News-Ticker zum Ukraine-Krieg

Ukraine-Krieg: Russland warnt USA und Nato vor „Eskalation“

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  • Sophia Lother
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Die Gefechte im Ukraine-Krieg gehen weiter. Immer wieder werden Explosionen über der Krim gemeldet: der News-Ticker.

Dieser Ticker wird nicht mehr weiter geführt. Lesen Sie aktuelle Berichterstattung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in unserem neuen News-Ticker.

+++ 15.45 Uhr: Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (Rnd) berichtet, warnte der Kreml die Nato-Staaten in einer Fernsehansprache vor Angriffen auf die Krim. Moskau habe demnach deutlich vor einer möglichen Eskalation auf der Halbinsel gesprochen. Der stellvertretende russische Außenminister Rjabkow habe zwar betont, man wolle die USA und ihre Verbündeten nicht als Konfliktpartei, fügte aber hinzu, dass die Nato diese Entwicklung momentan fördere.

Ukraine-News: Nach Rückschlägen will Russland Schwarzmeerflotte verstärken

+++ 14.20 Uhr: Russland will seine Schwarzmeerflotte nach den jüngsten Rückschlägen verstärken. Sie erhalte demnächst zwölf neue Schiffe sowie zusätzliche Flugzeuge und Landfahrzeuge, kündigte Kommandeur Viktor Sokolow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass an. Für Aufsehen hatten zuletzt mehrere Explosionen auf der seit 2014 annektierten Halbinsel Krim gesorgt, wo die Flotte stationiert ist. Dabei sollen auch Flugzeuge der Flotte zerstört worden sein.

Am Strand von Saky steigt Rauch nach einer Explosion auf. Auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim im Schwarzen Meer ist Munition auf einem russischen Luftwaffenstützpunkt explodiert.

+++ 13.05 Uhr: Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak hält Verhandlungen mit Putin für äußert gefährlich. „Verhandlungen mit Russland sind wie ein ‚Russisch-Roulette‘-Spiel mit voller Kammer und fatalem Ausgang für alle. Fortsetzung von Krieg, Terror und krimineller Erpressung“, schrieb Podoljak auf Twitter.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago

+++ 11.40 Uhr: Russische Truppen versuchen offenbar, die Stadt Bachmut im Gebiet Donezk zu stürmen. Das teilte Luhansk-Gouverneur Serhij Haidai mit. Russische Streitkräfte setzen demnach Luftfahrt und Artillerie gegen zivile und militärische Gebiete ein. Die Feindseligkeiten dauern angeblich noch immer an.

News zum Ukraine-Krieg: Russland beschießt Charkiw

+++ 09.20 Uhr: Russische Streitkräfte haben am Morgen erneut die Stadt Charkiw beschossen. Dies gab Bürgermeister Ihor Terekhov im Messengerdienst Telegram bekannt. Nach seinen Angaben begann der Angriff auf drei Bezirke der zweitgrößten ukrainischen Stadt um 05:44 Uhr. Ein Wohnhaus sei beschädigt, eine Person verletzt worden.

Laut Informationen des britischen Geheimdienstes ist Charkiw seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine am häufigsten beschossen worden. Die russischen Streitkräfte versuchen demnach „wahrscheinlich, die Ukraine zu zwingen, beträchtliche Kräfte an dieser Front zu halten, um zu verhindern, dass sie anderswo als Gegenangriffstruppe eingesetzt werden.“

News zum Ukraine-Krieg: Russland erzielt erstmals seit 6. Juli keine Geländegewinne

+++ 08.20 Uhr: Der Ukraine-Krieg verläuft für Russland anders als erwartet. Nun scheint es sogar so, dass der russische Vormarsch gestoppt worden ist. Jedenfalls berichtete die US-amerikanische Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW), dass die russischen Truppen zum ersten Mal seit dem 6. Juli keine Gebietsgewinne in der Ukraine erzielt hätten.

Update vom Freitag, 19. August, 06.15 Uhr: Die von Russland annektierte Halbinsel Krim wird offenbar immer mehr zum Kampfschauplatz im Ukraine-Krieg. Seit Tagen wächst dort die Zahl der Explosionen und Zwischenfällen. Die Kiewer Führung hat bisher nicht offiziell die Verantwortung dafür übernommen, gleichzeitig ist aber deutlich, dass die Ukraine die russische Armee auf der bislang unantastbaren Halbinsel, die als militärisches Aufmarschgebiet dient, unter Druck setzt. Die ukrainische Armee habe ein Recht darauf, russische Militärobjekte auf der Krim zu vernichten, sagte nun Präsidentenberater Mychajlo Podoljak im Fernsehen.

News zum Ukraine-Krieg: Weitere Explosionen auf der Krim

+++ 23.07 Uhr: Im Ukraine-Krieg berichtete das ukrainische Nachrichtenportal Pravda nun von weiteren Explosionen auf der Krim. Neben dem Luftraum über der Stadt Kertsch soll auch ein Flugplatz nahe Sewastopol betroffen sein. Unter Berufung auf Telegram-Kanäle schilderte das Portal, dass auf dem Militärflugplatz Explosionen zu hören seien. Auch ein Reuters-Journalist bestätigte auf Twitter vier explosionsartige Geräusche. Kurz darauf bestätigte auch der Gouverneur von Sewastopol auf Telegram, dass es Explosionen gegeben habe. Ihm zufolge habe die Luftabwehr eine Drohne abgeschossen.

Darüber hinaus gibt es in der Ukraine sogar unheimliche Ufo-Beobachtungen. Die Geheimdienste sind beunruhigt. Haben die unbekannten Objekte etwas mit dem Krieg zu tun?

+++ 21.45 Uhr: Die russische Luftabwehr hat Abschüsse nicht genannter Objekte über der Stadt Kertsch auf der Krim gemeldet. Das teilte ein Berater der Führung der 2014 von Russland annektierten Halbinsel nach ersten Einschätzungen mit. „Es besteht keine Gefahr für die Stadt und die Brücke“, schrieb Berater Oleg Krjutschkow auf Telegram. In sozialen Netzwerken berichteten Bewohner von Kertsch, dass sie zwei Explosionen gehört hätten.

In der Hafenstadt beginnt die 18 Kilometer lange Brücke zwischen der Krim und dem russischen Festland. Die Ukraine sieht das 2018 eröffnete Bauwerk als legitimes militärisches Ziel an. Russland hat für den Fall eines Angriffs auf die Eisenbahn- und Straßenbrücke mit massiver Vergeltung gedroht. Der Verkehr auf der Brücke laufe normal, teilte die zuständige Straßenverwaltung der Agentur Tass zufolge mit.

News zum Ukraine-Krieg: Estland sichert weitere militärische Unterstützung zu

+++ 21.15 Uhr: Die Regierung in Estland hat am Donnerstag weitere militärische Unterstützung für die Ukraine beschlossen. Wie der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur gegenüber dem Estnischen Rundfunk erklärte, sei ein weiteres Militärhilfepaket genehmigt worden, in dessen Rahmen Estland weitere Waffen wie Mörser und Panzerabwehrwaffen an die Ukraine liefern wird. „Es ist es unsere moralische Verpflichtung, die Ukraine weiterhin zu unterstützen“, sagte Pevkur. Estland plant außerdem, in Zusammenarbeit mit Deutschland ein Feldlazarett in die Ukraine zu entsenden und die vom Vereinigten Königreich initiierte Ausbildung der ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen.

News im Ukraine-Krieg: Friedensverhandlungen nur nach Abzug der russischen Truppen, sagt Selenskyj

+++ 20.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymir Selenskyj hat am Donnerstag erklärt, dass Friedensverhandlungen mit Russland erst möglich seien, wenn die russischen Truppen die Ukraine verlassen. Nach Selenskyjs Treffen mit UN-Generalsekretär Guterres und dem türkischen Präsidenten Erdogan, sagte er gegenüber Medienvertretern des öffentlich-rechtliche Rundfunks der Ukraine: „Es besteht kein Vertrauen in die Russische Föderation.“ Erst wenn die russischen Truppen das Gebiet der Ukraine verließen, sei ein „diplomatisches Fenster offen“.

Der türkische Präsident Erdogan erklärte dagegen, er glaube an ein Ende des Krieges am Verhandlungstisch. Dass Vereinbarung zwischen den beiden Kriegsparteien möglich seien, zeige die Einigung über die Exporte ukrainischen Getreides.

News über den Ukraine-Krieg: Russischen Kampfflugzeuge dringen in finnischen Luftraum ein

+++ 17.00 Uhr: Zwei Kampfjets des russischen Militärs haben offenbar den finnischen Luftraum verletzt. Sie flogen laut Angaben der Regierung in Helsinki am Donnerstagmorgen über den „finnischen Meerbusen vor Porvoo“, wie es in einer Mitteilung hieß. Dabei handelte es sich wohl um Kampfjets des Typs „MIG-31“, die am Donnerstag nach Kaliningrad verlegt wurden. Laut Angaben des finnischen Verteidigungsministeriums dauerte die mutmaßliche Luftraumverletzung rund zwei Minuten. Die Kampfjets aus Russland flogen demnach circa einen Kilometer in westliche Richtung. Die Luftwaffe habe eine „operative Flugmission“ entsandt, um die Flugzeuge zu identifizieren. Der finnische Grenzschutz habe zudem eine „vorläufige Untersuchung“ eingeleitet, betonte das finnische Verteidigungsministerium in Helsinki. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verlegt Kampfjets nach Kaliningrad

+++ 14.15 Uhr: Russland hat offenbar „MIG 31“-Kampfjets in die Ostsee-Exklave Kaliningrad, welche an Polen und Litauen grenzt, verlegt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit Bezug auf das russische Verteidigungsministerium in Moskau. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax zufolge sollen die Kampfjets mit Überschallraketen des Typs „Kinschal“ ausgestattet worden sein.

+++ 13.15 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres ist am Donnerstagmittag in der Ukraine eingetroffen. Dort will er mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dessen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan sprechen. Vor dem Treffen besuchte Selenskyj ein Militärkrankenhaus in der Stadt Lwiw, wo er „Helden“ des Krieges ehrte. Das verkündete er auf Telegram.

News zum Ukraine-Krieg: Explosionen auf Krim – Russland macht islamistische Terrorzellen verantwortlich

+++ 10.00 Uhr: Die russische Regierung bemüht sich offenbar um die Deutungshoheit bezüglich der Explosionen auf der Halbinsel Krim. Es handle sich dabei um Terrorismus, hieß es aus Moskau. Einem Lagebericht des US-Thinktanks „Institute for the Study of War“ zufolge, sieht der russische Inlandsgeheimdienst FSB islamistische Terrorzellen in der Verantwortung dafür. Auf der Halbinsel habe der FSB Zellen der islamistisch-fundamentalistischen Organisation Hizb ut-Tahrir in Dschankoi und Jalta ausgeschaltet, erklärte Sergej Aksjonow, Verwaltungschef auf der Krim, auf Telegram. Beweise dafür lieferte er jedoch nicht.

Das erwähnte US-Thinktank erwartet derweil, dass die russische Regierung um Präsident Wladimir Putin künftig verstärkt Terroristen für Angriffe verantwortlich machen wird: „Russische Beamte werden wahrscheinlich zunehmend ukrainische Partisanenangriffe gegen besetzte Gebiete mit Operationen von Organisationen in Verbindung bringen, die dem islamistischen Extremismus nahestehen, um die ukrainische Partisanenbewegung von der internationalen Gemeinschaft zu entfremden und die Forderungen der Ukraine zu untergraben, Russland offiziell als staatlichen Förderer des Terrorismus zu bezeichnen“, heißt es im Lagebericht. Die Informationen sind nicht unabhängig verifizierbar.

Update vom Donnerstag, 18. August, 06.30 Uhr: China schickt Truppen für gemeinsame Militärübungen nach Russland. Die Streitkräfte sollen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Peking im Zuge einer bilateralen Kooperationsvereinbarung mit Moskau am Manöver „Wostok“ teilnehmen. Dieses findet nach russischen Angaben zwischen dem 30. August und dem 5. September statt „Das Ziel ist, die praktische und freundschaftliche Kooperation mit den Armeen teilnehmender Staaten zu vertiefen, das Niveau strategischer Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern zu vergrößern und die Fähigkeit zu stärken, auf verschiedene Sicherheitsbedrohungen zu reagieren“, erklärte das chinesische Verteidigungsministerium. Demnach nehmen auch Indien, Belarus, die Mongolei und Tadschikistan an dem Manöver teil.

News zum Ukraine-Krieg: Brücke zur Krim könnte nächstes Angriffsziel sein 

+++ 22.00 Uhr: Die russische Luftwaffe versucht ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge, nach mehreren Explosionen Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Krim in Sicherheit zu bringen. Teils würden die Flugzeuge ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel überführt, teils auf russisches Festland abgezogen. Das teilte der ukrainische Militärgeheimdienst auf Facebook mit. Beobachtet worden sei die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern.

+++ 20.00 Uhr: Die Ukraine scheint nach den Explosionen auf der Krim ein neues Ziel ins Auge gefasst zu haben. Präsidentenberater Mychailo Podoljak drohte jetzt nämlich indirekt mit einem militärischen Angriff auf die für Russland strategisch äußerst wichtige Brücke zur Krim über die Straße von Kertsch. Die Brücke, die der russische Präsident Wladimir Putin 2018 persönlich eingeweiht hatte, sei ein „illegales Objekt“ und müsse abgebaut werden - „egal wie: freiwillig oder nicht“, erklärte Podoljak.

+++ 16.45 Uhr: Russland wechselt nach den Explosionen auf russischen Militärstützpunkten auf der Krim den Chef der Schwarzmeerflotte aus. Zum neuen Kommandeur sei Viktor Sokolow ernannt worden, berichtet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Insider.

+++ 15.00 Uhr: Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim haben auch heute Explosionen ein Munitionslager der russischen Truppen erschüttert. Der von Russland ernannte Verwaltungschef der Krim, Sergej Aksjonow, sagte, ein Hubschrauber unterstütze die Löscharbeiten aus der Luft.

News zum Ukraine-Krieg: Weitere Details zu den Explosionen auf der Krim

+++ 09.15 Uhr: Nach den Explosionen auf der Halbinsel Krim am Dienstag hat das britische Verteidigungsministerium eine Einschätzung zur Verfassung des russischen Militärs abgegeben. Im Lagebericht hieß es, dass „zwei der wichtigsten russischen Militärflugplätze auf der Krim“ getroffen worden seien. Dschankoj sei zudem ein sehr wichtiger Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt, der für den Nachschub in den Süden der Ukraine eine wichtige Rolle spiele. Auch wenn die Ursache der Explosionen und das Ausmaß der Schäden auf der Krim noch unklar seien, seien die russischen Truppen auf der Krim „höchstwahrscheinlich zunehmend besorgt“ über die offensichtliche Verschlechterung der Sicherheit auf der Halbinsel, die als rückwärtiger Stützpunkt für die Besatzung fungiere. Die Informationen aus London, welche auf Geheimdienstangaben basieren, sind nicht unabhängig verifizierbar.

News zum Ukraine-Krieg: Angriffe auf Odessa und Mykolajiw

Update vom Mittwoch, 17. August, 06.45 Uhr: Serhiy Bratchuk, ein Sprecher der Verwaltung der Oblast Odessa, berichtete auf Telegram, dass Russland mehrere Raketen auf die Region abgefeuert hätten. Ob die Hafenstadt selbst betroffen ist, ist bislang unklar. Details zu den Schäden und möglichen Opfern werden derzeit noch überprüft. Darüber hinaus soll es auch in Mykolajiw in der vergangenen Nacht zu mehreren starken Explosionen gekommen sein. Dies erklärte Vitaly Kim, Gouverneur der Oblast Mykolajiw, auf Telegeram. Auch in diesem Fall sei das Ausmaß des russischen Angriffs noch nicht klar.

News zum Ukraine-Krieg: Russland bombardiert Charkiw – Schwerster Angriff seit Wochen

Update vom Dienstag, 16. August, 6.30 Uhr: Wie Ihor Terechow, Bürgermeister von Charkiw, auf Telegram mitteilte, sollen russische Truppen in der vergangenen Nacht fünf Bezirke der Millionenstadt beschossen haben – darunter auch Wohngebiete. Todesopfer wurden bislang allerdings keine gemeldet.

„Ein derartiger Einschlagsradius von Raketen auf die Stadt wurde seit langem nicht mehr beobachtet“, schrieb Terechow. Während „in einigen Fällen“ die Infrastruktur und einige Straßen zerstört worden seien, lägen noch keine Informationen über die Anzahl der Verletzten vor.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj droht russischen Truppen im Kampf um AKW Saporischschja

Erstmeldung vom Montag, 15. August, 06.00 Uhr: Kiew – Wie Iwan Fjodorow, Bürgermeister von Melitopol auf Telegram berichtet, haben ukrainische Partisanen eine Eisenbahnbrücke nahe der besetzten südukrainischen Stadt Melitopol stark beschädigt. „Abzüglich eines Bahnhofs in Ost-West-Richtung“, kämen auf der Krim-Seite nun keine russischen Züge Richtung Melitopol mehr durch, schrieb Fjodorow.

Unterdessen drohte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, russische Truppen ins Visier zu nehmen, die auf das von Russland kontrollierte Kernkraftwerk Saporischschja oder von dort aus auf ukrainische Streitkräfte schießen. Dies berichtet The Moscow Times. Mittleweile haben 42 Länder Russland aufgefordert, seine Truppen aus dem Atomkraftwerk Saporischschja abzuziehen, damit die ukrainischen Behörden ihre Arbeit wieder aufnehmen und die UN-Atomaufsichtsbehörde einen Überprüfungsprozess durchführen kann. Kiew und Moskau haben sich in den letzten Tagen wiederholt einander beschuldigt, die Umgebung des größten europäischen Kernkraftwerks beschossen zu haben. (nak/tu mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Uncredited/dpa

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