die Bereitstellung von attraktivem Bauland liegt Bürgermeister Raimund Müller besonders am Herzen: „Im Baugebiet „Lindenmahd II, 2. Bauabschnitt gibt es insgesamt 32 Bauplätze. Die Erschließung dieses Abschnittes ist erst im Juli des vergangenen Jahres abgeschlossen worden. Aktuell gibt es dort nur noch 16 frei verfügbare Bauplätze. Wir haben in der Hinterhand ja auch noch das Baugebiet Lindenmahd III. Der Bebauungsplan ist bereits rechtskräftig. Dort gibt es 35 Bauplätze, die eine Größe zwischen 450 und 900 Quadratmeter aufweisen. Vier Mehrfamilienhäuser mit maximal jeweils acht Wohneinheiten sollen in dem Bebauungsplan „Rosenberger Straße Süd“ ausgewiesen werden. Zu diesem Bauvorhaben wird es auch noch eine Bürgerinfo geben. Weiter planen wir das Projekt „Wohnen an der Jagst Aue“ zu der es erst jüngst eine Bürgerinfoveranstaltung gab. Im Bereich der Jagst Aue und der Bahn könnten später einmal bis zu 35 Wohneinheiten entstehen.“

Es ist ein medizinisches Versorgungszentrum geplant

In Bezug auf die medizinische Versorgung möchte die Gemeinde einen großen Schritt nach vorne machen. Bürgermeister Müller: „Wir haben zwar einen Allgemeinarzt und eine Physiotherapie-Praxis. Wir streben für die Zukunft ein medizinisches Versorgungszentrum im Bereich der Alten Mälzerei, direkt im Ortskern von Jagstzell an. Unser Wunsch wäre es, wenn der Landkreis und seine Kliniken ein solches Angebot bei uns realisieren könnte. Gesundheitsnahe Dienstleistungen könnte man in dem Gebäudekomplex dann ebenfalls unterbringen.“

Unsere Infrastruktur kann man als durchweg vollständig und äußerst attraktiv bezeichnen.

Raimund Müller Bürgermeister

Auch beim Thema Tourismus war und ist die Gemeinde Jagstzell sehr aktiv. Der neu geschaffene Erlebnisbereich „Jagst erleben“ bietet hier unseren Bürgern, wie auch den Gästen eine schöne Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Es wurde dort auf dem Parkplatz ein Wohnmobilstellplatz mit Münzstromzähler, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Toilette geschaffen. Der Stellplatz wird sehr gut angenommen. Die Camper sind sehr glücklich über die gebotene Infrastruktur.

Auch das Arboretum im hinteren Bereich von „Jagst erleben“ ist eine Attraktion mit einer Vielzahl heimischer Bäume. Der Mehrgenerationenspielplatz mit Freiluftschach, Skater-Anlage und Beachvolleyballfeld sind weiter zu nennen. Beim Boccia- und Boule-Spiel kann man es auch ruhiger angehen lassen.

In Sachen E-Mobilität ist Jagstzell mittlerweile auch gut ausgerüstet. Auf dem Parkplatz im Bereich „Jagst erleben“ gibt es zwei Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten und eine weitere findet sich auf dem ganz neu gestalteten Parkplatz „Göpelscheuer“ am Beginn der Rosenberger Straße.

Die Sanierung der Alten Schule läuft derzeit. Der Umzug des Rathauses in das sogenannte „Interimsrathaus“ ins Erdgeschoss ist für nach den Sommerferien geplant.

„Man sieht also, in Jagstzell hat sich viel bewegt und wird einiges getan zum Wohle unserer Bürger und der Gäste“, sagt Bürgermeister Raimund Müller. AK

Jagstzell in Zahlen und Fakten:

In Jagstzell leben derzeit rund 2300 Einwohner, die auf 30 Ortsteile verteilt sind. In der geschichtlichen Entwicklung der Gemeinde hat der starke kirchliche Einfluss seine Spuren hinterlassen. Viele sakrale Bauten sind daher in Jagstzell zu bewundern.

Das nachweislich älteste Gebäude dürfte die – im Fischbachtal tief im Wald gelegene und aus dem 13. Jahrhundert stammende – Keuerstädter Nikolauskapelle sein. Die St. Vituskirche im Hauptort Jagstzell wurde im 18. Jahrhundert barockisiert und später erweitert. Die St. Barbara Kapelle im größten Teilort, in Dankoltsweiler, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Ein Abstecher dorthin lohnt in jedem Falle. Die Kapelle „Matzenbacher Bild“, die im östlichen Markungsbereich liegt und zur Kirchengemeinde Fichtenau-Matzenbach gehört, ist ein weiteres Kleinod.

Jagstzell zeichnet sich des Weiteren durch sein reges Vereinsleben aus. Es gibt viele überaus engagierte Vereine, die zum Gemeinwohl maßgeblich beitragen. AK

© Schwäbische Post 30.07.2020 16:14
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