News-Ticker

Ukraine-Krieg: Baby getötet – „Schmerz überflutet unsere Herzen“

Alle Autoren
    schließen
  • Nadja Austel
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun

Russland attackiert die Ukraine massiv mit Luftangriffen. Bei den Attacken wird eine Entbindungsstation in Saporischschja getroffen. Der News-Ticker.

  • Attacken aus der Luft: Russische Angriffe verursachen „kolossale“ Schäden an ukrainischen Kraftwerken.
  • Angriffe auf Infrastruktur: Selenskyj fordert die Bevölkerung auf, sparsam mit der Energie umzugehen.
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

Dieser News-Ticker wird hiermit beendet. Alle weiteren Neuigkeiten und militärischen Entwicklungen im Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

+++ 9.36 Uhr: In der Region Saporischschja ist bei Russlands nächtlichen Raketenangriffen nach ukrainischen Angaben die Entbindungsstation eines Krankenhauses getroffen worden. „Schmerz überflutet unsere Herzen – ein Säugling, der gerade erst auf die Welt gekommen ist, wurde getötet“, schrieb der Militärgouverneur von Saporischschja, Olexandr Staruch, auf seinem Telegram-Kanal. Rettungskräfte seien in der Kleinstadt Wilnjansk im Einsatz, dem Ort des Raketeneinschlags.

Raketeneinschläge gab es auch in den benachbarten Regionen Donezk und Dnipropetrowsk. In Donezk, wo die russischen Truppen seit Wochen verstärkt angreifen, sprachen ukrainische Behörden von einem Toten und acht Verletzten. In der Region Dnipropetrowsk habe es keine Opfer gegeben. Es seien aber mehr als 30 Geschosse in Ortschaften eingeschlagen, sagte Militärgouverneur Walentyn Resnitschenko.

Viele Zivilistinnen und Zivilisten sterben bei russischen Luftangriffen im Ukraine-Krieg. (Archivbild)

News zum Ukraine-Krieg: Harter Winter steht bevor

Update vom Mittwoch, 23. November, 6.30 Uhr: Nach den Angriffen auf das ukrainische Energiesystem bereitet sich die Ukraine auf einen schwierigen und kalten Winter vor. Dafür eröffnet das Land öffentliche Wärmestuben, die als „Stabilitätspunkte“ dienen sollen. Davon wird es mehr als 4000 geben. Diese Wärmeräume entstehen in Schulen und Verwaltungsräumen. „Alle grundlegenden Dienstleistungen werden dort bereitgestellt“, sagte Wolodymyr Selenskyj in einer Video-Ansprache am Dienstag (22. November) in Kiew. „Dazu gehören Strom, mobile Kommunikation und Internet, Wärme, Wasser, Erste Hilfe. Völlig kostenlos und rund um die Uhr.“

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko machte auf die schwierige Situation aufmerksam.  „Das ist der schlimmste Winter seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er der Bild. Das EU-Parlament möchte am Mittwoch (23. November) über eine Resolution abstimmen. Danach soll Russland wegen der Angriffe auf soziale Ziele als Sponsor von Terrorismus bezeichnet werden können.

Ukraine-Krieg: Russische Angriffe verursachen „kolossale“ Schäden an ukrainischen Kraftwerken

+++ 22.30 Uhr: Ein Angriff russischer Streitkräfte auf das ukrainische Stromnetz in der vergangenen Woche verursachte „kolossale“ Schäden. Nach Angaben des Leiters des staatlichen Stromnetzbetreibers blieb kein Wärme- oder Wasserkraftwerk in der Ukraine unversehrt. „Dies war der größte Angriff, der größte in der Geschichte. Es wurden über 100 schwere Raketen abgeschossen. Ihre Ziele waren Einrichtungen des ukrainischen Energiesystems, vor allem Umspannwerke von Ukrenergo und ukrainische Wärmekraftwerke, die Energie für ukrainische Verbraucher produzieren“, sagte Volodymyr Kudrytskyi, CEO von Ukrenergo, am Dienstag (22. September 2022).

„Um das Ausmaß dieser Angriffe zu verstehen, mit denen wir es zu tun haben, wurde fast die gesamte Wärme- und Stromerzeugung von Großkraftwerken durch Raketeneinschläge beschädigt. Es gibt so gut wie keine Umspannwerke von Ukrenergo, die intakt sind. Praktisch jedes wichtige Umspannwerk wurde mindestens einmal getroffen, einige sogar drei-, fünf- oder achtmal“, fügte er hinzu.

Das ukrainische Stromnetz ist derzeit „stabilisiert“, wobei es aufgrund der massiven Kriegsschäden an den Kraftwerken zu planmäßigen Stromausfällen kommt, da diese nicht in der Lage sind, ausreichend Strom für das Land zu liefern. Wenn es nicht zu neuen massiven Angriffen kommt, sollte die Situation stabil sein, wobei vierstündige Stromausfälle pro Tag geplant sind, sagte Kudrytskyi.

News zum Ukraine-Krieg: Ukraine hofft auf weitere Drohnen aus den USA

+++ 21.35 Uhr: Das Pentagon (US-Verteidigungsministerium) soll die Lieferung von „Gray-Eagle“-Drohen an die Ukraine überdenken. Dies hatte eine überparteiliche Gruppe von 16 US-Senatoren gefordert. Die Biden-Administration hat Anträge auf die Gray-Eagle-Drohnen, die eine Einsatzhöhe von knapp 9.000 Metern haben und mehr als 24 Stunden fliegen können, bisher abgelehnt. Die Begründung war, die Drohnen könnten abgeschossen werden und den Konflikt eskalieren lassen.

Da Russland zunehmend Kamikaze-Drohnen einsetzt, und zivile Infrastrukturen angreift, hat die Ukraine nachdrücklich an die USA appelliert, ihr leistungsstarke Drohnen zu liefern, mit denen sie sich in dem Konflikt einen Vorteil verschaffen kann. In ihrem Schreiben haben die Senatoren dem Verteidigungsminister Lloyd Austin eine Frist bis zum 30. November gesetzt, um zu erklären, warum das Pentagon die Drohne nicht für den Kampf in der Ukraine für geeignet hält.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verstärkt Patrouillen

+++ 20.30 Uhr: Die russischen Besatzer verstärken laut der Ukrainska Pravda ihre Patrouillen in der besetzten Stadt Mariupol. In der Stadt würden zudem stichprobenartige Kontrollen der Einwohner durchgeführt, teilte Petro Andiushchenko, Berater des Bürgermeisters von Mariupol, auf Telegram mit.

Demnach gebe es plötzliche „Stichprobenkontrollen der Bürger, Besuche bei möglicherweise unzufriedenen Einwohnern“, sowie, eine erneute „Welle von Hausdurchsuchungen“. Er fügte hinzu, dass der neue, von Russland unterstützte Verwaltungschef der Stadt den Bürgern mit strafrechtlicher Verfolgung aufgrund von „Extremismus“ drohe, wenn „jemand mit etwas unzufrieden“ sei.

News zum Ukraine-Krieg: Explosionen auf der Krim nach Drohnenangriffen

+++ 19.30 Uhr: Die Berichte über Drohnenangriffe der Ukraine auf die russisch besetzte Halbinsel Krim scheinen sich zu bestätigen. Weitere Nachrichtenportale, unter anderem die Ukrainska Pravda, berichten von Explosionen, die teilweise von Bewohnern der Krim als Video via Social Media verbreitet würden. Zu sehen seien darauf Raketen der russischen Luftabwehr, die ukrainische Drohnen abschießen.

Zuvor hatte ein mutmaßlicher Angriff der Ukraine auf russische Öldepots nahe dem Hafen Noworossijsk die Verwundbarkeit der russischen Schwarzmeerflotte demonstriert. Das berichtet das britische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Update. Demnach soll es am 18. November zu einem Angriff auf das Ölterminal gekommen sein.

News im Ukraine-Krieg: Auf der Krim soll es zu Explosionen durch Drohnen kommen

+++ 19.20 Uhr: Laut Bericht des Kyiv Independent waren in den beiden Städten Sewastopol und Jewpatoria auf der russisch besetzten Krim Explosionen zu hören. Der von Russland eingesetzte „Gouverneur von Sewastopol“, Michail Raswoshajew, berichtete demnach via Telegramm, dass die Halbinsel angeblich „von Drohnen angegriffen“ worden sei.

„Unsere Luftverteidigungskräfte sind im Moment im Einsatz. Es gibt einen Drohnenangriff“, schrieb er dort. Nach „vorläufigen Informationen“ der russischen Besatzungsbehörden seien zwei Drohnen bereits zerstört worden. Er fügte hinzu, dass „alle Kräfte und Dienste in Alarmbereitschaft sind“. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 16.30 Uhr: Die russische Armee greift weiter die zuletzt von der Ukraine eroberte Stadt Cherson an. Laut Halyna Luhova, Leiterin der regionalen Militärverwaltung, ist am Dienstagnachmittag eine Zivilperson getötet worden, als ein Projektil in eine Hauptgasleitung einschlug. Dies erklärte Luhova im Gespräch mit einem öffentlich-rechtlichen Sender. Die Stadt sei nach wie vor unter Beschuss.

News zum Ukraine-Krieg: Russland plant angeblich weitere Mobilisierungsrunde

+++ 17.15 Uhr: Durch die massiven russischen Raketenangriffe im Oktober und November sind in der Ukraine praktisch alle Wärme- und Wasserkraftwerke beschädigt worden. Dazu seien alle wichtigen Knotenpunkte des Stromnetzes getroffen worden, sagte der Chef des ukrainischen Stromnetzbetreibers Ukrenerho, Wolodymyr Kudryzkyj, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kiew. „Praktisch jedes wichtige Umspannwerk hat einen Treffer abbekommen“, sagte Kudryzkyj. Einige Umspannwerke seien sogar mehrmals getroffen worden.

„Das Ausmaß der Zerstörungen ist kolossal“, unterstrich der 36-Jährige. Dennoch sei es durch Reparaturen gelungen, das System seit Samstag wieder zu stabilisieren. Es gebe jetzt vor allem planmäßige und kaum noch Notabschaltungen des Stroms.

News zum Ukraine-Krieg: Russland attackiert Cherson

News zum Ukraine-Krieg: Russland plant angeblich weitere Mobilisierungsrunde

+++ 15.15 Uhr: Anton Geraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministeriums, behauptet auf Twitter, dass Russland sich auf eine zweite Mobilisierungsrunde im Januar vorbereitet. Moskau plane demnach, bis zu 700.000 Reservisten einzuberufen – im September waren es noch, offiziellen Angaben zufolge, 300.000 Männer. Erst am Montag (21. November) erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hingegen, dass man keine weitere Mobilisierung plane.

Ukraine-Krieg: Nach Angriffen auf Energiezentren – Monatelange Stromausfälle drohen

Update vom Dienstag, 22. November, 7.10 Uhr: Die Infrastruktur der Ukraine ist durch russische Angriffe schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. „Der Systemschaden, der an unserem Energiesektor durch die Anschläge der russischen Terroristen entsteht, ist so groß, dass alle unsere Bürger und Unternehmen sehr sparsam sein und den Verbrauch über die Stunden des Tages verteilen sollten“, sagte Selenskyj laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Bis Ende März 2023 werden die Ukrainerinnen und Ukrainer mit Ausfällen zu kämpfen haben, wie der Chef des Stromversorgers Yasno, Serhij Kowalenko, auf Facebook mitteilte. Am Dienstag wird es dem Netzbetreiber Ukrenergo zufolge, Abschaltungen in der ganzen Ukraine geben.

Macron verurteilt Beschuss von AKW Saporischschja 

+++ 20.40 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach einem Telefonat mit Präsident Wolodymyr Selenskyj den Beschuss des ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja verurteilt. In einer Erklärung nach dem Telefonat erklärte Macron, dass auch andere Kernkraftwerke in Rowno und Chmelnizki sowie der Staudamm von Nowa Kachowka beschossen worden seien. Der ukrainische Staatschef erklärte, er habe „die Notwendigkeit der Entmilitarisierung“ der Anlage in Saporischschja betont, und die beiden hätten „über die Zusammenarbeit bei der Sicherung der Energiestabilität der Ukraine, insbesondere beim Schutz des Systems vor Luftangriffen“ gesprochen.

Update vom Montag, 21. November, 16.50 Uhr: Bei einem russischen Beschuss der kürzlich befreiten Stadt Cherson im Süden der Ukraine ist Berichten zufolge mindestens ein Mensch getötet worden. Drei weitere wurden verletzt, teilte der Vizechef des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, auf Telegram mit. Die Großstadt Cherson ist infolge der russischen Angriffe noch immer ohne Strom. Man arbeite jedoch daran, sagte Tymoschenko. „Das ist mit Sicherheit die wichtigste Aufgabe.“

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj hält Ansprache vor Sitzung in Madrid

Erstmeldung vom Montag, 21. November: Kiew/Moskau – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Einigkeit aller demokratischen Nato-Länder gegen den russischen Überfall auf sein Land beschworen. „Ich rufe sie auf, alles dafür zu tun, dass unsere Gemeinschaft niemals geschwächt wird“, sagte Selenskyj am Montag (21. November) bei einer Videoansprache bei einer Plenarsitzung der Parlamentarischen Versammlung der Nato in Madrid laut Simultanübersetzung.

Es sei für jedermann sichtbar, welchen Beitrag Kiew im Ukraine-Krieg gerade für die Sicherheit aller Demokratien leiste. Selenskyj bekräftigte den Willen seines Landes, Mitglied der EU und der Nato zu werden.

News zum Ukraine-Krieg: Russland soll als „terroristischer Staat“ eingestuft werden

Angesichts der russischen Luftangriffe auf die Ukraine betonte Selenskyj die Notwendigkeit, jedes Land gegen solche Angriffe zu schützen. Das gelte vor allem für die Ukraine, die deshalb dringend weitere Luftverteidigungswaffen benötige. Die Folgen der russischen Angriffe für die ukrainische Zivilbevölkerung seien derart hart, dass Russland von allen Parlamenten als „terroristischer Staat“ gebrandmarkt werden solle, forderte Selenskyj. Auch die Sanktionen gegen Russland müssten weiter verschärft und die Schuldigen für Kriegsverbrechen vor Gericht gebracht werden.

Die 1955 gegründete Parlamentarische Versammlung der Nato ist kein Gremium des Verteidigungsbündnisses, sondern ein rechtlich selbstständiger Zusammenschluss der Parlamente der Mitgliedsstaaten und assoziierten Länder. 269 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus den 30 Nato-Mitgliedsländern beraten in diesem Rahmen über sicherheits- und verteidigungspolitische Themen. Auch Delegierte aus assoziierten Staaten können teilnehmen. (nak/na/lm mit AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © Ukrinform/dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Mehr zum Thema

Kommentare