Neue Ausbildung an den Kliniken Ostalb

Ab Herbst bieten die drei Kliniken Ostalb das Berufsbild des MTRA (Medizinisch-technischer Radiologie-Assistent) an. Der Berufsweg bietet gute Aufstiegschancen.
  • Das Berufsbild des MTRA ist abwechslungsreich und vielseitig. Dieser Ausbildungsgang wird ab September angeboten. Foto: Kliniken

Die Kliniken Ostalb bieten ab Herbst diesen Jahres die Ausbildung „MTRA“ (Medizinisch-technische/r Radiologie-Assistent/in) an ihren drei Standorten an. Alexander Latzko, Leiter des Zentralen Personalmanagements der Kliniken Ostalb, beschreibt die neue Ausbildungsmöglichkeit, die für die Röntgenabteilung im Krankenhaus vorgesehen ist.

Auf Basis einer Kooperation der Kliniken Ostalb mit der MTA-Schule Ulm-Wiblingen (Ausbildungsakademie der Universitätsklinik Ulm) wird in der MTRA-Ausbildung die Theorie- in Ulm (Blockunterricht) mit der Praxis vor Ort im Krankenhaus verknüpft werden. „Unsere Ausbildungskooperation mit der Uni Ulm hat für interessierte Auszubildende etliche Vorteile“, so Latzko weiter. „Die hier in der Region ansässigen Schulabgänger können sich direkt bei uns in der Klinik für die Ausbildung bewerben. Mit unseren drei Standorten Ostalb-Klinikum Aalen, Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd/Mutlangen und St. Anna-Virngrundklinik Ellwangen können wir die praktischen Einsätze im ganzen Gebiet des Ostalbkreises abdecken.“ Die Ausbildung kommt für alle Schulabgänger mit Realschulabschluss in Betracht, aber auch für Medizinische Fachangestellte und Arzthelfer/innen, die sich durch die MTRA-Ausbildung im Röntgenbereich weiter qualifizieren möchten.

Darüber hinaus erhalten die MTRA-Auszubildenden von den Kliniken Ostalb ein attraktives Ausbildungsgehalt (1. Jahr: 1041 Euro, 2. Jahr: 1102 Euro, 3. Jahr 1203 Euro), das sich am Entgelt der Pflegeausbildung orientiert. „Dies ist nicht selbstverständlich, da im Allgemeinen und im Tarifgefüge eigentlich keine Ausbildungsvergütung für die MTRA-Azubis vorgesehen wäre“, erklärt Latzko.

Abwechslungsreiches Berufsbild

Unsere Ausbildungskooperation mit der Uni Ulm hat für Auszubildende etliche Vorteile.

Alexander Latzko,
Leiter Personalmanagement

Der Berufsalltag eines MTRA ist sehr abwechslungsreich und geprägt von vielseitigen und anspruchsvollen Aufgaben. So gehören das Anfertigen von Röntgenaufnahmen, die Durchführung von CT- und Kernspinuntersuchungen und die Bestrahlung am Linearbeschleuniger ebenso zum Tätigkeitsprofil wie die Zubereitung von Radiopharmaka, Mitwirkung bei Kontrastmitteluntersuchungen und Qualitätskontrolle der Anlagen. Immer jedoch steht der Mensch als Patient im Mittelpunkt. Sei es bei regulären stationären und ambulanten Untersuchungen, oder auch bei akuten Einsätzen in der Notaufnahme und im Schockraum. Daher sind Einfühlungsvermögen und Freude am Umgang mit Menschen genauso wichtige Voraussetzungen wie das Interesse an Naturwissenschaften und sicheres Arbeiten an technischen Geräten und in der EDV.

Nach der Ausbildung gibt es weitere Aufstiegsmöglichkeiten, zum Beispiel zum leitenden MTRA, zur Lehrkraft an einer MTA-Schule oder in nur drei Semestern zum Bachelor-Abschluss für Medizintechnische Wissenschaften.

„Wer sich noch in der Orientierungsphase für eine Ausbildung befindet, kann sich gerne im Rahmen eines Schnupperpraktikums in unserer Röntgenabteilung ein Bild vom Arbeitsumfeld und den Tätigkeiten machen. Auch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bieten wir gerne an“, lädt der Personalleiter alle Unentschlossenen ein, „Für den Ausbildungsstart im September 2018 nehmen wir ab sofort bis 30. April Bewerbungen an.“ pm/je

© Schwäbische Post 21.02.2018 10:48
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