Größte Omnibusgesellschaft im Ostalbkreis

Ein neues Unternehmen geht Anfang September an den Start: die neue Omnibusgesellschaft OKgo. Dahinter stehen mit Omnibus Mack aus Ellwangen, Omnibus Schuster aus Durlangen und Omnibus Jakob aus Göggingen und Heubach drei traditionsreiche Unternehmen.
  • Die ersten Busse sind schon mit dem neuen Design unterwegs und nach und nach wird die gesamte Flotte von OKgo in den neuen Farben unterwegs sein. Foto: OKgo
  • Die Mitarbeiter des neuen Omnibusunternehmens OKgo. Foto: OKgo
  • Mit der Fusion ihrer Betriebe haben sie mit OKgo das größte Omnibusunternehmen im Ostalbkreis geschaffen (von links): Frank Schuster, Dominik Jakob, Luis Jakob, Karl Jakob, Jutta Scheiger und Reiner Maria Scheiger. Foto: OKgo

Ostalbkreis. Zum 1. September fusionieren die Omnibusunternehmen Jakob, Mack und Schuster. Die Fusion wurde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Juni bekannt gegeben, ab sofort sind die rund 70 Busse und drei Lkw der neuen Gesellschaft überall im Ostalbkreis zu sehen. Unter dem Namen OKgo und dem Claim „Fahr doch einfach.“ tritt das Unternehmen in den Farben Blau, Rot, Weiß und Mint in der Öffentlichkeit in Erscheinung.

Hinter den drei Unternehmen stehen die heutigen Gesellschafter und gleichberechtigten Geschäftsführer von OKgo: Jutta und Reiner Maria Scheiger für Omnibus Mack in Ellwangen, Karl Jakob für Omnibus Jakob in Göggingen und Omnibus Schmid in Heubach sowie Frank Schuster für Omnibus Schuster in Durlangen.

Alle vier haben in den vergangenen Monaten unzählige Gespräche und Verhandlungen geführt, um schließlich OKgo präsentieren zu können. Jutta Scheiger sagt: „Wir sind glücklich, dass wir alle von Anfang an um die Bedeutung dieser Fusion wussten. Wir werden in der OKgo unsere Werte Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kundenservice zu leben wissen.“ Karl Jakob ergänzt: „Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt.“

Linienverkehr, Reise, Touristik

OKgo steht für den Linienverkehr ebenso wie für Reise und Touristik.

Frank Schuster äußert sich dazu: „Wir werden im Linienverkehr die Aufgaben, die uns die lokale Politik gestellt hat und stellen wird, gut erfüllen können. Schon aufgrund der Größe von OKgo haben wir dazu die besten Voraussetzungen. Auch im Reiseverkehr werden wir neue, zusätzliche Wege gehen. Hier sind die Möglichkeiten groß. Mit der Unternehmensneugründung ist der Grundstein gelegt.“

Baustoff- und Containerdienst

Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt.

Karl Jakob

In OKgo aufgehen wird auch ein Bereich aus dem Hause Jakob: „Unsere Baustoff- und Containerdienste werden wir weiterführen, und auch hier können wir uns eine Expansion vorstellen.“

Mit einem modernen Namen unterstreicht die Gesellschaft ihr Streben nach einer erfolgreichen Zukunft. Das „OK“ steht dabei für ein freundliches „Bei uns ist alles bestens“ ebenso wie für den Ostalbkreis, der Heimat der bisherigen Unternehmen. Mit dem „go“ wird der Weg in die Zukunft aufgezeigt: dynamisch, mit viel Elan und über die Grenzen hinaus.

Basis für eine sichere Zukunft

150 Mitarbeiter werden in der OKgo Omnibusgesellschaft arbeiten. Jutta Scheiger: „Alle sind übernommen worden – selbstverständlich! Wir schaffen für unsere Arbeitnehmer damit die Basis für eine sichere Zukunft mit guten Entwicklungsmöglichkeiten.“

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Frank Schuster bricht dabei eine Lanze für die Fahrer: „Sie haben eine riesige Verantwortung, stehen dabei für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit und müssen auch noch gut mit Menschen umgehen können. Wir ziehen täglich vor ihnen den Hut. Auch den Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung wird immenses Wissen im jeweiligen Bereich abverlangt. Gleichzeitig sind es aber auch sehr interessante und zukunftsorientierte Tätigkeitsfelder.“

Stärken wurden eingebracht

Kaum ein Tag verging in den vergangenen Monaten, an dem nicht wichtige Entscheidungen getroffen werden mussten. Umso mehr, desto näher die endgültige Fusion heranrückte. Frank Schuster plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen: „Wir haben von Beginn an festgelegt, dass, wenn es zu keiner einheitlichen Meinung unter den drei Unternehmen kommt, eine 2:1-Entscheidung von allen demokratisch akzeptiert wird. Das haben wir eingehalten. Doch die Harmonie und die Meinungsgleichheit waren so groß, dass es selten zu einer Abstimmung gekommen ist.“

Alle zusammen hätten sie gleich zu Beginn eine Struktur der Arbeitsbereiche festgelegt, so dass jeder der Gesellschafter seine Stärken einbringen könne, ergänzt Jutta Scheiger. Reiner Maria Scheiger kann sich noch bestens an das erste lose Gespräch zu einer möglichen Fusion erinnern: „Da waren das alles noch Gedanken und Ideen. Doch auch heute noch sage ich: Mit dem diesem ersten Treffen wurde der Grundstein gelegt für das, was heute Realität wird: ein Unternehmen mit großen Zukunftschancen“.

Auch für Karl Jakob war der Weg zur Fusion spannend: „Es war viel zu tun. Wir haben unser Wissen gebündelt und uns wertvolle Unterstützung von Fachleuten geholt. Vieles ist bereits geleistet, doch ebenso viel erwartet uns noch. Das aber macht die Aufgabe für uns alle umso reizvoller.“

Neues Design für die Fahrzeuge

Auch die Veränderungen im Bereich Mobilität und Technik werden uns in eine neue Zukunft führen.

Reiner Maria Scheiger

Die OKgo wird im Ostalbkreis mit neu gestalteten Fahrzeugen deutlich sichtbar sein: Die rund 70 Busse, Kleinbusse und Lkw werden nach und nach mit dem neuen Design versehen. Dabei spielen die Unternehmensfarben Blau, Rot, Weiß und Mint die größte Rolle. Herausfordernd war es, den Übergang zu schaffen: „Wir wollen nachhaltig arbeiten. Da wäre es der falsche Ansatz gewesen, jetzt alle Busse neu zu lackieren. Es wird also zunächst noch die alten Lackierungen mit dem neuen Logo geben, alle neu angeschafften Busse werden dann komplett im neuen Design fahren. Auch wenn es uns ein wenig schwerfällt, uns von unserem alten Logos zu verabschieden, sind wir sehr stolz auf das neue Outfit, das unsere Fahrzeuge bekommen haben und werden“, sagt Frank Schuster.

Wege in eine neue Zukunft

Imposante Zahlen (siehe auch beistehender Kasten) weist das Unternehmen auf: „Wir stehen dafür, dass viele Arbeitnehmer pünktlich an ihrem Arbeitsplatz sind. Ebenso die vielen Schülerinnen und Schüler in den Schulen. Doch genauso wertvoll ist unsere Arbeit, um viele Menschen in die schönste Zeit des Jahres zu bringen: in den Urlaub und auf Ausflüge“, fasst Reiner Maria Scheiger zusammen. Er ist zuversichtlich, was die Zukunft alles bringt: „Wir blicken über den Tellerrand. Schließlich stehen uns nicht nur politische Entscheidungen bevor. Auch die Veränderungen im Bereich Mobilität und Technik werden uns in eine neue Zukunft führen.“

Slogan: „Fahr doch einfach.“

Die OKgo Omnibusgesellschaft AG plant viele weitere Neuigkeiten in den nächsten Monaten: „Wahrscheinlich ist das die spannendste Zeit für uns alle in unserem kompletten Berufsleben“, ist sich Jutta Scheiger sicher. Und so wie es der neue Slogan des Unternehmens zeigt, wollen sich alle bei einer notwendigen Ernsthaftigkeit dennoch auch Gelassenheit und Freude bewahren: „Fahr doch einfach.“ OKgo

Zahlen und Fakten zur neuen Gesellschaft

Die OKgo schließt sich aus drei Unternehmen zusammen:

> Omnibus Mack
   in Ellwangen

> Omnibus Schuster
   in Durlangen

> Omnibus Jakob
   in Göggingen (mit Omni-
   bus Schmid in Heubach)

Durch die Fusion wird die OKgo zur größten Omnibusgesellschaft
im Ostalbkreis:
>
74 Fahrzeuge
   (47 Großbusse, davon 32    im Linien- und 15 im
   Reiseverkehr, 24 Klein-
   busse, drei Lkw)
> Gemeinsam können die    Unternehmen auf eine    Tradition von 255 Jahren    zurückblicken
> Alle Fahrzeuge sind im    Jahr über 3,5 Millionen
   Kilometer auf den
   Straßen unterwegs

Die großen Bereiche
von OKgo:
>
Linienverkehr
> Reiseverkehr
> Mietservice
> Reisebüro
> Baustoff- und
   Containerdienste
Unternehmensstandorte:
>
Firmensitz:
   Ellwangen-Neunheim,
   Doktor-Adolf-Schneider-
   Straße 17
> Reisebüro Ellwangen,    Spitalstraße 13,
   Fußgängerzone
> Göggingen und Heubach
> Durlangen

Die Ziele des Unternehmens für die Zukunft:
>
das Beste aus drei Unter-
   nehmen zusammen-
   führen
> gewappnet sein für die    Veränderungen der
   Branche (politisch, struk-
   turell, technisch)
> sichere Arbeitsplätze
> Ausbildungsangebot für    junge Menschen in unter-
   schiedlichsten Bereichen    der Mobilität
> Ausbau des Angebots
> Beständigkeit in den
   bisherigen Angeboten    (auch im Baustoff- und    Containerbereich)
> Gemeinsames Vorleben    der Werte Zuverlässig-
   keit, Sicherheit und
   Kundenservice

In den Busfahrplänen bleibt alles wie bisher.

Die OKgo im Internet:
www.okgo-ag.de

© Schwäbische Post 01.09.2018 00:40
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