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Kein Zufall: König Charles brüskiert Prinz Andrew an seinem ersten Geburtstag als Monarch

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König Charles III. hat vor dem Parlament seine Vertretung geregelt. Seine Geschwister werden künftig Prinz Andrew und Prinz Harry ersetzen. Experten sprechen von „notwendiger Veränderung“, um zu verhindern, dass Andrew in ein königliches Amt zurückkehrt.

London – Während Geburtstagskinder gewöhnlich Kuchen essen und Geburtstagskerzen auspusten, hat König Charles III. sich zu seinem 74. Geburtstag offenbar selbst ein Geschenk gemacht. Er trat an seinem Jubeltag vor das britische Parlament und leitete das Notwendige ein, um den Kreis der Staatsräte zu erweitern und Prinz Andrew (62) damit endgültig von verfassungsrechtlichen Aufgaben zu entbinden.

Prinz Andrew als potenzieller königlicher Vertreter war absolut unakzeptabel

Charles Geschwister, der Earl of Wessex (58) und die Prinzessin Royal (72), können nun diese Rolle übernehmen. Zuvor hatten nur die Prinzen Harry (38) und Andrew den Status für Charles III. in dessen Abwesenheit zu vertreten. Royal Experte Richard Fitzwilliam (72) äußerte sich im Mirror zu dem Schritt: „Dass die Nachricht an seinem Geburtstag kommt, sagt alles“, erklärte er dort.

Offenbar planen Charles III. und Camilla nach der Krönung auf Tour zu gehen. Allein schon deshalb ist die Vertretungs-Regelung so enorm wichtig. Sowohl Prinz Harry aber besonders Prinz Andrew kommen absolut nicht infrage (Fotomontage).

„Dies ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass König Charles sehr früh in seiner Regierungszeit eine äußerst vernünftige und notwendige Entscheidung getroffen hat. Die Tatsache, dass sie an seinem Geburtstag bekannt gegeben wurde, ist kein Zufall“, kommentierte er weiter. „Da Andrew in Ungnade gefallen ist und sich das höchstwahrscheinlich nicht ändern wird, war die Situation sehr gefährlich“.

Charles III. und Camilla wollen offenbar auf Reise gehen

Bereits im Oktober forderte das Oberhaus eine „vernünftige Änderung“, da Harry entfernt in Kalifornien lebt und der in Ungnade gefallene Andrew wegen sexuellen Missbrauchs aus dem öffentlichen Leben ausgeschieden ist.

Prinz Andrew wurde im Februar seiner königlichen Ämter enthoben, ist aber seit seinem 21. Geburtstag im Jahr 1981 Staatsrat und Harry seit September 2005, ebenfalls seit er 21 Jahre alt ist.

Queen Elizabeth II. (96, † 2022) war seit 2015 nicht mehr im Ausland, aber es wird erwartet, dass der König, die Königsgemahlin Camilla (75) sowie der Prinz von Wales (40) im nächsten Jahr zu einer Krönungs-Tour um die Welt aufbrechen werden.

„Das wars für den Herzog von York“, sagt Royal-Experte Richard Fitzwilliam

Die öffentliche Meinung richtet sich eindeutig gegen Andrew. „Der König ist in dieser Frage absolut sicher und Prinz William auch“, führt er weiter aus. „Das war es für den Herzog von York.“ In einem Schreiben an das House of Lords hatte König Charles erklärt, er wäre „sehr glücklich“, wenn die Zahl der Staatsräte „um meinen Bruder und meine Schwester, die Princess Royal und den Earl of Wessex, erweitert würde“.

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König Charles III. des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland
War: Charles, Prinz von Wales. Ist jetzt: König Charles III. des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. © IMAGO
Herzogin Camilla
War: Camilla, Herzogin von Cornwall. Ist jetzt: Queen Consort. © Finbarr Webster/PA Wire/dpa
Prinz William
War: Prinz William, Herzog von Cambridge. Ist jetzt: Herzog von Cornwall und Cambridge und seit dem 9. September 2022 Prinz von Wales. © Jane Barlow/PA Wire/dpa
Kate MIddleton Duchess of Cambridge
War: Kate, Herzogin von Cambridge. Ist jetzt: Herzogin von Cornwall und Cambridge und seit dem 9. September 2022 Prinzessin von Wales. © IMAGO
Prinz Georges neunter Geburtstag
War: Prinz George. Ist jetzt: Prinz George von Cornwall und seit dem 9. September 2022 Prinz George von Wales. © The Duchess Of Cambridge/PA Media/dpa
Prinzessin Charlotte
War: Prinzessin Charlotte. Ist jetzt: Prinzessin Charlotte von Cornwall und seit dem 9. September 2022 Prinzessin Charlotte von Wales. © Zac Goodwin/PA/dpa
Prinz Louis zeigte eine große Bandbreite an Emotionen. Auch Herzogin Kate musste schließlich einfach lachen.
War: Prinz Louis. Ist jetzt: Prinz Louis von Cornwall und seit dem 9. September 2022 Prinz Louis von Wales. © IMAGO
Baby Archie sitzt auf dem Schoss seiner Mutter Herzogin Meghan.
War: Archie Mountbatten-Windsor. Ist jetzt: Prinz Archie Mountbatten-Windsor © IMAGO
Lilibet
War: Lilibet Diana Mountbatten-Windsor. Ist jetzt: Prinzessin Lilibet Mountbatten-Windsor © Archewell/PA Media/dpa
Prince Edward The Earl of Wessex
War: Prinz Edward, Earl of Wessex. Wird vielleicht: Herzog von Edinburgh. © IMAGO
Sophie, Countess of Wessex
War: Countess Sophie Wessex. Wird vielleicht: Herzogin von Edinburgh. © IMAGO

Dieser „freundlichen Empfehlung“ wird das Parlament nachkommen. Ist Charles künftig im Ausland oder anderweitig nicht verfügbar, ist nun die Anzahl der Personen, die als Staatsräte gemäß dem Regentschaftsgesetz von 1937 bis 1963 herangezogen werden kann, um Prinzessin Anne und Prinz Edward erweitert worden. „Beide haben diese Rolle bereits zuvor übernommen“, fügte der Monarch hinzu. Damit ist eine diplomatische Lösung für Charles Dilemma gefunden. Als Staatsräte kommen jetzt nur noch Mitglieder der königlichen Familie infrage. Verwendete Quellen: mirror.co.uk, thesun.co.uk

Rubriklistenbild: © Aaron Chown/dpa & James Manning/dpa

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