Mehr Effizienz im Personalmanagement

  • Homeoffice, Jobsharing sowie die flexible Einbindung von Freelancern in den Betrieb kann zur Win-win-Situation für beide Seiten werden | Bild: unsplash, Brooke Cagle
Employer Branding und der War for Talents sowie neue Arbeitszeitmodelle sind nur drei der aktuellen HR-Trends, mit denen sich Personaler konfrontiert sehen. Die Digitalisierung bringt weitere Herausforderungen für das Personalmanagement mit sich, wie etwa die EU-DSGVO. Doch wie können Personaler am Puls der Zeit bleiben?

Employer Branding: verwalten, vermarkten und verändern
Im HR-Bereich sind Führungsqualitäten gefragt. Nur was macht gutes Leadership überhaupt aus? In der Personalverwaltung und -entwicklung kommt es auf Menschen an, die ihre Angestellten begeistern und motivieren können. Visionäre. Trotzdem dürfen sie den Blick für die Zahlen, die Erfolge ausdrücken, nicht verlieren. Der Spagat von verändern und verwalten gelingt nicht immer, doch Wertschätzung und eine offene Kommunikation sind Voraussetzungen für ein Personalmanagement mit nachhaltigem Erfolg.

Wer seinen Angestellten statt von oben herab auf Augenhöhe begegnet, kann außerdem beim Thema Employer Branding punkten. Die Arbeitgebermarke gewinnt nicht zuletzt aufgrund von Bewertungsportalen für Unternehmen und Networking im digitalen Zeitalter immer mehr an Bedeutung. Wer in Zeiten von Fachkräftemangel die Schlacht um die jungen Talente gewinnen möchte, muss eine attraktive Arbeitgebermarke darstellen. Ein Gehalt, von dem man leben kann, ist noch kein Alleinstellungsmerkmal. Immer mehr Unternehmen setzen auf Benefits wie Essenszuschüsse sowie Team-Events. Der Fokus geht damit weg vom rein Monetären und hin zur Unternehmenskultur. Personaler begeben sich also auf die Suche nach einem Cultural Fit. Sie suchen jemanden, der zu den Unternehmenswerten passt und diese genauso lebt wie der Rest der Belegschaft.

Flexibel bleiben: Neue Arbeitszeitmodelle
Neben Zeitarbeit und Altersteilzeit etablieren sich weitere flexible Arbeitszeitmodelle in Unternehmen. Einzelne Tage im Homeoffice, Jobsharing sowie die flexible Einbindung von Freelancern in den Betrieb kann zur Win-win-Situation für beide Seiten werden. Immer mehr Unternehmen führen die 4-Tage-Woche ein. Wie Reuters berichtet, sind die Arbeitnehmer motivierter und gleichzeitig entspannter bei der Arbeit. Wer weniger arbeitet, schafft also mehr.

Doch was bedeutet das für das Personalmanagement? Wie behalten Personaler bei all den individuellen Arbeitszeitmodellen noch den Überblick über Fristen, Urlaubstage, Fehlzeiten - und all das DSGVO-konform? Personaler und Manager gestalten mit Zeitarbeitssoftware die HR-Abteilung effizienter und ebnen damit auch innovativen Arbeitszeitmodellen den Weg.

Mein rechter, rechter Platz ist leer: Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel zählt zu den größten Herausforderungen für das Personalmanagement. Branchen wie IT und Ingenieurwesen sind besonders stark betroffen. Durch frisches Recruiting allein können Unternehmen im War for Talents jedoch nicht gewinnen. Immer mehr Betriebe setzen daher auf gezielte Maßnahmen zur Personalentwicklung. Denn die passenden Talente sitzen häufig bereits im Unternehmen, allerdings an der falschen Stelle.

Personaler nehmen als Schnittstelle zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, das Potenzial von Angestellten zu erkennen und individuell zu fördern. Werden Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Aging Workforce zusammengedacht, ergeben sich mitunter überraschende Lösungen.

Bildquelle: unsplashBrooke Cagle

© Schwäbische Post 05.09.2019 11:01
302 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.