„Es ist ein wahres Spektakel“

Mallorca: Trotz einzelner Corona-Regeln - Balearen-Insel rechnet mit Massenansturm

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Nach zwei Jahren Corona wieder voll: die Plaja de Palma auf Mallorca.
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Mallorca steuert 2022 auf einen Urlauber-Rekord zu. Die Buchungen aus Deutschland sind immens - trotz einzelner Corona-Maßnahmen und Benimmregeln für Touristen.

München/Palma - Mallorca steht für Tourismus. Mallorca lebt vom Tourismus. Mallorca erwartet nach zwei Jahren Coronavirus-Pandemie wieder viel, offenbar sehr viel Tourismus. Die Zahl der Besucher in den ersten Wochen der Saison macht Hoteliers, Gastronomen und Reiseveranstaltern Hoffnung.

Urlaub auf Mallorca: Deutsche strömen wieder auf Balearen-Insel

Sogar ein neuer Rekord an Urlaubern ist 2022 möglich. Das schreibt das Mallorca Magazin - und vergleicht die Zahlen. So seien 2021 nur 6,3 Millionen Urlauber auf die Balearen-Insel gereist, während es 2019 noch 13,7 Millionen Touristen waren. Laut dem Bericht könnten es in diesem Jahr mehr als 14 Millionen Urlauber werden, die auf die spanische Urlaubsinsel fliegen. Grund zur Annahme mache vor allem die stark steigende Anzahl ausländischer Touristen.

National kamen die Gäste auch während der Pandemie. So seien 2021 fast so viele Spanier (2,4 Millionen) gekommen wie beispielsweise 2019 (2,7 Millionen) vor der Pandemie. Dabei gelten auf der Balearen-Insel noch immer (teils vergleichsweise strenge) Corona-Regeln:

Urlaub auf Mallorca: Ungeimpfte, Maskenpflicht, Einreise - diese Corona-Regeln gelten

  • Ungeimpfte müssen bei der Einreise nach Mallorca einen negativen Corona-Test vorlegen. Entweder einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Oder einen negativen Antigen-Schnelltest, der maximal 24 Stunden zurückliegen darf.
  • Urlauber brauchen ein ausgefülltes Einreiseformular für Spanien. Dies entfällt, wenn Touristen ein gültiges digitales EU-Covid-Zertifikat (Impfnachweis) vorzeigen können.
  • Geimpfte müssen bei der Einreise einen digitalen Impfnachweis vorzeigen (gültiges digitales EU-Covid-Zertifikat).
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht.
  • Mitarbeiter in der Gastronomie sind angehalten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, während dieser für Gäste und Urlauber nicht gilt.

Quelle: ADAC: Spanien-Urlaub: Inzidenz, Einreise und Corona-Regeln, Stand 4. Mai 2022

Trotzdem: Die Deutschen fliegen wieder in Scharen auf Mallorca. Zwischen 2019 und 2021 war der deutsche Markt von 3,7 Millionen Besuchern im Jahr auf 2,3 Millionen Besucher gefallen, schreibt das Mallorca Magazin. Aber: Im ersten Quartal 2022 seien die Flugbuchungen aus Deutschland im Vergleich zu 2019 um 21 Prozent gestiegen.

Urlaub auf Mallorca: Nach Corona - mehr Touristen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden als vorher

Bis März habe es zum Beispiel zudem 30 Prozent mehr Buchungen aus Belgien und den Niederlanden gegeben. 2019 kamen laut dem Bericht fast eine Million Touristen aus den beiden Benelux-Staaten auf die Balearen-Insel. Auch der italienische Markt biete eine gute Perspektive, heißt es in dem Bericht.

Dabei gelten an Mallorcas Party-Hotspots am Ballermann strengere Benimmregeln als früher, was dort vor allem die deutschen Urlauber betreffen dürfte. Oberbayern, Bierkönig, Megapark - die riesigen Party-Areale haben wieder geöffnet und werden wieder stark frequentiert, nachdem die balearische Regionalregierung zwischenzeitlich die Pandemie als Chance nutzen wollte, um dem „Sauftourismus“ in und rund um Palma Einhalt zu gebieten.

Im Video: Urlaub auf Mallorca - Am Ballermann ist nach Corona die Party zurück

Konkret: Zahlreiche Gastronomen der Partymeile am Rande der Insel-Hauptstadt Palma unterzeichneten auf Betreiben von Mallorcas Unternehmerverband Caeb und des Nightlife-Verbandes Abone einen Verhaltenskodex. So wollen die Unternehmen verstärkt gegen übermäßige Alkoholgelage, gegen Rassismus, Gewalt und Drogenkonsum vorgehen.

Urlaub auf Mallorca: Ballermann, Megapark und Magaluf - strengere Benimmregeln nach Corona

Zum Beispiel im Megapark ist oben ohne auch für Männer nicht mehr erlaubt, in manche Diskotheken und Bars kommt man nicht mehr in Badehose. Die Gastronomen wollen sich verstärkt vor stark betrunkenen und/oder aggressiven Gästen warnen, dazu auch enger mit der örtlichen Polizei kooperieren. Auch auf den von Briten stark frequentierten Party-Spot Magaluf sollen die Regeln ausgeweitet werden. So sollen an die Stelle von Corona-Regeln Benimmregeln treten. Dem Massentourismus tut das nach zwei Jahren Coronavirus offenbar keinen Abbruch. (pm)

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