Motiv für Bluttat unklar

Kreis Kusel: Familien-Drama! Mann (77) tötet Ehefrau mit Hammer – und sich selbst

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Die Spurensicherung untersucht einen Tatort (Symbolfoto)
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Kreis Kusel – Die Bluttat im beschaulichen Medard ist ein schreckliches Familien-Drama mit inzwischen zwei Toten – ein älteres Ehepaar (77/74). Was passiert ist:

Update vom 22. Juli, 14:57 Uhr: Bei der Bluttat in Medard kommen immer mehr furchtbare Details ans Licht: Die schwerverletzte 74-jährige Frau des Toten ist in der Nacht zu Donnerstag an ihren Verletzungen gestorben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilt. Inzwischen ist klar, dass es sich um ein Familien-Drama handelt! Ein 77-Jähriger hat am frühen Montagmorgen seine Ehefrau und den gemeinsamen Sohn (50) mit einem Hammer schwer verletzt.

Einen 59-jährigen Verwandten, den der Täter extra zu seinem Wohnhaus bestellt hat, attackierte der 77-Jährige ebenfalls mit dem Hammer. Mit leichten Verletzungen konnte sich da Opfer jedoch in Sicherheit bringen. Danach hat sich der Täter selbst das Leben genommen, wie eine Obduktion ergeben hat.

Eine Angehörige fand später die 74-Jährige mit schweren Kopfverletzungen im Bett liegen. Sie alarmierte die Rettungskräfte. Polizisten fanden schließlich den schwerverletzten Sohn in seiner Wohnung und den Vater tot im Garten des Anwesens. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen derzeit davon aus, dass das verstorbene Familienoberhaupt allein gehandelt hat – sein Motiv ist unklar. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Sie umfassen insbesondere die Sicherung und Auswertung von Spuren und Zeugenbefragungen.

Kreis Kusel: Horror-Fund in Medard – Ein Toter, zwei Schwerverletzte

Erstmeldung vom 20. Juli: Schreckliche Bluttat im kleinen Örtchen Medard in der Westpfalz? Am Montag (19. Juli) findet eine Angehörige in einem Anwesen der 445-Seelen-Gemeinde im Kreis Kusel (Rheinland-Pfalz*) ihre schwer verletzte Mutter. Bei der Durchsuchung des Wohngrundstücks stoßen Polizeibeamte des Präsidiums Westpfalz am Vormittag auf die Leiche eines 77-Jährigen und zwei weitere Verletzte. Nach Polizeiangaben ist aktuell noch unklar, was sich am Montagmorgen in dem Anwesen zugetragen hat. Ermittelt wird auch wegen eines möglichen Tötungsdelikts, berichtet LUDWIGSHAFEN24*.

GemeindeMedard
LandkreisKusel
BundeslandRheinland-Pfalz
Bevölkerungszahl445 (2020)
OrtsbürgermeisterAlbert Graf

Bluttat in Medard? Ein Toter, zwei Menschen in Lebensgefahr

Die beiden schwerverletzten Personen wurden jeweils mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Sie schweben auch noch am Dienstag (20. Juli) in Lebensgefahr. Laut Polizei ist der Zustand weiterhin „kritisch“. Ermittler und Rechtsmediziner untersuchten noch am Montag das Anwesen in Medard (Kreis Kusel). Weiterhin ist unklar, was auf dem Grundstück geschehen ist. Die Leiche des 77-Jährigen soll voraussichtlich am Mittwoch (21. Juli) obduziert werden. Untersuchungen des Toten durch Rechtsmediziner vor Ort hätten kein verbindliches Untersuchungsergebnis geliefert, hieß es.

Am Dienstag werden Ermittler erneut Spuren auf dem Anwesen sichern. Ein 59-jähriger Angehöriger wurde am Montag leicht verletzt. Von ihm erhofft sich die Polizei nähere Informationen zum Geschehen. Eine erste Befragung des Zeugen ist mittlerweile abgeschlossen. Der Mann sei nicht tatverdächtig und lediglich als Zeuge befragt worden, so die Polizei. Ermittlungen und Zeugenbefragungen dauern an. Bislang gebe es keine Hinweise auf einen flüchtigen Täter.

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

(pol/rmx) *LUDWIGSHAFEN24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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