Das Kloster ins rechte Licht gerückt

Aktion Der Freundeskreis präsentiert die „Lichternacht“ im Kloster Lorch - historisches Gemäuer zeigt sich illuminiert, für Besucher gibt’s viel Musik.
  • Das Kloster Lorch ist bei Nacht sets ein besonderer Anblick, an diesem Freitag sorgt der freundeskreis bei der Lichternacht für spezielle Illumination und Musik. Foto: arc/Tom

Lorch

Das 917 Jahre alte Kloster Lorch leuchtet und klingt. „Lichternacht“ nennt der Freundeskreis Kloster Lorch zurückhaltend die Veranstaltung an diesem Freitag, 12. Juli. Die Idee ist für eine abendliches Licht- und Ton-Veranstaltung ist nicht ganz neu – in diesem Jahr aber aus Anlass der Remstal-Gartenschau um etliche Elemente erweitert. So wird nicht nur die Fassade der Klosterkirche bunt illuminiert sein, versprechen die Veranstalter. Auch andere Teile der einstigen Staufergrablege werden beleuchtet, um ihre tagsüber leicht zu übersehenden Besonderheiten ins Licht zu rücken. Im eigentlichen Sinn der Worte „in neuem Licht“ erscheint auch der Kreuzgang.

Mittelalterliche Instrumente

Musik gibt es während der „Lichternacht“ ebenfalls – und zwar im Eingangsbereich des Klosters von des „Geyers Schwarzem Haufen“, einer Drei-Mann-Formation, die sich gerne als „Mittelalterband“ bezeichnet. Albrecht Schmidt-Reinthaler ist „Spielmann Albrecht“, Andreas Berg spielt nach mittelalterlichen Vorbildern nachgebaute Blasinstrumente, das Cembalo, und die Percussionsinstrumente. Bernd Settgast ist „der Saitengreifer“ und spielt die entsprechenden Instrumente. Ihren Namen „Geyers Schwarzem Haufen“ leitet die Gruppe von einem Odenwälder Bauernheer ab, das 1525 unter der Leitung des Edelmannes Florian Geyer im Bauernkrieg kämpfte.

Zum Mitsingen und Tanzen spielt die Rockpop-Cover-Band „Hairloosers“ in der Mitte des Klosterareals auf. „Abtanzen, Mitsingen und Träumen“ umschreibt die Gruppe mit Thomas Hauser, Hans-Joachim Hauser, Klaus Senger und Marc Aschmann ihr Repertoire. Darin sind die Beatles ebenso vertreten wie Elvis Presley, Eric Clapton, die Spider-Murphy-Gang, die Spencer Davis Group oder Status Quo. Ihren Namen leitet die Gruppe von der verlorenen Frisur der ersten Mitglieder ab.

Lyrischer und poetischer klingt es in der Klosterkirche. Dreimal während des Abends wird dort die Singer-Songwriterin Claudia Pohel zu erleben sein – am späteren Abend in der von Kerzen erleuchteten Kirche. Zu ihren Liedern spielt Pohel die Gitarre und die Harfe. Vielseitig und „vielsaitig“ beeindruckt die aus Wiesensteig stammende und heute am Bodensee lebende Künstlerin. Zu Lichtern und Liedern kommt Verpflegung aus dem Food-Trailer, der im Klosterareal steht, und aus den geheimnisvollen Quellen der weiblichen Mitglieder des Freundeskreis Kloster Lorch.

Die Lichternacht im Kloster Lorch an diesem Freitag, 12. Juli, beginnt um 18 Uhr und endet gegen Mitternacht. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet 5 Euro.

© Schwäbische Post 11.07.2019 19:31
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