Wir nehmen Abschied

Diese Prominenten sind 2021 verstorben

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Willi Herren beim RTL Spendenmarathon „Wir helfen Kindern“ im Jahr 2016. 2021 verstarb der Schauspieler völlig überraschend.
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Diese Todesfälle haben Deutschland und die Welt bewegt: Wir erinnern an Prominente, die 2021 für immer die Bühne des Lebens verlassen haben.

Auch 2021 mussten wir uns bereits von zahlreichen Prominenten verabschieden, die für immer ihre Augen geschlossen haben. In dieser Fotostory erinnern wir an sie.

Garry Marsden (3. Januar)

Der Hit „You‘ll Never Walk Alone“ der Band „Gerry and the Pacemakers“ dürfte jedem Fußball-Fan ein Begriff sein. Die Hymne des FC Liverpool ist einer der bekanntesten Fußball-Songs überhaupt. Und wer war der Leadsänger der Band? Richtig, Gerry Marsden. Der gebürtige Liverpooler verstarb am 3. Januar nach kurzer Krankheit wegen Komplikationen mit dem Herzen.

Tanya Roberts (4. Januar)

Bond-Girl (an der Seite von Roger Moore in „James Bond 007 - Im Angesicht des Todes“) und auch noch eine von Charlies Engeln! Kein Problem für Tanya Roberts. Sie spielte in beiden Blockbustern mit. An Weihnachten 2020 brach die Schauspielerin zusammen und wurde in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert. Am 4. Januar 2021 teilte ihr Sprecher Mike Pingel fälschlicherweise mit, sie sei einen Tag vorher im Krankenhaus verstorben. Es soll ein Missverständnis mit dem Lebensgefährten von Roberts gegeben haben. Am Abend des 4. Januars starb sie dann jedoch an den Folgen einer Harnwegsinfektion.

Bob Brett (5. Januar)

Der Australier Bob Brett (auf dem Foto rechts) machte Tennis-Star Boris Becker zur Nummer eins der Welt. Am 27. Januar 1991 gewann Becker die Australien Open - sein fünfter Grand-Slam-Titel - und stieg zum besten Spieler der damaligen Tenniswelt auf. Wenig später trennten sich die Wege der beiden, denn Coach Brett war immer ein realistischer Mensch: „Ich wusste, dass er mich nicht mehr brauchte“ - und zog folgerichtig den Schlussstrich. Am 5. Januar 2021 verstarb er an den Folge eines Krebsleidens.

Siegfried Fischbacher (13. Januar)

Neun Monate nach seinem Partner Roy verstarb am 13. Januar 2021 auch das zweite Mitglied aus dem Zauber-Duo „Siegfried & Roy“. Siegfried Fischbacher (auf dem Foto links) erlag einem Krebsleiden, das erst wenige Tage vor seinem Tod öffentlich bekannt wurde. Der gebürtige Rosenheimer verzauberte mit Partner Roy Millionen von Menschen. Ihre magischen Shows in Las Vegas waren echte Highlights.

Manfred Lamy (17. Januar)

Einen Stift der Firma „Lamy“ dürfte vermutlich jeder schon mal in der Hand gehalten haben. Der Hersteller für Schreibgeräte mit Sitz in Heidelberg ist eine weltweit bekannte Designmarke. Manfred Lamy führte von 1973 bis 2006 das Unternehmen höchst erfolgreich und gilt heute noch als Ikone für seine handlichen Designideen. Am 17. Januar verstarb er im Alter von 84 Jahren.

Larry King (23. Januar)

Larry King verstarb im Cedars-Sinai Medical Centre in Los Angeles am 23. Januar 2021. Die Talkshow-Legende hatte sich im Alter von 87 Jahren mit dem Coronavirus infiziert und erlag wenig später der Infektion. Bekannt wurde King durch seine Talkshow „Larry King Live“, die von 1985 bis 2010 beim US-Sender CNN ausgestrahlt wurde. Zu seinen prominentesten Interviewpartnern gehörten alle US-Präsidenten seit Richard Nixon, aber auch Prominente wie Wladimir Putin, Mick Jagger, Julian Assange oder Michael Jackson.

Cicely Tyson (28. Januar)

96 Jahre alt wurde Cicely Tyson. Die gebürtige New Yorkerin gilt als absolute Filmikone. Ehrenoscar für ihr Lebenswerk 2019, Tony Award, drei Emmys, Presidential Medal of Freedom und Kennedy-Preis - es gibt eigentlich nichts, das Tyson nicht an Preisen abgestaubt hat. Sie galt als Vorbild für unzählige afroamerikanische Schauspieler:innen und Künstler:innen und war in den Achtzigern für sieben Jahre mit Jazz-Legende Miles Davis verheiratet.

Dustin Diamond (1. Februar)

Am 1. Februar starb Dustin Diamond im Alter von 44 Jahren an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung. Erst drei Wochen vor seinem Ableben wurde seine Krebserkrankung diagnostiziert. Berühmt geworden war der Schauspieler durch seine Rolle als Samuel „Screech“ Powers in der US-Sitcom „California High School“. Aus Angst vor Schändung seines Grabsteins soll es sein Wunsch gewesen sein, dass sein Leichnam eingeäschert und in zwei Urnen an seinen Vater und Freudin Tash übergeben wird.

Captain Sir Tom Moore (2. Februar)

Captain Sir Tom Moore wurde im ganz hohen Alter noch zu einer nationalen Berühmtheit. Der Brite hatte zu seinem 100. Geburtstag im April 2020 eine Corona-Spendenaktion für das nationale Gesundheitssystem gestartet. Er wollte mit seinem Rollator einhundert Mal seinen Garten abschreiten und dafür tausend Pfund einsammeln. Am Ende waren es unfassbare 33 Millionen Pfund (circa 38 Millionen Euro)! Tragischerweise starb Moore Anfang Februar im Zuge einer Corona-Erkrankung.

Seinen Humor hat der Weltkriegsveteran nie verloren. Angelehnt an den Komiker Spike Milligan, auf dessen Grabstein „Ich sagte doch, dass ich krank bin“ zu lesen ist, hat sich Moore für sein eigenes Grab die Aufschrift: „Ich sagte doch, dass ich alt bin“ gewünscht. 

Mary Wilson (8. Februar)

Zusammen mit Diana Ross und Florence Ballard gründete sie 1959 die „Supremes“. Anfang Februar verstarb die US-amerikanische Soul-Legende Mary Wilson im Alter von 76 Jahren in ihrer Zuhause in Las Vegas. Sie war das einzige Mitglied, das von der Gründung bis zur Trennung 1977 Teil der Gesangsgruppe war. Im Jahr 1988 wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Rush Limbaugh (17. Februar)

Rush Limbaugh war ein streitbarer, rechtskonservativer US-amerikanischer Radiomoderator, der am 17. Februar in Palm Beach verstarb. Seiner „Rush Limbaugh Show“ sollen zwischen 14 und 20 Millionen Menschen pro Woche zugehört haben. Dadurch galt er als einer der einflussreichsten Vertreter der New Right in den Massenmedien. Er war ein großer Unterstützer des Ex-US-Präsidenten Donald Trump und galt als eine der einflussreichsten Medienpersönlichkeiten überhaupt der USA.

Sascha Gaugel (17. Februar)

Er war unter anderem der Stylist von Helene Fischer und Sophia Thomalla. 2006 gründete Sascha Gaugel (mittig auf dem Foto) sein Label „Hausach Couture“ und war für das Aussehen vieler deutscher Stars verantwortlich. Am 17. Februar verstarb der Star-Designer in seinem Haus in Hamburg im Alter von 46 Jahren. Bestätigt hatte dies sein Lebensgefährte Kalle Hildinger gegenüber der Bild-Zeitung: „Sascha, der wunderbare Mann an meiner Seite, der stärkste Mann, den ich kenne, auf einmal ist er weg.“

Heinz Thiele (23. Februar)

Heinz Hermann Thiele ist am 23. Februar völlig überraschend im Alter von 79 Jahren verstorben. Der Münchner Selfmade-Milliardär machte aus dem Konzern „Knorr-Bremse“ zum Weltkonzern mit zuletzt 6,2 Milliarden Euro Umsatz. In einer Stellungnahmen des Unternehmens hieß es: „Er hinterlässt ein einzigartiges und außergewöhnliches Lebenswerk“. Knorr-Bremse ist heute die Nummer eins bei Eisenbahnbremsen und führend bei LKW-Bremsen.

Vernon Jordan (1. März)

Vernon Jordan, Bürgerrechtsanwalt aus dem Süden der USA, ist im Alter von 85 Jahren am 1. März 2021 verstorben. Er war einer der einflussreichsten Männer in Washington. In den frühen 90er Jahren war er ein enger Freund des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton, mit dem er lange Zeit eng zusammenarbeitete. Bei der US-Wahl 2004 war er Teil der John-Kerry-Kampagne, der Präsidentschaftskandidat musste sich letztendlich jedoch George W. Bush geschlagen geben.

Olivier Dassault (7. März)

Olivier Dassault ist bei einem Hubschrauberabsturz im März 69-jährig ums Leben gekommen. Der französische Milliardär saß bis zu seinem Tod für die Republikanische Partei in der französischen Nationalversammlung. Bereits sein Großvater Marcel gründete die Firmengruppe Dassault, der später dann auch Oliviers Vater Serge vorstand. Die Dassault Aviation Gruppe ist seit 70 Jahren ein führender französischer Flugzeughersteller. Er und seine drei Geschwister sollen jeweils über ein Vermögen von fünf Milliarden Euro verfügen beziehungsweise verfügt haben.

Marvin Hagler (13. März)

Er gilt als einer der besten Mittelgewichtsboxer aller Zeiten. Marvelous Marvin Hagler war von 1980 bis 1987 unumstrittener Weltmeister in seiner Gewichtsklasse - und das trotz starker Gegner wie Sugar Ray Leonard, Roberto Duran und Thomas Hearns. Er stammte aus New Jersey, zog nach Rassenunruhen in deren Folge das Haus des Haglers 1967 abgebrannt wurde nach Brockton um und wurde dort dann zum Boxer. Den Namen „Marvelous“ (zu deutsch: wunderbar) ließ er sich als zusätzlichen Vornamen in seinen Pass eintragen. Der ewige Underdog starb am 13. März im Alter von 66 Jahren in New Hampshire.

Sabine Schmitz (16. März)

Rennfahrerin Sabine Schmit erlag am 16. März 2021 ihrer Krebserkrankung. Aufgewachsen in Nürburg entwickelte sie sich zur „Königin der Nordschleife“ auf dem Nürburgring. 1996 gewann sie zusammen mit Johannes Scheid und Hans Widman das legendäre 24-Stunden-Rennen. Und das als erste Frau überhaupt! Schon seit 2017 litt sie unter einem seltenen Vulvakarziom, das ein hartnäckiger Begleiter ihres Lebens bleiben sollte. Trotz zahlreicher Operationen und Chemotherapien kam der Krebs immer wieder zurück.

Karin Strenz (21. März)

CDU-Politikerin Karin Strenz verlor auf dem Rückflug von einer privaten Reise von Kuba zurück in die Heimat das Bewusstsein und verstarb nach einer Notlandung in Irland im Universitätskrankenhaus Limerick infolge eines akuten Herzproblems. Die Christdemokratin war seit 2009 Mitglied des Bundestags und vorher Landtagsabgeordnete in Schwerin. In die Schlagzeilen geriet sie jedoch wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Geldwäsche, in Folge deren der Bundestag im Januar 2020 ihre Immunität aufhob.

Elgin Baylor (22. März)

Elgin Baylor war zu seiner Zeit einer der offensivstärksten Spieler der nordamerikanischen Basketballliga NBA. Passenderweise war er auch der erste NBA-Spieler, der mit 71 Punkten am 11. Dezember 1960 mit seinen Los Angeles Lakers gegen die New York Knicks die 70-Punkte-Marke übertraf. Von 1958 bis 1971 war er als Spieler tätig, später auch noch als Trainer. Am 22. März 2021 verstarb er im Alter von 86 Jahren an der Seite seiner Ehefrau Elaine und Tochter Krystal. Die Präsidentin seiner Los Angeles Lakers Jeannie Buss lobte Baylor als „den Superstar seiner Zeit.“

George Segal (23. März)

Komplikationen bei einer Herz-Bypass-Operation war der Grund für den Tod von George Segal. Dem mit 87 Jahren verstorbenen Schauspieler gelang mit seiner Rolle im Klassiker „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ (1966) an der Seite von Elizabeth Tylor und Richard Burton der Durchbruch. Für seine Leistung in diesem Film wurde er in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für den Oscar und den Golden Globe nominiert. Die Auszeichnungen sollte er zwar nicht abstauben, den Golden Globe gewann er aber dann doch noch. für die Liebeskomödie „Mann, bist du Klasse!“ wurde er 1974 zum besten Hauptdarsteller ernannt.

Paul Ritter (5. April)

Paul Ritter wurde den britischen TV-Zuschauern durch diverse Rollen im Fernsehen und Theaterbühnen des Landes bekannt. Als der Schriftsteller Eldred Worple hatte er außerdem einen kleinen Auftritt in „Harry Potter und der Halbblutprinz“. Im Alter von nur 54 Jahren verstarb Ritter am 5. April an den Folgen eines Hirntumors - zu Hause im Beisein seiner Ehefrau und seiner beiden Söhne.

Rapper DMX - Earl Simmons (9. April)

„Party Up“, „Where the Hood at?“ oder „X Gon’ Give It to Ya“ - es sind die bekanntesten Hits von Rapper DMX. Mit bürgerlichem Namen hieß der Musiker Earl Simmons, am 9. April 2021 verstarb er an einer Überdosis. Zuvor war er noch in ein Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er jedoch einen Herzinfarkt erlitt, konnten die Ärzte sein Leben nicht mehr retten. Viele Stars wie Alicia Keys, Snoop Dog oder Dwayne „The Rock“ Johnson zeigten in den sozialen Medien ihre Anteilnahme. DMX war seit seinem 14. Lebensjahr süchtig nach Crack und Kokain.

Prinz Philip (9. April)

Am 9. April 2021 schlief der 99-jährige Prinz Philipp auf Schloss Windsor friedlich ein und sollte zwei Monate vor seinem 100. Geburtstag nicht mehr aufwachen*. Zuvor verbrachte der Ehemann von Queen Elizabeth II. bereits einige Wochen im Krankenhaus, da ihm eine Infektion zu schaffen machte. Zudem wurde er am Herzen operiert. Im November 1947 heiratete er die damalige Prinzessin und Thronfolgerin Elizabeth. Schon in jungen Jahren hatten sich die beiden kennengelernt, die heutige Queen - damals 13 Jahre jung - soll sich sofort in ihn verliebt haben.

Barby Kelly (15.April)

Wenige Tage vor ihrem 46. Geburtstag ist Barby Kelly (3.v.l, neben ihren Brüdern Paddy und Angelo) „nach kurzer Krankheit“ verstorben, das teilte die Kelly Family auf Instagram mit: „Wir werden Barby unendlich vermissen und sie immer in unseren Herzen tragen. Danke für Eure Anteilnahme und Gebete.“ Insgesamt besteht die Familie der Kellys neben den Eltern aus insgesamt dreizehn Kindern, von denen elf der Band „The Kelly Family“ angehörten, mittlerweile sind jedoch nicht mehr alle aktiv. Barby Kelly spielte in der Band Gitarre und Percussion, im Jahr 2000 zog sie sich aus der Öffentlichkeit zurück*.

Helen McCrory (16. April)

Mit Helen McCrory verstarb 2021 eine weitere Darstellerin aus den Harry-Potter-Filmen. McCrory verkörperte Narzissa Malfoy, die Mutter des Harry-Potter-Rivalen Draco. Auch im James-Bond-Film „Skyfall“ spielte die Britin eine Rolle - die Parlamentsabgeordnete Clair Dowar. Ihr Ehemann, der Schauspieler Damian Lewis, bestätigte ihren Tod auf Twitter: „Sie starb, wie sie lebte. Furchtlos", schrieb Lewis weiter. Seine Frau sei "von einer Welle der Liebe von Freunden und Familie" umgeben gewesen.

Willi Herren (20. April)

Die Nachricht kam für alle überraschend. Willi Herren verstarb mit nur 45 Jahren in seiner Wohnung in Köln. Der deutsche Schauspieler („Lindenstraße“), Entertainer und Ballermannsänger („So gehn die Gauchos (So gehn die Deutschen)“) hinterlässt seinen Sohn Stefano sowie seine Tochter Alessia, die sich auf Instagram mit emotionalen Worten von ihrem Vater verabschiedete: „Mein Herz, Mein Blut, Mein Leben. Ich liebe dich, Papa. Du hast mich immer „Engel“ genannt, aber jetzt bist du mein Schutzengel.“

Thomas Fritsch (21. April)

Im Alter von 77 Jahren ist Schauspieler Thomas Fritsch friedlich entschlafen. Bekannt wurde Fritsch in den 60er-Jahren durch seine Rollen in den Filmen „Das schwarz-weiß-rote Himmelbett“, „Der letzte Ritt nach Santa Cruz“ oder „Drei Männer im Schnee“. Einem jüngeren Publikum wird wohl, neben seinem Auftritt in der Satire „Der Wixxer“ vor allem seine Stimme im Gedächtnis bleiben. So sprach Fritsch nicht nur die deutsche Stimmen von Russell Crowe und Jeremy Irons, sondern fungierte auch 15 Jahre lang als Erzähler der erfolgreichen Hörspielserie „Die drei ???“. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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