„Und dieses Jahr ist doch alles ganz anders“

Der Sommerschlussverkauf in Aalen ist eine langjährige Erfolgsgeschichte. Doch wie so vieles im Pandemie-Jahr 2020 ist auch bei dieser Aktion des Aalener Handels nicht wie in den Jahren zuvor. Gut für die Kunden: Die Auswahl hochwertiger Ware ist größer denn je.
  • Deutliche Nachlässe auf Bettwäsche und weitere Artikel des ausgesuchten Sortiments gibt es bei GD Krauss. Foto: je
  • Entspannt in den Sommerschlussverkauf: Durch die Verkaufseinbrüche durch die Corona-Pandemie kommt dieses Jahr weit mehr hochwertige Ware aus den Frühjahrs- und Sommerkollektionen in den Abverkauf zur Räumung der Lager. Fotos: je
  • Muss man gesehen haben: „Aalen City blüht“. Foto: opo

Aalen. Am kommenden Montag startet in Aalen wieder etwas, was es eigentlich gar nicht mehr gibt – der Sommerschlussverkauf. Bis zum 8. August kann man in vielen Fachgeschäften in der Aalener Innenstadt wieder auf Schnäppchenmarkt gehen. Rechtzeitig zur Urlaubs- und Ferienzeit.

„Der SSV ist ein spannendes Thema und sehr wichtig für den Handel. Und dieses Jahr ist doch alles ganz anders“, sagt Citymanager Reinhard Skusa. „Aufgrund der Ladenschließungen im Frühjahr gibt es noch mehr hochwertige Ware als sonst üblich, die günstiger angeboten wird“, ergänzt er.

In der Aalener Fußgängerzone könne man derzeit einkaufen wie im Urlaub, mit vielen Verkaufsständern vor den Läden, man könne bei dem derzeitigen Wetter bummeln und die Angebote der Gastronomie nützen. „Viele Menschen werden nicht in den Urlaub gehen, da können sie entspannt die Angebote in der City ausnutzen“, freut sich Skusa und verweist auch auf die Aktion „Aalen City blüht“. Wie immer kann man bereits heute, Samstag, Schnäppchen jagen.

Deutlich reduzierte Ware

Wir räumen die Lager mit Sommermode, aber auch noch mit Frühjahrsmode, die noch da ist.

Florian Friedel, Geschäftsführer Herrenmode Saturn

Florian Friedel, Geschäftsführer von Herrenmode Saturn, bestätigt, dass die teilnehmenden Geschäfte an diesem in Aalen traditionellen Termin Markenware von bekannten Herstellern deutlich günstiger anbieten. „Bei uns ist jedes Teil um 20 Prozent ermäßigt, vieles noch deutlich mehr“, sagt er. „Wir räumen die Lager mit Sommermode, aber auch noch mit Frühjahrsmode, die noch da ist.“

Ins gleiche Horn stößt Alfred Krauß, Inhaber des gleichnamigen Bettenhauses. Der SSV sei für den Einzelhandel eine wichtige Zeit, das Bummeln lohne sich für die Kunden aufgrund der Angebote. Auch im Bettenhaus gebe es deutliche Nachlässe auf die Preise von Bettwäsche, Wäsche und vieles aus dem Sortiment. Beide beschreiben, dass sich die Kunden an Masken gewöhnt hätten und die Verkaufszahlen in den vergangenen Wochen wieder deutlich gestiegen seien. Gut angenommen werden besonders die Verkaufsständer vor den Läden. „Wir sind zuversichtlich, dass es so weiter geht“, sagt Friedel. Aber Vorsicht sei noch geboten, „eine 2. Schließung wäre für den Handel fatal“, betont Krauß. „Zurück zur Normalität“ sei das Motto des ACA, aber auch im SSV gelten die bestehenden Abstands- und Hygieneregeln.

Skusa hat eine Initiative des ACA zusammen mit der IHK Ostwürttemberg angekündigt, in der bei der Landesregierung ein Maskengebot statt einer Maskenpflicht gefordert wird. Sie möchten alle IHKs des Landes dazu bewegen, sich ebenfalls entsprechend an die Regierung zu wenden. In Fachgeschäften wie beispielsweise Modehäuser oder Bettenhäuser, wo Abstand gehalten werden kann, soll nach ihrem Wunsch die Maskenpflicht entfallen und zur Freiwilligkeit übergegangen werden. je

© Schwäbische Post 24.07.2020 16:39
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