Favoriten und Underdogs der Handball EM 2018v

Die 13. Handball Europameisterschaft findet vom 12. bis 28. Januar in Kroatien statt. Dort spielen an den vier Austragungsorten Split, Zagreb, Varazdin und Porec aktuell die 16 besten Mannschaften Europas um den Titel. Nachdem die letzten Gruppenspiele am vorigen Mittwoch ausgetragen wurden, stehen nun die Gruppierungen für die Hauptrunde fest.

Doch welche Teams gingen überhaupt ins Rennen? Wer ist noch dabei? Und wer sind die heißen Favoriten auf den Meistertitel? Das alles erfahren Sie im folgenden Überblick.

Vorrunde Gruppen
Gruppe A: Kroatien, Schweden, Serbien, Island
Gruppe B: Frankreich, Weißrussland, Norwegen, Österreich
Gruppe C: Deutschland, Mazedonien, Montenegro, Slowenien
Gruppe D: Spanien, Dänemark, Tschechien, Ungarn

Nach der Vorrunde zogen die drei besten Mannschaften jeder Gruppe in die Hauptrunde ein. Bereits ausgeschieden sind Island, Österreich, Montenegro und Ungarn. Die verbliebenen Teams kämpfen nun in der Hauptrunde in zwei Gruppen mit je sechs Mannschaften um den Einzug in die Finals.

Favoriten

Als amtierender Europameister gilt Deutschland als einer der Mitfavoriten um den Titel. Das Team um Bundestrainer Christian Prokop hat bereits in den Vorrundenspielen gezeigt, dass es sich vor allem durch einen ein starken Willen, Zusammenhalt und großen Kampfgeist auszeichnet. Für eine realistische Chance auf den Pokal müssen die Bad Boys aber noch ihre Konsequenz in der Abwehr und die Durchsetzungskraft im Angriff steigern.
Seit Jahren das Maß aller Dinge ist im Handball der aktuelle Weltmeister Frankreich. Neben erfahrenen Superstars wie Welthandballer Nikola Karabatic können auch junge Profis der Mannschaft überzeugen - eine vielversprechende Mischung.
Wie bei fast jedem Turnier zählt auch Dänemark bei der Handball EM 2018 wieder zum Favoritenkreis. Obwohl sie mit einem Ausscheiden im Achtelfinale dieser Rolle bei der WM im letzten Jahr nicht gerecht werden konnten, ist mit dem Olympiasieger immer zu rechnen.
Die Kroaten haben als Gastgeber einen großen Traum: Der Europameistertitel im eigenen Land.
Und der ist gar nicht so unrealistisch. Dreh- und Angelpunkt des Teams ist Starspieler Domagoj Duvnjak, der nach einer gerade überstandenen Verletzungspause wieder fit ist. Neben ihm spielt vor allem Champoins-League-Siger Luka Cindric, die Nachwuchshoffnung Kroatiens, eine gewichtige Rolle. Der größte Vorteil bleibt für die kroatische Mannschaft aber der Heimvorteil.

Geheimfavoriten

Auch den Teams aus Spanien und Norwegen wird eine mögliche Chance auf den Titel zugerechnet. Spaniens Kader aus hauptsächlich erfahrenen Handballstars hat jedoch ein hohes Durchschnittsalter und junge Spitzenkräfte sind Mangelware. Ob die Spanier kräftemäßig mit den jüngeren Mannschaften mithalten können, bleibt also abzuwarten.
Norwegen hingegen ist der Shooting Star der letzten Jahre. Während das Team um Trainer Christian Berge vor 2016 nichts mit den vorderen Tabellenplätzen zu tun hatte, gelang ihnen ein vierter Platz bei der EM 2016 und im letzten Jahr sogar der Gewinn des Vize-Weltmeistertitels. Das ist eine Ansage und Handballfans aus aller Welt blicken gespannt auf die norwegischen Leistungsträger Sander Sagosen, Kristian Björnsen und Bjarte Myrhol. Wie diese mit dem neu erlangten Ruhm umgehen können, wird sich im weiteren Turnierverlauf zeigen.

Underdogs

Eine richtige Sensation könnte den Schweden gelingen. Europas Rekordchampion hat seine glorreichen Zeiten lange hinter sich und über die letzten Jahre konnten keine Titelambitionen vermeldet werden. Nun hat das Team um Niclas Ekberg vom THW Kiel aber einen Umbruch hinter sich. Mit dem jüngsten Kader des Turniers gelang Schweden im letzten Jahr der Einzug ins WM-Viertelfinale und auch bei dieser EM sind die Schweden bestimmt für eine Überraschung gut.
Auch die Slowenen, die im Spiel gegen Deutschland bereits mit einer starken
Leistung überzeugen konnten, sollte man im Hinblick auf den Titel nicht außer Acht lassen. Mit Starspieler Jure Dolenec, der über Rechtsaußen eine Bank ist sowie dem hochgelobten Nachwuchstalent Blaz Janc hat das Team von Trainer Veselin Vujovic internationale Klasse aufzubieten. Mit dem dritten Platz bei der WM 2017 hat Slowenien ein Ausrufezeichen gesetzt und auch ihr bisheriger Turnierauftritt lässt die Hoffnung auf die Finals wachsen.
Die Handball EM 2018 - Es bleibt weiterhin spannend.

Foto: https://pixabay.com/de/sport-handball-partei-ballon-2102975/

© Schwäbische Post 23.01.2018 13:59
1068 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.