Mitreißendes Volksfest der Superlative

Die 207. Ipfmesse Das Warten hat ein Ende: Vom 6. bis 10. Juli wird in Bopfingen das Fest der Feste gefeiert. Das große Volksfest der Region bietet ein grandioses Programm.
  • Die Ipfmesse, eines der größten und traditionellsten Volksfeste in Deutschland, muss man einfach erlebt haben. Und seit vielen Jahren gehört eine Runde auf dem großen Kettenkarussell einfach dazu. Foto: arc/jps

Endlich ist es wieder soweit: Am Freitag wird zum 207. Mal die Ipfmesse in Bopfingen eröffnet. Die Ipfmesse ist legendär und für fast alle Bopfinger – und nicht nur für sie – ohnehin das Größte. Nicht umsonst wird hier das Jahr in ein vor und nach der Mess’ eingeteilt.

Ganz unbescheiden darf man sagen: Die Ipfmesse ist eines der bedeutendsten Volksfeste in Deutschland. Jedes Jahr strömen über 250.000 Besucher Anfang Juli auf das Festgelände am Fuße des Ipfs, dem Bopfinger Hausberg.

Eine Bitte stand am Anfang

Vom Jahre 1241 an bis ins Jahr 1806 behauptete Bopfingen seine Selbstständigkeit als Freie Reichsstadt. Schon in dieser Epoche wurden auf und unter dem Ipf Märkte abgehalten. Doch erst als die Stadt dem Königreich Württemberg zugeschlagen wurde, ist der Grundstein für die anhaltende Erfolgsgeschichte der Ipfmesse gelegt worden.

Es war am 10. Juli 1811, als König Friedrich I. von Württemberg der Stadt Bopfingen mit seinem Besuch die Ehre erwies. An diesem Tag soll der König auch den Ipf bestiegen haben, auf dem – so wird vermutet – an diesem Tag ein Markt stattgefunden haben soll. Rund ein Jahr später richtete der Stadtmagistrat ein Bittgesuch an den König. Die Bopfinger baten ihren Landesherrn, alljährlich ein Volksfest mit einem Markt auf dem Ipf abhalten zu dürfen. Offizielle Begründung war, dies zu Ehren des Königs zu tun. Wobei man aber schon vermuten darf, dass die Bopfinger handfeste wirtschaftliche Gründe hatten – und so ein Fest macht ja einfach auch Spaß.

Bier- und Weingärten

Für die heimische Wirtschaft ist die Ipfmesse ein wichtiger Faktor geblieben. Sie ist nicht nur eines der größten Volksfeste. Mit der enormen Bandbreite an Ausstellern auf dem gesamten Messegelände ist sie auch eine der größten Leistungsschauen in Baden-Württemberg.

Die Ipfmesse, das ist nicht nur eine große Leistungsschau, zentrale Landwirtschaftsmesse Ostwürttembergs und ein gigantischer Vergnügungspark. Klar ist: Der Spaß kommt hier nicht zu kurz. Das große Festzelt bietet täglich ein buntes Programm. Aber die Ipfmesse ist auch das Fest der Bier- und Weingärten, die über das Festgelände verteilt sind.

Lebhafte Fankultur

Rund um die Messe hat sich eine lebhafte Fankultur entwickelt. Dem wird Rechnung getragen und die altehrwürdige Institution den neuen Zeiten angepasst. So startet die Ipfmess-Zeit seit einigen Jahren mit der Countdownparty, die bereits am Donnerstag vor der offiziellen Eröffnung das große Festzelt zum Beben bringt.

Ipfmess-Programm ab Freitag

Traditioneller Start der Ipfmesse ist am Freitag, 6. Juli, 17 Uhr, mit der Eröffnung Ipfmess-Ausstellung im Ausstellungszelt des Gewerbe- und Handelsvereins. Es folgt dann um 18.30 Uhr die feierliche Eröffnung im Festzelt „Zum Senz“ mit Bieranstich und dem Fahneneinmarsch.

Ab 19.30 Uhr steigt die Party mit den „ViP’S“ im Festzelt. Und zum krönenden Abschluss des ersten Ipfmesstags wird um 23 Uhr das Eröffnungs-Brillant-Feuerwerk gezündet.

Am Samstag, 7. Juli, wird um 10 Uhr mit einem Preisschafkopfturnier im Festzelt gestartet. Einer der Höhepunkte beginnt dann um 13.45 Uhr mit dem Standkonzert auf dem Marktplatz, dem sich ab 14 Uhr der große Festumzug anschließt. Für Stimmung im Festzelt sorgen dann ab 15 Uhr die Stadtkapelle Bopfingen und ab 19.30 Uhr die „Lederrebellen“.

Wie in jedem Jahr beginnt der Sonntag, 8. Juli, mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt „Zum Senz“, der von Pfarrerin Anne Stiegele und Pfarrer Hubert Klimek zelebriert wird. Dem besinnlichen Teil schließt sich ein gemütlicher Frühschoppen mit der Stadtkapelle Bopfingen an.

© Schwäbische Post 28.06.2018 17:03
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