Bundesgesundheitsministerium

Entwurf liegt vor: Das droht Reiserückkehrern ab dem 1. August - Urlaub wird deutlich komplizierter

Die Verschärfung der Testpflicht für Reiserückkehrer jeglicher Art steht laut einem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums schon fest.

Berlin - Die generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland soll am 1. August in Kraft treten. So sieht es zumindest ein Verordnungsentwurf des Gesundheitsministeriums vor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Verschärfung der bisherigen Einreiseregeln soll demnach Zeit vor dem Coronavirus verschaffen und „die nach aktuellen Prognosen zu erwartende nächste Welle an hohen Infektionszahlen möglichst weit nach hinten verzögern.“

Testpflicht: Gilt für alle Urlaubsrückkehrer und alle Verkehrsmittel

Bei Verabschiedung des Entwurfs müssten alle Personen ab sechs Jahren in der Lage sein, einen negativen Test, eine vollständige Impfung oder ihren Genesenenstatus nachzuweisen, um nach Deutschland einreisen zu können. Die bisher geltende Testpflicht für Flugreisende würde dadurch auf alle Verkehrsmittel ausgeweitet werden. Bei der Einreise aus einem gefährlichen Virusvarianten-Gebiet soll ein negativer Testnachweis Pflicht werden - unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Während Flugpassagiere ihre Nachweise schon vor dem Start vorlegen müssen, soll dies Zugreisenden auch im Verlauf der Fahrt ermöglicht werden. Urlauber müssen sich also Schlau machen, wo sie Vorort einen Test machen können. In manchen Länder wie Spanien kann so ein Test schon mal 90 Euro kosten. Mehr Durchblick stellt übrigens die Corona-Warn-App nach einem Update in Aussicht.

Neuregelung: Kontrolle durch Behörden

Überprüft wird die Einhaltung der Regeln demnach durch strichprobenhaftige Kontrollen der Behörden. Dem Entwurf zur Folge sind außerdem Änderungen bei der Einstufung der Risikogebiete geplant. Die bisherige Einstufung in ein „einfaches“ Risikogebiet soll beendet, die Kategorien „Hochrisikogebiete“ und „Virusvariantengebiete“ beibehalten werden.

Der Entwurf mit Stand von Mittwochabend (28.07.2021) soll nach Informationen der dpa schon mit anderen Ressorts vorabgestimmt sein. Die Bundesregierung hatte den Starttermin der Neuregelung mit Verweis auf interne Abstimmungen bisher noch offen gelassen. Dem Entwurf gingen zahlreiche Forderungen zur Verschärfung der Testpflicht von Spitzenpolitikern voraus, darunter auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie die Grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. (dpa/leb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Rolf Poss/Imago

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