ATTRAKTION 7. GMÜNDER SEIFENKISTENRENNEN

Tollkühne Piloten in ihren rasenden Kisten

Rennen in insgesamt sieben Wertungsklassen sind zu sehen.
  • Erlaubt ist, was gefällt... Der Phantasie sind beim Bau der Fahrzeuge keine Grenzen gesetzt. Fotos: arc/Laible
  • Etwa 80 Teilnehmer sind für die verschiedenen Klassen gemeldet, das verspricht spannende Läufe.
  • Erlaubt ist, was gefällt... Der Phantasie sind beim Bau der Fahrzeuge keine Grenzen gesetzt. Fotos: arc/Laible
  • Etwa 80 Teilnehmer sind für die verschiedenen Klassen gemeldet, das verspricht spannende Läufe.
Tollkühne Piloten stürzen sich in rasender Geschwindigkeit in ihren Seifenkisten den Straßdorfer Berg hinunter. Am kommenden Samstag und Sonntag findet das 7. Gmünder Seifenkistenrennen statt.Seit 2004 begeistert das Seifenkistenrennen alle zwei Jahre die Besucher – ein ideales Ausflugs-ziel für Groß und Klein.
Die ausrichtenden Vereine sind der Liederkranz Straßdorf, der Bogensportclub, die Feuerwehr aus Straßdorf sowie das THW Schwäbisch Gmünd. In sieben Cups gehen die Fahrer an den Start, wobei das Reglement für alle Klassen dasselbe ist. So muss der Fahrer eine sitzende oder liegende Position einnehmen. Kopf voraus liegend ist nicht erlaubt. Es besteht eine Helmpflicht und die Fahrer müssen geeignete Schutzkleidung tragen.
Erlaubt ist was gefällt, die Fahrzeuge dürfen offen oder geschlossen gebaut werden. Gelenkt werden die tollen Kisten mit einer Seilzuglenkung, die auf der Vorderachse angebracht ist. Gebremst wird mit einer Stempelbremse, alternativ besteht die Möglichkeit, mit Klötzen auf den Lauffläche der Hinterräder zu bremsen.

80 Teilnehmer sind dabei
Lediglich beim Profi- und beim Fantasiecup sind Abweichungen bei der Lenkung und der Bremsanlage gestattet. 80 Teilnehmer haben sich zu dem rasanten Spektakel angemeldet, allein 20 Personen wollen im Promi-Cup, der außerhalb der regulären Wertung gefahren wird, mitfahren. Sechs Monate Vorbereitungszeit liegt hinter den Verantwortlichen. Albert Scherrenbacher, untersteht die Gesamtleitung. Willi Tscherbakov ist zuständig für die Gesamtplanung. Helmut Pauser unterliegt die technische Leitung. Peter Jauch ist Sicherheitsbeauftragter und Wolfgang Bieser sorgt in altbekannter Manier für gute Laune und Moderation. 1200 Strohballen werden die 650 Meter lange Strecke vom Straßdorfer Berg hinunter bis zum Zieleinlauf unterhalb der Stuifenstraße säumen und für Sicherheit sorgen, dazu kommen noch 150 Schutzgitter. Den reibungslosen Ablauf der einzelnen Läufe gewährleisten 60 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Straßdorf und des Gmünder THW.

Sieben Rennklassen
Gefahren wird in sieben Rennklassen, der Junior-Cup für Schüler, der Youngster-Cup, der City-Master-Cup und die offene Stadtmeisterschaft. Für den Firmen-Cup wurden in den Lehrlingswerkstätten einiger Gmünder Unternehmen Seifenkisten entwickelt. Die Profiklasse zählt als offene Klasse.
„Im Fantasie-Cup geht es nicht um Geschwindigkeit, vielmehr ist Originalität gefragt“ Albert Scherrenbacher
Für die Zuschauer besonders unterhaltsam sind der Promi-Cup sowie der Fantasiecup mit seinen ausgefallenen und fantasievollen Fahrzeugen. „Hier geht es nicht um Geschwindigkeit, vielmehr ist Originalität gefragt“, erklärt Albert Scherrenbacher.

Zwei Tage Rennen
Ab 14 Uhr am Samstag ist der Straßdorfer Berg für den Verkehr gesperrt, die Sperrung endet am Sonntag gegen 22 Uhr. Gegen 16 Uhr starten am Samstag die Vorläufe für alle Teilnehmer. Am Rennsonntag wird die Veranstaltung gegen 10.30 Uhr offiziell durch Oberbürgermeister Richard Arnold und Albert Scherrenbacher eröffnet. Es folgen die restlichen Rennläufe. Für jeden Teilnehmer sind am Samstag und Sonntag insgesamt fünf Läufe vorgesehen. Gegen 14 Uhr beginnen die Finalläufe.
Die Bewirtung der Gäste erfolgt durch die ausrichtenden Vereine, dieses Jahr auf dem Parkplatz der Fachhochschule, hier findet auch am Sonntagnachmittag die Siegerehrung statt. Durch „Rennpaten“ werden die Pokale übergeben. Vertreter der Stadtwerke übergeben den Preis an die Sieger. Die Firma Ropa, Prototechnik und Remax sind weitere Rennpaten.
aro
© Schwäbische Post 03.06.2016 18:31
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