Erste „Jamaika“-Koalition in einem Bundesland?

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Der Saarländische Rundfunk (SR) berichtete am Samstag ohne Quellenangabe über Spekulationen, dass es eine Mehrheit für ein “Jamaika“-Bündnis gebe.

Saarbrücken - Die Grünen im Saarland entscheiden am Sonntag, ob sie einem Linksbündnis mit SPD und Linkspartei oder einer “Jamaika“-Koalition mit CDU und FDP zur Macht verhelfen wollen.

Grünen-Landeschef Hubert Ulrich will den Delegierten eine Empfehlung geben, über die der Vorstand erst kurz vor dem Landesparteitag entscheiden soll. Der Ausgang ist nach insgesamt zehn Sondierungsgesprächen und drei nicht-öffentlichen Regionalkonferenzen offen. Beide Varianten wären bundesweite Premieren auf Länderebene.

Saarländischer Rundfunk: Mehrheit für „Jamaika“

Der Saarländische Rundfunk (SR) berichtete am Samstag ohne Quellenangabe über Spekulationen, dass es eine Mehrheit für ein “Jamaika“-Bündnis gebe. Grünen-Chef Ulrich habe in Telefonaten mit Mitgliedern für eine Koalition mit CDU und FDP geworben. Ulrich dementierte dies gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa in Saarbrücken. Es gebe mit keiner Seite Terminabsprachen. Mit Spannung wird an der Saar erwartet, ob die Ankündigung von Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine, den Fraktionsvorsitz im Saar-Landtag beizubehalten, die Entscheidung der Grünen beeinflusst.

Seit 1999 regiert die CDU mit Ministerpräsident Peter Müller das Saarland. Die CDU hatte bei der Wahl am 30. August 13 Prozentpunkte und damit die absolute Mehrheit eingebüßt. Auch die SPD musste deutliche Verluste hinnehmen und kam nur auf 24,5 Prozent. Die Linke schaffte unter Lafontaine aus dem Stand 21,3 Prozent.

dpa

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