Mutig und innovativ in die Zukunft blicken

In Lauchheim lässt es sich gut leben und wohnen. Damit das so bleibt und auch Touristen weiterhin gerne kommen, sorgen Baumaßnahmen für mehr Wohnraum, neue kulturelle und sportliche Treffpunkte entstehen und die gute Infrastruktur hat auch weiterhin Bestand.
  • Lauchheim ist und bleibt für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Touristen, ein Ort zum Wohlfühlen. Foto: mj
  • Am Kalvarienberg wird bereits gebaut, sodass bald wieder mehr Wohnraum zur Verfügung steht. Foto: mj
  • Das Areal vom Gasthaus Bären wird zum Stiftungshaus für Vereine und Soziales umgebaut. Foto: mj

Lauchheim. Eine Institution in Lauchheim soll zu neuem Leben erweckt werden. Nach dem Tod von Bärenwirt Hermann Hackspacher soll das Bärenareal zu einem ‚Stiftungshaus für Vereine und Soziales‘ umgebaut werden. Dazu wird im Herbst eine gGmbH gegründet. Bei Bürgermeisterin Andrea Schnele laufen hierfür die Fäden zusammen, die Pläne sind zur Umsetzung bereit.

Stall wird zum Treffpunkt

Aus dem Stall soll ein Veranstaltungs- und Bewegungsraum entstehen. Die Schäden der historischen Kegelbahn wurden von angehenden Bautechnikern der Technischen Schule Aalen aufgenommen und Sanierungsvorschläge unterbreitet. Für den Abbruch der Scheuer läuft der Antrag. Hier soll der Ausschank für den Biergarten und Festplatz, zu welchem der Garten umfunktioniert wird, entstehen. Ein Förderverein Bären soll gegründet werden.

Der Sportverein hat bereits zugesagt sein Geschäftszimmer in den Bären zu verlegen, ebenso wie die Frauengruppe des Kleintierzuchtvereins und verschiedene Jugendgruppen.

Traditionelle Gastlichkeit

Das Kult-Gasthaus in Lauchheim, Thamasett, wurde mit großem Aufwand umgebaut. Ein Ort für gemütliche und gesellige Stunden ist mit dem neuen „Landgasthaus Thamasett“ entstanden. In der siebten Generation wird die Lauchheimer Traditionsgaststätte geführt. Dazu gehört nicht nur Bewirten, Sabrina Müller bietet ein volles Organisationsprogramm. „Man muss einfach Danke sagen für diesen Mut zur Investition“ sagt Bürgermeisterin Andrea Schnele.

Alamannenhalle weicht Neubau

Baulich geht es in Lauchheim ebenfalls zur Sache. Im März 2020 steht der Abriss der Alamannenhalle an. Dort entsteht eine zweifach Mehrzweckhalle. Hauptsächlich für schulische und sportliche Zwecke ist die Halle ausgerüstet, doch auch für kulturelle Veranstaltungen kann die Halle genutzt werden. Im Oktober 2021 soll Einweihung der neuen Halle erfolgen.

Man muss einfach Danke sagen für diesen Mut zur Investition.

Andrea Schnele, Bürgermeisterin

Der nebenanliegende Sportplatz wird derzeit neu gebaut. Ab August 2020 können die Kicker und Schulen ihn dann bespielen.

Kinder gut betreut

Die Deutschorden-Schule, eine Grund- und Realschule, hat im Herbst 2018 eine neue Rektorin erhalten. Gudrun Gehringer leitet die zweizügige Schule. Mit der über Lauchheim weit aufragenden Kapfenburg hat die Schule schon seit Langem eine Kooperation am Laufen.

Die Kinderbetreuung in Lauchheim läuft ebenfalls auf Hochtouren. Der Kindergarten in Hülen wurde auf zwei Gruppen erweitert, in Röttingen wurden sechs neue Kindergartenplätze geschaffen. „Die Kindergärten sind voll“, verkündet Andrea Schnele. Lediglich der Natur- und Waldkindergarten „7 Zwerge“ hat noch Potenzial.

Ein Wahrzeichen der Stadt ist die Kapfenburg. Weithin ist die Deutschordensburg sichtbar. Seit 20 Jahren ist dort die internationale Musikschulakademie zu Hause. „Die Zusammenarbeit ist sehr gut“, betont die Bürgermeisterin. Die vielen Konzerte und Festivals auf der Burg sorgen auch für eine große Bekanntheit der Region und kurbeln den Tourismus an.

Da die Kapfenburg auch über ein Trauzimmer verfügt, lassen sich dort viele trauen – nicht nur die Einheimischen, auch Paare aus weiterer Entfernung. Meistens wird dann auch gleich auf der Burg gefeiert und übernachtet.

Tourismus ankurbeln

Jeder der auf der Kapfenburg war, schwärmt davon.

Andrea Schnele, Bürgermeisterin

Deshalb hat sich Lauchheim dem Ferienland Donau-Ries angeschlossen. „Tourismus hört nicht an der Landesgrenze auf“, erklärt Schnele. Sie möchte die Urlauber auf die Region aufmerksam machen und erhofft sich mit der Mitgliedschaft eine bessere Anbindung an die Riesregion. „Jeder der auf der Kapfenburg war schwärmt davon“, erzählt die Stadtobere. Das soll sich auch im Marketing niederschlagen.

Bauplätze werden geschaffen

Derzeit entstehen in Lauchheim neue Bauplätze. „Am Kalvarienberg“ wird bereits gebaut. Insgesamt 62 Bauplätze stehen hier zur Verfügung. Acht Mehrfamilienhäuser und 54 Einfamilienhäuser sind hier geplant. „Elf Bauplätze haben wir noch“, sagt Andrea Schnele. Für Hülen und Röttingen muss dann mit dem neuen Ortschaftsrat geschaut werden. Die Bürgermeisterin will auch die Innenstadtentwicklung forcieren. Doch hier ist es derzeit noch schwierig, da alle Wohnungen vergeben sind.

Gute Infrastruktur

Die Einkaufsmöglichkeiten in Lauchheim bieten alles zum täglichen Bedarf. Bäcker, Metzger und einen Regionalmarkt sowie eine Apotheke. Auch die ärztliche Versorgung ist in Lauchheim gut aufgestellt. Jeden Dienstag und Freitag findet auf dem Marktplatz der Wochenmarkt statt, auch in Röttingen verkaufen Bäcker und Metzger ihre Waren. In Planung ist auch ein neues Feuerwehrhaus inklusive eines Verkaufsraums.

Industriebetriebe angesiedelt

Wirtschaftlich ist die Lauchheimer Industrie gut aufgestellt. Mit Kiener, Sumitomo, Schoch und Nord-Lock hat die Stadt einige interessante Firmen an Bord. Die Stadt geht mutig in die Zukunft und wird in den nächsten Jahren noch viel bewegen. mj

© Schwäbische Post 23.08.2019 08:46
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