In Bopfingen bewegt sich etwas

Die positive Entwicklung unter dem Ipf geht weiter: Auf der Agenda stehen vor allem Investitionen in die Infrastruktur. Mit modernen Bildungseinrichtungen und forciertem Breitbandausbau soll die Stadt für die Zukunft fit gemacht werden.
  • Die Stadtkirche in Bopfingen, von Schloßberg aus gesehen. Foto: Michael Scheidle
  • Blick auf den Ipf mit der Stadt Bopfingen im Hintergrund. Foto: Oliver Giers
  • Der Marktplatz Bopfingen mit Brunnen. Foto: Michael Scheidle

Bopfingen. Die ehemalige freie Reichsstadt Bopfingen liegt im württembergischen Ries am Fuße des Ipfs, dem wohl schönsten und geheimnisvollsten Zeugenberg der Schwäbischen Alb. Auf der gegenüber liegenden Seite der Stadt liegt indessen mit der Burgruine Schloßberg ein mindestens genauso interessantes Wanderziel. Doch Bopfingen ist mehr als das. Bopfingen steht auch für die Ipfmesse, Baden-Württembergs zweitgrößtes Volksfest, und für einen attraktiven Gewerbestandort. Bis heute konnte sich die Stadt ihr charakteristisches Ambiente bewahren.

Klarer Aufwärtstrend erkennbar

Die positive Entwicklung unter dem Ipf geht weiter. Die Unternehmen investieren und sorgen so für gesicherte Arbeitsplätze. Die Unternehmen in der Stadt am Ipf sind nach wie vor im Aufwärtstrend. Überall wird ausgebaut, erweitert, investiert. „Die Nachfrage nach Flächen ist gegenwärtig sehr groß“, kann Bürgermeister Dr. Gunter Bühler informieren. Über die Jahre ist in Bopfingen ein guter Branchenmix entstanden. „Das gibt dem Standort Stabilität und Beweglichkeit“, betont Bühler. Die erfolgreichen Unternehmen ermöglichen der Stadt mit steigenden Steuereinnahmen die Umsetzung zahlreicher Projekte, die das Bild Bopfingens in den letzten Jahren nachhaltig geprägt haben und zukünftig noch prägen werden.

Doch nicht nur der Wirtschaftsstandort entwickelt sich sehr positiv. Auch Bopfingen als Wohnort legt in Sachen Attraktivität deutlich zu. Die Nachfrage nach Bauplätzen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen.

Neue Baugebiete in Trochtelfingen, Kerkingen, Baldern und Oberdorf unterstreichen die Nachfrage und den guten Weg, den die Stadt seit Jahren nimmt. „Bauland wird eigentlich überall nachgefragt“, so der Bürgermeister. Hier liege in der Stadt und in einigen Ortschaften ein wesentliches Handlungsfeld der nächsten Jahre.

Um nicht immer mehr Fläche zu verbrauchen, legt die Stadt ihr Augenmerk deshalb auch sehr stark auf die Innenentwicklung. Die Stadt engagiert sich im Erwerb von Immobilien, in der Neuordnung von innerörtlichen Flächen und in der Gestaltung des öffentlichen Raumes. „Wohnen im Ort ist durchaus attraktiv“, so Bühler. Hier gebe es sehr positive Beispiele, die zum Erhalt und zur Entwicklung der Ortskerne beitrügen.

Überhaupt betrachtet man in Bopfingen die Teilorte als wichtigen Part der Gesamtentwicklung der Stadt. Deshalb werden dort auf die verschiedenste Art und Weise Akzente gesetzt. Jüngste Beispiele sind die Dorfplätze in Aufhausen und Oberdorf, die neue Akzente auch in der Innenentwicklung geben sollen. Der Bürgermeister betont: „Unsere Ortschaften attraktiv und lebendig zu halten, muss uns ein wichtiges Anliegen sein.“

In der Innenstadt tut sich ebenfalls eine ganze Menge. Die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität wurden stark verbessert. Beispielhaft stehen hierfür das Rathaus und der neugestaltete Stadtgarten, der sich als Eventlocation bereits einen mehr als guten Namen gemacht hat. Und es ist kein Zufall, dass das neue Kinderhaus mitten in der Bopfinger Altstadt platziert wurde. Ziel ist es auch hier, das Wohnen in der Stadt interessant zu machen.

Unsere Ortschaften attraktiv und lebendig zu halten, muss uns ein wichtiges Anliegen sein.

Dr. Gunter Bühler, Bürgermeister

Kurze Wege für die Bürger

Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels besticht die Bopfinger Innenstadt durch kurze Wege und ein gutes Angebot in fast allen Versorgungsbereichen. Einige Leerstände konnten in der Bopfinger Innenstadt gefüllt werden.

So ist Bopfingen eine gut sortierte Einkaufsstadt, die durch die Fertigstellung des neuen Ipftreff ganz wesentliche neue Impulse erhalten wird. Mit dem Ipf-Express werden verschiedene Stadtteile und Teilorte an die Bopfinger Innenstadt mit einem modernen ÖPNV-Angebot angebunden. Hinzu kommt die stündliche überregionale Bahnanbindung Richtung München und Aalen.

Schwerpunkt Bildung

Besonderes Augenmerk legt die Stadt auf eine moderne Infrastruktur im Bereich der Bildung und der Kinderbetreuung.

Mit der Generalsanierung des Bildungszentrums entsteht gegenwärtig ein ganz neues Schulgebäude für Werkrealschule, Realschule und Gymnasium. Die Kindergärten bieten eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Betreuung an.

Fortsetzung auf Seite 21 »

© Schwäbische Post 17.08.2018 13:55
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