Hier ist man gut aufgehoben

Fasching, Rocknacht und Erholung - das dürften die Schlagworte sein, die den meisten zur Gemeinde Neuler auf Anhieb einfallen. Doch der Ort, der auf einer Anhöhe ziemlich genau in der Mitte zwischen den Städten Aalen und Ellwangen liegt, hat noch viel mehr zu bieten.
  • Die Bruder-Klaus-Kapelle im Ortsteil Ramsenstrut. Foto: als
  • Ansicht auf Neuler. Foto: Gemeinde Neuler/AT-Studio Schechingen
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  • Der Skulpturen-Wanderweg verläuft durch das Schlierbachtal von Neuler nach Niederalfingen. Foto: Gemeinde Neuler

Neuler. Über das tolle Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger in den zahlreichen Vereinen freut sich Bürgermeisterin Sabine Heidrich: „Neuler hat ein überaus aktives Vereinsleben, teilweise mit überregionalen Dimensionen“. Diese stellen mit Veranstaltungen wie dem Gruabarock, dem Faschingsumzug oder den Turnieren der Islandpferde mächtig etwas auf die Beine. Die Menschen seien so gut aufgehoben und rückten näher zusammen, ist sich die Gemeindechefin sicher.

Deshalb unterstütze die Gemeinde auch gerne mit Bauvorhaben wie dem Bau der Sporthalle und der späteren Sanierung der Schlierbachhalle. Die neue Sporthalle schaffe bessere Trainingsmöglichkeiten und biete einen Rahmen für größere Veranstaltungen. „Die Rock ‘n Roller und die TV-ler sind schon ganz gespannt“, weiß Heidrich.

Schule wird barrierefrei

Die Gemeinde bietet außerdem eine gute Infrastruktur mit einer soliden Nahversorgung an Lebensmitteln. Metzger, Bäcker und zwei gut bürgerliche Wirtschaften, Bieg und Hirsch, sind im Ort. Dazu gehöre auch die Neustrukturierung der Nutzung der Brühlschule. „Sie wird fit für die Zukunft, in Sachen Brandschutzthemen, aber auch durch die barrierefreie Erschließung“, fasst die Bürgermeisterin die Maßnahmen zusammen. Alles in allem entstehe ein Schul-, Sport- und Kulturzentrum für die Gemeinschaft. Stehe ein Ort so gut da, schlage sich das auch in der Nachfrage nach Bauplätzen nieder. Nachdem die Erschließung des Klingenbergs mit dem Verkauf von 17 Plätzen aus dem zweiten Bauabschnitt bereits abgeschlossen sei, folge aktuell der dritte Abschnitt.

„Neuler liegt in einer wunderschönen Landschaft und ist nicht nur deshalb attraktiv für Jung und Alt“, wirbt Heidrich für das beispielsweise gut ausgebaute Wegenetz durch die Flurbereinigung und die Besonderheiten wie den Skulpturenweg, den Bruder-Klaus-Weg oder den Naturerlebnisweg. Es werden sogar Führungen angeboten. Eine künstlerisch tätige Gruppe um Hubert Schüll habe der Gemeinde eine positive, kulturelle Entwicklung beschert, so Heidrich.

Doch das Ortsoberhaupt hat auch die Zukunft fest im Blick. Eine Gemeinde müsse sich Gedanken zum Klimawandel machen und mit entsprechenden Maßnahmen zur Sicherung des Umweltschutzes beitragen. Digitalisierung sei ebenfalls ein immer stärkeres Thema, auf deren Vorteile und Notwendigkeiten sich die Gemeinde bereits einstelle. „Die Menschen werden immer die Begegnung pflegen und Tradition sowie Heimat leben. Hierin findet man Beständigkeit. Aber ein guter Mix aus Moderne und Dorfleben bietet eine Chance für die Bürgerbeteiligung und Transparenz“, sagt Heidrich dazu. Sie ist überzeugt, dass die Einwohnerinnen und Einwohner dann noch mehr hinter den getroffenen Entscheidungen stehen.

Generationen unterstützen sich

Zuletzt sieht sie einen weiteren Schwerpunkt im Verkehr. Es müssten immer mehr Maßnahmen getroffen werden, da das Verkehrsaufkommen über die Jahre enorm zugenommen habe. Gleichzeitig seien die Toleranz gesunken und die Empfindlichkeit gestiegen. Die Sicherheit und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger gehe aber stets vor. Man müsse nur den Sinn einer jeden Maßnahme bezüglich Geschwindigkeitsbeschränkung und Lautstärkeveränderung abwiegen, um die Situation am Ende nicht noch zu verschlechtern.

2020 läuft das Entwicklungsprogramm „Schwerpunktgemeinde“ im ländlichen Raum ab. Bis dahin hat die Ortsverwaltung aber allerhand getan, um das Leben in den Ortsteilen attraktiv zu gestalten. Darunter fallen die Barrierefreiheit des Dorfgemeinschaftshauses Gaishardt, die Wohnumfeldmaßnahmen Gaishardt, Bronnen und Ebnat, welche sicherstellen, dass das Leben in den Ortsteilen gedeiht und Jung und Alt zusammenleben. „Die gegenseitige Unterstützung der Generationen ist hier noch sehr ausgeprägt und darauf sind wir stolz“, bestätigt Heidrich.

Als Wunsch äußert die Bürgermeisterin den Ausbau der (E-)Mobilität in ihrer Gemeinde. „Wir könnten punktuell Angebote schaffen, die den Menschen das Leben erleichtern. Die Weiterentwicklung des Mobilitätsansatzes ist wichtig für eine bessere Perspektive unserer Kinder im ländlichen Raum“, ergänzt sie. Sie möchte Nachhaltigkeit mit Sinn schaffen und verbessern. Ein erster Schritt wäre schon die sukzessive Erweiterung des Radwegenetzes, um besser an die größeren Städte Aalen und Ellwangen angebunden zu sein. freu

© Schwäbische Post 04.09.2019 15:15
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