Von der Ostalb – für die Ostalb

70 Faschingsvereine mit rund 3800 Aktive haben sich für den 6. Ostalbumzug in Ellwangen am Sonntag angemeldet. Um 13.11 Uhr setzen sich die Gruppen und Motivwagen in Bewegung – anschließend wird auf dem Marktplatz und in der Innenstadt weitergefeiert.
  • Pferdeparade am Kalten Markt? – Nein, Faschingsumzug in Ellwangen! Am Sonntag wird zum 6. Ostalbumzug in die Narrenhochburg an der Jagst geladen. Foto: Zirlik

Ellwangen. In diesem Jahr findet der Ostalbumzug zum ersten Mal in Ellwangen statt. Ausrichter sind die Ellwanger Virngrundnarren und die Narrenpolizei. Am Sonntag, 15. Januar, startet er um 13.11 Uhr in der Marienstraße und führt danach über die Spital- und Oberamtsstraße zum Marktplatz. Dort wird der Umzug aufgelöst und es beginnt das Faschingstreiben der Narrengruppen.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Von der Ostalb – für die Ostalb“. Auf jeden Fall können sich die Besucher auf ein buntes farbenfrohes Spektakel freuen, an dem sich rund 3800 Aktive und 70 Faschingsvereine und Gruppierungen beteiligen. Zu bewundern und bestaunen gibt es beim Ostalbumzug zahlreiche Brauchtumsgruppen, Musikkapellen, Guggen und Tanzgarden. Vorneweg marschieren die Ellwanger Narren. Die Narrenzunft Neresheim und die Pfahlheimer Limesnarren sind jeweils alleine mit 200 Aktiven unterwegs. Der Gastgeber, der FCV Ellwangen, beteiligt sich mit 170 Faschingsbegeisterten. Auch Landrat Klaus Pavel wird mit einer Überraschungsgruppe am Umzug teilnehmen. Und die Ellwanger Stadtverwaltung ist ebenfalls mit von der Partie als „Die 7 Schwaben und das Ellwanger Rathaus“. An dem großen Umzug werden nicht nur zahlreiche Fußgruppen, sondern auch die Festwagen der großen Zünfte teilnehmen.

Moderation und Selfie-Tower

Entlang der Strecke werden dem Publikum an drei Moderationsstellen die Akteure vorgestellt. Am Torhaus, oberhalb der Marienstraße wird Dieter Groß zusammen mit Heiko Eberhard die Faschingsgruppen ansagen, am Fuchseck übernimmt Peter Bauer die Moderation und in der Spitalstraße tut dies bei der Bäckerei Kayfel Georg Rupp.

Das Faschingstreiben erfreut sich gerade auf der Ostalb steigender Beliebtheit und immer mehr Menschen wollen daran teilhaben. Selbst in Gemeinden, wo es bislang keine Fasnachtstraditionen gab, werden mittlerweile die Bürgermeister abgesetzt. Doch Ellwangen ist im Ostalbkreis seit jeher eine echte Narrenhochburg und hat laut dem Vorsitzenden des Ellwanger Narrenrates, Dr. Anselm Grupp, die älteste Fasnacht.

Er ist eine echte Bereicherung unseres Faschingslebens.

Jürgen Fünfgelder, Präsident der Virngrundkrähen

„Das Interesse aller Faschingsvereine im Kreisgebiet, am Ostalbumzug teilzunehmen, ist überaus groß“, weiß der Präsident des Fastnachtclubs Virngrundkrähen e.V. 1964 Ellwangen, Jürgen Fünfgelder. „Er ist eine echte Bereicherung unseres Faschingslebens und trägt zum Zusammengehörigkeitsgefühl ein gutes Stück weit bei.“

Fünfgelder dankte im Vorfeld allen Beteiligten für die Hilfe bei der Organisation, insbesondere der Ellwanger Stadtverwaltung. Wegen des großen Aufwandes haben die Virngrundkrähen und die Narrenpolizei sogar extra eine GbR gegründet. Denn der Aufwand für den Umzug am Sonntag ist beachtlich: Auf dem Marktplatz wird ein großes Festzelt aufgebaut sein, das Platz für bis zu 1000 Gäste bietet. Am Landgericht stehen zwei Essenszelte. Drum herum gibt es zahlreiche Stände. Gegen den Durst hilft zünftiges Fasnachtsbier, wärmender Glühwein und Jagertee. „Hau den Lukas“, ein Aero-Trimm-Gerät, Schießbude, Süßwaren und ein Kartoffelstand von Anton Wagner ergänzen das Angebot.

Wer möchte, kann die Aussicht und das närrische Treiben am Marktplatz von oben auf dem „Selfie-Tower“ genießen. Eine mobile Hebebühne liftet Besucher in luftige 23 Meter Höhe. AK

Rund um den 6. Ostalbumzug in Ellwangen

Wortgottesdienst: Bereits um 10.30 Uhr findet in der Basilika ein ökumenischer Wortgottesdienst mit den Rindelbacher Jagsttal-Gullys statt, der von Diakon Siegfried Herrmann zelebriert wird

Zunftmeisterempfang: Nach dem Wortgottesdienst ist der Zunftmeisterempfang im Ellwanger Rathaus.

Parkmöglichkeiten: Parkmöglichkeiten bestehen vor allem auf dem Schießwasen, in der Parkpalette „Innenstadt/Schöner Graben“ und auf den Parkarealen „Am Sebastiansgraben“, „Am Stelzenbach“, „Priestertörle“ und „Insel Mühlgraben“.

Eintritt: Um 13.11 Uhr startet der Ostalbumzug und führt durch folgende Straßen: Marienstraße – Spitalstraße – Oberamtsstraße – Marktplatz . Der Eintritt kostet drei Euro. AK

© Schwäbische Post 13.01.2017 15:32
1489 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.