Bündnis #unteilbar

Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Hunderte protestieren gegen AfD - SPD-Chefin Esken vor Ort

Vor der Sachsen-Anhalt-Wahl am 6. Juni gehen Hunderte Menschen in Halle auf die Straße. Sie protestieren gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Halle - In Halle sind am Samstag nach Angaben der Organisatoren rund 2000 Menschen gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus auf die Straße gegangen. Sie folgten einem Aufruf des zivilgesellschaftlichen Bündnisses #unteilbar Sachsen-Anhalt. Es hatte unter Einhaltung der Corona-Regeln an vier Orten zu Aktionen aufgerufen. Auf einer Kundgebung, an der auch die SPD-Vorsitzende Saskia Esken teilnahm, warnten Redner davor, rechten Kräften bei der Landtagswahl am 6. Juni in Sachsen-Anhalt* ihre Stimme zu geben. Die SPD*-Chefin Esken sagte der dpa, Demokratie brauche das Engagement aller Menschen. Die Gesellschaft dürfe nicht zulassen, dass Rechte Einfluss auf die Parlamente haben.

Vor einem der beiden Anschlagsorte vom 9. Oktober 2019 in Halle, dem Kiez-Döner-Imbiss, hieß es auf Transparenten unter anderem „Wer AfD wählt, wählt Nazis“ oder „Rassismus tötet“. Mehrere Redner forderten die Menschen auf, sich für eine demokratische, weltoffene und solidarische Gesellschaft auch im Alltag einzusetzen.

Hunderte protestieren vor Sachsen-Anhalt-Wahl in Halle gegen AfD

Zum Abschluss des Aktionstages in Halle bildeten Teilnehmer eine Menschenkette als „Band der Solidarität“, wie die Organisatoren mitteilten. Angesichts der Corona-Pandemie standen die Teilnehmer auf einer Straße mit Abstand, verbunden mit bunten Bändern. Dem Bündnis #unteilbar Sachsen-Anhalt gehören nach eigenen Angaben mehr als 140 Initiativen, Vereine, Gewerkschaften und Einzelpersonen an. Seit 2018 haben sich in Deutschland zahlreiche Organisationen und Initiativen in #unteilbar-Bündnissen zusammengeschlossen.

Begleitet von Protesten warb die AfD* am Samstag in Merseburg auf einer Wahlkampfveranstaltung um Stimmen. Dazu war auch Björn Höcke aus Thüringen gekommen. Die Partei ist in Sachsen-Anhalt im Parlament in Magdeburg. 2016 wurde die AfD bei der Landtagswahl zweitstärkste Kraft. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant: Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt äußert sich Saskia Esken deutlich zur Union. Vorwürfe hat sie zur Haltung gegenüber der AfD.

Rubriklistenbild: © Peter Endig

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