Die Kirche bleibt im Dorf und auf dem Weg

AKTUELLES ZUR REMSTAL GARTENSCHAU
  • Gemeinsame Andacht unter freiem Himmel im Remstal. Foto: Ev. Kirchengemeinde Ruppertshofen
  • Die Kirchen bieten geführte Pilgertouren durchs Remstal an. Foto: Ruth Wagner-Jung

Seit Mitte Mai ist ein ganzes Tal in Bewegung geraten: Menschen machen sich auf zu schwimmenden Gärten und Konzerten, Pilger ziehen durch Weinberge, Motorradfahrer starteten von einem Motorradgottesdienst in Urbach in den Schwäbischen Wald. Daran sind nicht nur, aber auch die Kirchen „schuld“: Seit rund zwei Jahren bereitet eine kirchliche Steuerungsgruppe unter der Leitung der evangelischen Pfarrerin Silke Stürmer so manches interkommunale Projekt vor.

Pilgern im Remstal

Eines davon heißt „Unterwegs in unendlichen Gärten – Pilgern im Remstal“, ein Pilgerangebot, an sieben Sonntagen in sieben Etappen von rund 14 Kilometern einmal das Remstal von Essingen bis Remseck zu durchwandern. Pilgerführer führen die rund 50 bis 60 Personen großen Gruppen an, erläutern kunsthistorisch Interessantes, geben spirituelle Impulse oder fordern zwischendurch zum Schweigen auf. Pilgern ist ja immer auch ein Weg zu sich selbst.

Nacht der offenen Kirchen

Die Steuerungsgruppe, in der alle evangelischen und katholischen Dekanate des Remstals vertreten sind, hat vor allem ein großes Projekt vorangetrieben: Die Nacht der offenen Kirchen – kurz „NOK“. Ein interkommunales Ereignis am 5. Oktober, bei dem um 20.19 Uhr die Kirchenglocken aller Kirchen läuten und das Motto der Kirchen „unendlich glauben“ an die Kirchtürme projiziert werden wird.

Sind die Glocken dann still, geht es in den Kirchen bunt zu: Kirchenkinos und Konzerte, eine „Silent Disco“, Pizza und Tänze, Lieder, Gebete und eine Cocktail-Lounge. Daneben gibt es hunderte von Angeboten in den Kirchen vor Ort. Da bleibt dann die Kirche im Dorf, oder man baut eine neue Kirche wie die äthiopische Rundkirche in Großheppach.

Neben den wöchentlichen regelmäßigen Angeboten werden darin auch „Großevents“ gefeiert wie das EJW-Weltdienst-Fest am 29. September mit einem „Bring & Share-Buffet“ um 12.30 Uhr, zum dem jeder beitragen kann, was er mag. Kirche und Remstal – das ist eine über tausend Jahre alte Geschichte und sie geht auf der Remstal Gartenschau weiter.

© Schwäbische Post 26.08.2019 14:18
334 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.