Raffinierte Belichtung dank gestanzter Löcher

Innerhalb von drei Jahren – von der Vision bis zur Realisierung – ist für den TSV Dewangen eine Vision wahr geworden. Die Halle bietet viel Platz und neue Möglichkeiten für den Verein. Genutzt werden kann sie auch für verschiedene Sportarten, Kursprogramme und Trainingslager.
  • Die Kalthalle wirkt von außen wie eine Lagerhalle, doch im Innern bietet sie viele sportliche Möglichkeiten. Foto: Helmut Banschbach
  • Obwohl fensterlos, ist es dank der „durchlöcherten“ Blechwände taghell. Foto: Helmut Banschbach

Aalen-Dewangen. Eine Riesenhalle ohne Fenster. So mancher Vorübergehende hat sich schon gefragt welches Geheimnis sich hinter dem weißen Gebäude in der Rotfeldstraße zwischen Tennisheim und Wasserturm verbirgt. Es ist keine Firma, die geheime Produkte fertigt, sondern es handelt sich um Aalens erste Ganzjahres-Kaltsporthalle, die morgen um 18 Uhr feierlich eröffnet wird.

Damit wird ein Traum innerhalb von drei Jahren von der Vision bis zur Realisierung für den TSV Dewangen wahr, der mit seinen nunmehr 1200 Mitgliedern an die Grenzen seiner Möglichkeiten gestoßen ist.

Vorzüge als Ganzjahreshalle

Mit der Wellandhalle allein, ohne Kunstrasenplatz und Gymnastikhalle, ließ sich in der Gemeinde kein Ganzjahressport mehr betreiben. „Mit dem Projekt Kalthalle sah der TSV-Vorstand die Vorzüge dieser Einrichtung als Ganzjahreshalle, Nutzung für verschiedene Sportarten, für Kursprogramme und der Möglichkeit von Trainingslagern als gegeben an“, konstatiert Initiator und TSV-Vorsitzender Thomas Schnell.

Außerdem könnte jetzt eine Optimierung der Trainingszeiten für die Abteilungen Fußball, Ringen, Ski, Tischtennis, Turnen erfolgen sowie die Schaffung freier Kapazitäten in der Wellandhalle für neue Sportarten eingerichtet werden.

Nach dem Spatenstich im vergangenen Oktober konnte das 500.000 Euro-Projekt unter der Regie von Architekt Kai Bodamer aus Aalen angegangen werden.

Weil die Wellandsportler keine übliche Freilufthalle mit offenen Flächen wollten, sondern eine komplett geschlossene Halle, wurde ein neues, raffiniertes Verfahren von der Firma Gropper Hallen in Markt Rettenbach angewandt.

Große Dimension

Betritt man die Halle, ist man zuerst über die Größe der Dimension der Spielfläche von 45 mal 25 Metern, also insgesamt 1125 Quadratmeter, überrascht. Völlig perplex ist man dann allerdings, dass man wie aus einem Fenster den Himmel, die Sonne und die Wolken sehen kann.

Möglich machen dies tausende in die Trapez-Blechwand gestanzte, winzige Löchchen, sodass das Tageslicht einfallen kann. Von außerhalb der Halle ist dagegen keine Sicht durch die Blechwände möglich.

Hautfreundlicher Rasen

Für den Innenausbau des Sportbereichs mit einem gekräuselten, hautfreundlichen Kunstrasen sowie einer zwei Meter hohen Rund-um-Bande und einem darüber hängenden Netz zeichnete die Firma Polythan aus Burgheim verantwortlich.

Die Bauarbeiten verrichtete das Aalener Unternehmen Stegmaier. So steht die bis zu neun Meter hohe Halle auf 28 Fundamentträgern, die mit schweren Holz-Leimbindern verbunden wurden.

Für die Beleuchtung sorgte Elektro Jerg aus Aalen. Über die gesamt Dachfläche wurde eine Photovoltaikanlage verlegt, die an die Ellwanger Firma Walter vermietet wurde.

Morgen Eröffnung

Bei der Eröffnungsfeier am morgigen Freitag um 18 Uhr werden neben OB Thilo Rentschler, dem Sportkreisvorsitzenden Manfred Pawlita auch Vertreter der Kooperationspartner SVG Fachsenfeld und Union Wasseralfingen vertreten sein. Helmut Banschbach

© Schwäbische Post 03.07.2019 19:55
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