Anzeige

Laufen für den guten Zweck: Spende an Aufwind e.V.

Pro Ostalb Homerun-Teilnehmer geht ein Euro direkt an den Verein Aufwind e.V.
  • Derzeit leider geschlossen: Der Schulunterricht im Aufwindhof.Fotos: Aufwind e.V./privat

Der Verein Aufwind e.V. begleitet als freier Träger Jugendliche und Familien im Ostalbkreis. Auch Aufwind hat es in dieser Zeit nicht einfach. Die Betreuung von Familien und Jugendlichen nimmt zu, gleichzeitig gehen die Spenden zurück. Bodo Wiedenhöfer, der Geschäftsführer von Aufwind, gibt Auskunft.

Mit welchen Problemen hat Aufwind in der Coronazeit zu kämpfen?

Auf der einen Seite haben wir Bereiche mit einem erhöhten Personalbedarf. Im Bereich Kindergarten haben wir quasi über Nacht die Notbetreuung für „systemrelevante Eltern“ organisiert. In unserer Wohngruppe Kompass betreuen wir sieben Kinder rund um die Uhr in einem kleinen Haus. Hier war und ist es eine große Herausforderung, die Kinder zu begleiten und zu unterstützen, ohne dass jemandem „die Decke auf den Kopf fällt“.
Im Bereich ambulante Jugendhilfe betreuen wir die Kinder und deren Familien in den meisten Fällen nach wie vor weiter. Diese nicht zu betreuen ist keine Option! Unser größtes Sorgenkind ist aktuell unser Aufwindhof. Da wir derzeit keine Schulklassen und externen Gruppen betreuen können, fehlen uns hier Einnahmequellen.

Spüren Sie Spendenrückgänge?

Leider sind die Geldspenden erheblich zurückgegangen. Aber dafür haben wir sehr viel anderweitige Unterstützung erhalten, für die wir uns sehr herzlich bedanken möchten. So wurden wir z.B. bei der Herstellung von Gesichtsmasken durch fleißige Helfer unterstützt. Auch erhielten wir viele Stoffspenden, um die Masken herstellen zu können. In der Zeit, als die Tafelläden geschlossen hatten, konnten wir viele Familien unterstützen, da wir Lebensmittelspender gewinnen konnten.

Was macht Ihnen in diesem Zusammenhang am meisten Sorge?

Durch die Schließungen der Kitas und Schulen stehen viele Familien vor großen Herausforderungen. Es gibt Familien, die z.B. keinen Garten haben und in sehr engen und schwierigen Verhältnissen wohnen. Auch ist es nicht jeder Familie möglich, die Kinder beim „Homeschooling“ zu unterstützen.
Wir hoffen, dass es allen Kindern und Familien, die wir aktuell nicht erreichen, gut geht und freuen uns, wenn bald Kita- und Schulbesuche möglich sind, ohne die Ansteckungsgefahr massiv zu erhöhen.

© Schwäbische Post 12.05.2020 15:35
4845 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy