Über 50.000 Euro

Mainz: Kurioser Geldregen aus Hochhaus – Polizei findet Besitzer der 50.000 Euro

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In Mainz rieselte ein warmer Geldregen vermutlich aus einem Hochhaus. (Fotomontage)
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Rheinland-Pfalz - So einen Regen lässt man sich gerne gefallen. In Mainz-Lerchenberg rieselte es eine große Menge Geldscheine aus einem Hochhaus. Jetzt wurde der Besitzer ermittelt.

Update vom 28. Mai: Die Polizei hat den Verantwortlichen für den „Geldregen“ im Gesamtwert von mehr als 50.000 Euro über dem Mainzer Lerchenberg ausfindig gemacht. Offenbar hatte der Besitzer mittleren Alters die aus einem Hochhaus geflatterten Geldscheine zuvor legal erworben, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Weitere Angaben zur Person und den Hintergründen machten die Beamten nicht.

„Wir legen viel Wert auf den Schutz der Person und können daher nichts weiter sagen“, erklärte ein Sprecher der Polizei. Auch zum Geschlecht der Person äußerten sich die Beamten nicht. Demnach führte eine „besondere Ausnahmesituation“ zu dem Geldregen. Die Polizei bedankte sich in einer Pressemitteilung bei den bisherigen Findern der Geldscheine und forderte die Menschen auf, die Banknoten bei der Polizei abzugeben, sollte noch etwas aufgefunden werden.

Wer die Geldscheine behalte, mache sich wegen „Fundunterschlagung“ strafbar. Dabei handelt es sich nach Angaben des Polizeisprechers um 200-Euro-Scheine. Von den deutlich über 50.000 Euro, die es am Montag von dem Gebäude regnete, fehle noch ein Teil.

Mainz: Kurioser Geldregen aus Hochhaus – tausende Euro vom Winde verweht

Erstmeldung vom 24. Mai: Von einem warmen Geldregen war zuletzt im Wetterbericht für Mainz (Rheinland-Pfalz) sicher nicht die Rede – und dennoch ist er herunter gerieselt. Doch der Reihe nach: Am Montag (23. Mai) gegen 17:30 Uhr meldeten mehrere Anwohner im Umfeld eines Hochhauskomplexes im Stadtteil Lerchenberg einen „größeren Geldregen“, wie das zuständige Polizeipräsidium Mainz mitteilt.

StadtMainz (Rheinland-Pfalz)
Einwohnerzahl217.123 (31. Dez. 2020)
Fläche97,73 km²
OberbürgermeisterMichael Ebling (SPD)

Mainz: Tausende Euro aus Hochhaus geflattert

Da sich an besagtem Tag ein Unwetter angekündigt hat, wirbelten die Geldscheine entsprechend durch die Luft. An der Bergung der vom Wind verwehten Geldscheine beteiligten sich neben den Anwohnern auch Kräfte der angrenzenden Polizeiinspektion 3 sowie die Feuerwehr mit einer passenden Leiter.

In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei an die Ehrlichkeit der Finder weiterer Geldscheine, diese bei der Polizeiinspektion 3 abzugeben. Verbunden mit dem mahnenden Hinweis, dass eine Fundunterschlagung kein Kavaliersdelikt ist. Die Ermittlungen zur Herkunft des Geldregens werden aufgenommen.

Geldregen auf Mainzer Lerchenberg: Fünfstelliger Betrag bei Polizei abgegeben

Und auch am Tag darauf finden Anwohner und Passanten noch vereinzelt Geldscheine und geben diese pflichtbewusst bei der Polizeidienststelle des Mainzer Lerchenbergs ab. Insgesamt wurde bislang durch die Polizeibeamten ein Betrag in fünfstelliger Höhe sichergestellt. Die Rede ist von mehr als 50.000 Euro.

Doch weiterhin offen bleibt die Frage, wem das Geld gehört und woher kam es? Die Vermutungen reichen von eingenähtem Geld in ein Kopfkissen, dass versehentlich beim Ausschlagen herausfiel, bis hin zu Geld, dass aus einer Straftat stammen könnte.

Mainz: Wird Eigentümer nicht ermittelt, geht das Geld ans Fundbüro

Trotz hinreichender Nachfragen bei Anwohnern und Findern konnte der Eigentümer bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Sollte dieser nicht bis Dienstag (24. Mai) ermittelt werden, wird das Geld an das zuständige Fundbüro der Stadt Mainz übergeben. Hier kann es durch den rechtmäßigen Besitzer gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises abgeholt werden.

Die Polizei weist zudem darauf hin, dass es nicht erlaubt ist gefundenes Geld zu behalten. Dies stellt aus strafrechtlicher Sicht eine Fundunterschlagung dar, die eine Geld- oder sogar Haftstrafe nach sich ziehen kann. (pol/pek)

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