Sieger Köder und noch sehr viel mehr ...

Eingebettet in wunderschöner Natur liegt die Gemeinde Rosenberg. Weit über die Grenzen der Region sind die Kulturgüter bekannt und ein Besuchermagnet für viele Touristen. Hier lässt es sich angenehm leben – und deshalb sind auch die Bauplätze sehr gefragt.
  • Der sitzende Mönch vor dem Rosenberger Rathaus. Foto: AK
  • Die Pfarrkirche „Zur schmerzhaften Mutter“ in Rosenberg. Foto: AK
  • Großformatige farbintensive Bilder des Künstlerpfarrers Sieger Köder sind vor dem Sieger-Köder-Museum in Rosenberg aufgestellt. Foto: Achim Klemm

Rosenberg. Rosenberg ist eine Gemeinde von hoher Lebensqualität. Sie ist zwischen Ellwangen und Schwäbisch Hall gelegen. Landschaftlich, kulturell und als Erholungsort hat sie für die Bewohner und Gäste jede Menge zu bieten.

Die Gemeinde mit ihren 30 Teilorten und rund 2700 Einwohner, gehörte einst größtenteils zur Abtei Ellwangen, nach deren Umwandlung von 1460 bis 1802 zur Fürstpropstei Ellwangen. Bis 1938 war Rosenberg dem Oberamt Ellwangen angegliedert. Seit 1973 ist Rosenberg dem Ostalbkreis zugehörig.

Der Hauptort Rosenberg wurde erstmals 1344 im Gültbuch der Propstei Hohenberg erwähnt. Wegen des quarzhaltigen Sandes und dem Holzreichtum in dieser Gegend wurde nach Ende des Dreißigjährigen Krieges bis 1876 eine Glashütte betrieben. Die in den Jahren 1742 bis 1746 erbaute Pfarrkirche prägt das Erscheinungsbild in Rosenberg. Zu den weiteren besonderen Sehenswürdigkeiten zählt die romanische Jakobuskirche im Teilort Hohenberg, die heute eine bekannte Wallfahrtskirche ist.

Fremdenverkehr hat heute einen hohen Stellenwert

Rosenberg war einst durch seine Landwirtschaft stark geprägt. Als Fremdenverkehrsgemeinde hat Rosenberg einen hohen Stellenwert. Die Landschaft ist gekennzeichnet durch riesige Waldflächen und eine ausgedehnte Seenlandschaft, die zur Erholung einlädt. Über 60 Prozent der Gemarkungsfläche sind Wälder.

Rosenberg ist auch kulturell sehr bedeutsam, unter anderem als Geburtsort des schwäbischen Malerpoeten Karl Stirner. Aber insbesondere die Werke des Künstlerpfarrers Sieger Köder, der 20 Jahre lang Pfarrer in Rosenberg gewesen ist, locken heute viele Kunstinteressierte in die Ostalbgemeinde. Das Sieger-Köder-Zentrum, direkt neben dem Rathaus an der Hauptstraße, ist Pilgerstätte für zahlreiche Kulturbegeisterte geworden, die extra deshalb aus ganz Deutschland nach Rosenberg reisen. Der eingangs erwähnten Jakobuskirche auf dem Hohenberg, hat Sieger Köder ihr ursprünglich romanisches Inneres zurückgegeben, indem er sie mit zahlreichen Bildfenstern versah. In der Pfarrkirche in Rosenberg steht außerdem ein wundervoll gestalteter Flügelaltar von Sieger Köder. Viele Vereine tragen zum aktiven Gemeindeleben bei.

90 Kilometer markierte, ebene Wanderwege

Erholungssuchende und Sportbegeisterte kommen in Rosenberg voll auf ihre Kosten. Insgesamt 90 Kilometer markierte, ebene Wanderwege laden zu Wanderungen, Spaziergängen und zum Radfahren ein. An den Seen der Gemeinde gibt es Möglichkeiten zum Baden, Angeln und Bootfahren. Der beliebte fränkisch-schwäbische Jakobusweg führt durch die Gemeinde auf den Hohenberg und weiter nach Ulm.

Ein Trimmpfad, ein Barfußpfad, ein Waldlehrpfad und ein Wassertretbecken stehen in der Gemeinde ebenfalls zur Verfügung. Auch für Pferdeliebhaber, Tennisbegeisterte und Skifreunde ist etwas geboten. Der Rosengarten am Rathaus ist außerdem ein echter Blickfang.

Gefragte Bauplätze und Breitbandausbau

Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider sieht seine Gemeinde gut aufgestellt: „Wir müssen uns nicht vor anderen Gemeinden verstecken. Wir bieten schöne Wohnplätze in Rosenberg. Die Erschließung des Baugebietes „Rosenberg-West IV“ mit rund 30 Bauplätzen ist abgeschlossen. Hier gibt es eine große Nachfrage. Das Baugebiet wird aber wahrscheinlich nicht lange vorhalten und man muss sich dann Gedanken machen, wie es baulich weitergeht.“

Auch mit dem Breitbandausbau, der ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinde Rosenberg ist, kam man schon weit voran. Nach „Rosenberg-Süd“ soll bis spätestens Ende des Jahres der nördliche Breitbandausbau in Betrieb gehen.

„Dicke Bretter“ müssen noch gebohrt werden, was die Ansiedlung eines Arztes und Supermarktes anbelangt, so Schneider.

Der Ausbau des Radweges von Hohenberg zum Lindenkeller bleibt ein Dauerthema in der Gemeinde. Auch in Bezug auf Gaststätten in der Gemeinde gebe es noch Bedarf.

Ein besonderes Lob hat Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider für die rund 30 Vereine und Vereinigungen, die es in der Gemeinde gibt: „Hier setzt sich der eine für den anderen ein, das ehrenamtliche Engagement ist groß und der gute Zusammenhalt fördert die Gemeinschaft.“ AK

© Schwäbische Post 03.09.2019 15:05
312 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.