Energiequellen optimal und flexibel nutzen

Mit „beckerhyflex“ hat becker ein Heizungssystem entwickel, das individuell angepasst wird.
  • Die beiden Geschäftsführer der Firma becker: Martin Becker (links) und Bernd Masur. Foto: becker

Aalen. Rund 80 Prozent der in einem Haushalt benötigten Energie entfällt auf die Heizung. Das heißt, hier kann am meisten Energie eingespart werden. Die Firma becker aus Aalen hat mit „beckerhyflex“ ein System einer Hybridheizung entwickelt, das die optimale Nutzung der jeweils verfügbaren Energiequellen optimal vermischt. Wir haben dazu die Geschäftsführer Bernd Masur und Martin Becker befragt.

Herr Masur, Sie und Ihr Geschäftspartner Martin Becker beschäftigen sich seit über 20 Jahren mit dem Thema Heizung. Wie sieht die beste und effizienteste Heizung aus?

Bernd Masur: Kurz gesagt, die beste Heizung passt optimal zu mir und meinem Haus oder Objekt. Dabei gibt es aber unterschiedliche Kategorien zur Bewertung. Wir als Fachunternehmen bestimmen relativ schnell die technischen Möglichkeiten. Dann kommt es aber auch darauf an, was der Kunde erwartet. Wenn er einfach nur jetzt so wenig wie möglich investieren möchte, ist das eine mögliche Anforderung an uns. Wenn man aber auch die laufenden Kosten im Blick hat und so viel wie möglich echte Unabhängigkeit haben möchte, ist das ein Ziel, das zu einem völlig anderen System führen kann.
Wichtig ist, egal welches System man gewählt hat: Nur wenn es richtig geplant und umgesetzt wird, kann es seine maximale Leistung bringen und so zum Besten und effizientesten für die jeweilige Gegebenheit werden.

Die Firma becker bietet das System beckerhyflex an. Wie sieht dieses aus?

Martin Becker: Unter hyflex haben wir die beiden wichtigsten Merkmale unseres Systems zusammengefasst: hybrid und flexibel. Bei einem Hybridsystem kann man verschiedene Energiequellen gemeinsam oder alternativ nutzen und davon maximal profitieren. Flexibel deshalb, weil man ja nicht weiß, wie sich die Verfügbarkeit und der Preis verschiedener Energieträger entwickelt. Oder auch, weil ich jetzt noch kein Geld für mein komplettes Wunschsystem habe und es erst später ausbauen möchte, zum Beispiel mit einer Wärmepumpe. Wir haben es in vielen Jahren gemeinsam entwickelt und laufend verbessert.

Ist dieses Konzept die Zukunft der Heiztechnik für Privathäuser?

Bernd Masur: Ich denke, es ist schon die Gegenwart, wird aber auch die Zukunft sein. Wenn man sich von steigenden Energiepreisen lösen möchte, kommen nur zwei Dinge in Betracht: Energie sparen. Und dann die Nutzung der Sonnenenergie zur Wärme- und Stromgewinnung. Das ist die zentrale Komponente für echte Unabhängigkeit. Da dies meist nicht komplett ausreicht, brauchen wir eine Ergänzung durch eine andere Quelle. Oft einen konventionellen Heizkessel. Und schon sind wir hybrid. Und wenn es nach uns geht, gerne auch hyflex.

Wie stellen Sie die Komponenten von beckerhyflex zusammen?

Martin Becker: Am wichtigsten für uns sind erprobte, verlässliche Komponenten. Wir entscheiden primär nach dem Gesichtspunkt der besten Technik. Und die ist meist einfach, durchdacht und solide. Partner sind hier immer namhafte Markenhersteller mit hoher Verlässlichkeit. Der Schlüssel ist die zentrale Einheit, der Speicher, das Herz und das Hirn der Anlage. Die ist nämlich immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut und das macht es dann auch für uns möglich, unser vielfältiges System auf einem hohen Leistungsniveau preiswert anzubieten. Und das immer individuell optimal angepasst, eben intelligent heizen.

Kann jeder Hausbesitzer beckerhyflex in seinem Haus integrieren, also kann das System auch in ein älteres Haus eingebaut werden?

Bernd Masur: Ja. Wir gehen wie anfangs beschrieben vor und werden gemeinsam mit den Kunden immer das passende finden.

Wie lassen sich Fördermöglichkeiten und Einsparpotenziale beschreiben?

Bernd Masur: Unser System ist schon an sich förderoptimiert, sprich es beinhaltet die Anforderungen für die meisten Förderprogramme. Mit dem System lassen sich etwa 30 Prozent Heizkosten einsparen, beim Einbau gibt es bis zu 45 Prozent Förderung. Wir bieten zusätzlich einen individuellen Förderservice an. Das heißt, wir holen für jeden Kunden die maximale Förderung, und das sind meist einige tausend Euro. Das schöne dabei ist: Der Kunde kann sich einfach zurücklehnen, denn auch das gehört ja zu unserem Motto: Wir regeln das!

© Schwäbische Post 29.05.2020 15:35
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