Vom Farrenstall zum modernen Bauhof

Für 1,1, Millionen Euro wurde der Bauhof umfangreich saniert. Aus dem Ausgleichstock des Landes Baden-Württemberg wurde ein Zuschuss in Höhe von 485.000 Euro bewilligt. Am Samstag kann der sanierte Bauhof bei einem Tag der offenen Tür besichtigt werden.
  • Aus dem ehemaligen Farrenstall ist ein moderner Bauhof geworden. Bürgermeister Jochen König freut sich auf die Gäste, die den sanierten Bauhof am Samstag anschauen werden. Foto: ub

Eschach. Wenn am Samstag der „neue“ Bauhof übergeben wird, können sich die beiden Bauhof-Leiter Martin Stein und Harald Hägele mit ihren Mitarbeitern freuen: Ein generalsaniertes Gebäude macht jetzt ihren Arbeitsalltag angenehmer und viele Abläufe einfacher.

Am Samstag um 14 Uhr übergibt Bürgermeister Jochen König den Bauhof an das Team. Auch der Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Scheffold wird unter den Gästen sein. Anschließend sind die Besucher zur Besichtigung eingeladen, die Mitarbeiter werden dabei über die Sanierungsmaßnahmen berichten. Kaffee und Kuchen servieren an diesem Nachmittag die Eschacher Landfrauen.

Früher war das Gebäude der Farrenstall, dann wurde dort der Bauhof untergebracht. Durch verschiedene Sanierungs- und Baumaßnahmen präsentiert er sich jetzt modern und zeitgemäß.

„Es wurde unter anderem ein Sozialtrakt mit Büro für unsere Bauhof-Leiter eingerichtet“, erklärt Jochen König. Auch ein Vesperraum steht dem Team nun zur Verfügung, außerdem neue Sanitärräume zum Umkleiden und Duschen. „Das war vorher einfach kein Zustand mehr in unserer Zeit“, meint der Bürgermeister.

Wagenhalle und Werkstatt wurden energetisch saniert – zum ersten Mal gibt es dort auch eine Heizung. Durch den Anschluss ans Nahwärmenetz wurde darauf geachtet, „einen energetischen Fußabdruck zu hinterlassen“.

Das Geld für die Generalsanierung ist sehr gut angelegt.“

Jochen König, Bürgermeister

Um ein gutes Drittel ist die Hoffläche um das Gebäude gewachsen, die Kubatur blieb weitgehend unverändert. An der östlichen Seite wurde allerdings der alte Eberstall abgerissen. Eine Kalthalle bietet nun witterungsunabhängige Lagerungsmöglichkeiten. Ein neues Salzsilo mit 50 Kubikmetern steht nun ebenfalls neben dem Bauhof.

Zuschuss aus dem Ausgleichsstock

1,1 Millionen Euro betragen die Gesamtkosten für die Generalsanierung. Auf Grundlage der Kostenschätzung vom Januar 2014, die bei 985.000 Euro lag, wurde ein Zuschuss aus dem Landes-Ausgleichsstock in Höhe von 485.000 Euro bewilligt. „Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung treten immer wieder Überraschungen und damit Mehrkosten auf“, berichtet Jochen König. So musste für die Kalthalle der komplette Boden des ehemaligen Eberstalls ausgetauscht werden. 30.000 Euro kamen so zu den geschätzten Kosten hinzu. Eines steht für Bürgermeister König fest: „Das Geld für die Generalsanierung ist sehr gut angelegt.“

Ein weiteres großes Projekt in Eschach ist das neue Baugebiet „Kirchbergweg“ mit insgesamt 13 Plätzen, zehn davon sind bereits verkauft. In vier Wochen soll die Übergabe stattfinden. ub

© Schwäbische Post 27.10.2016 18:03
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