News-Ticker

Schwere Verluste für Russland: Ukraine zerstört Munitionslager

Alle Autoren
    schließen
  • Nadja Austel
  • Karolin Schäfer
    Karolin Schäfer
  • Christian Stör
    Christian Stör

Russland muss im Ukraine-Krieg herbe Verluste hinnehmen. Die Verluste Russlands im Überblick.

Update vom Dienstag, 23. August, 06.50 Uhr: Das ukrainische Militär hat den russischen Streitkräften nach eigenen Angaben wieder schwere Verluste zugefügt. Das Einsatzkommando „Süd“ berichtete, dass es am 22. August 17 russische Soldaten getötet und ein Buk-Raketensystem, ein 120-mm-Mörsersystem „Sani“, ein Munitionslager und fünf gepanzerte und militärische Fahrzeuge zerstört hätte. Auch der strategisch wichtigen Antoniwsky-Brücke fügte die ukrainische Armee demnach erheblichen Schaden zu.

+++ 16.45 Uhr: Laut dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte sind etwa 9000 „Helden“ im Krieg gegen Russland gestorben. Der General Walerij Saluschnyj nannte diese Zahl in einem Nebensatz am Montag (22. August), wie die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine berichtet. Saluschnyj sprach über die Notwendigkeit, Kinder vor dem Krieg zu beschützen „da ihre Väter an die Front gingen und möglicherweise zu den knapp 9000 Helden gehören, die starben.“ Die Regierung der Ukraine hat bisher keine offiziellen Zahlen über Verluste in den eigenen Reihen bekannt gegeben. Dem ukrainischen Portal Pravda Ukrainska zufolge sind in dem Krieg bislang über 45.000 Soldaten aus Russland gestorben.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

+++ 13.00 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben den Stützpunkt der pro-russischen Militär-Formation „Pjatnaschka“ in der besetzten Stadt Donezk zerstört. Dies gab der Luhansker Regionalgouverneur Serhij Gajdaj in einem Facebook-Post bekannt. „Der Stützpunkt der berüchtigten ‚Pjatnaschka‘, einer internationalen Bande, die im Gebiet Luhansk gekämpft hat, brennt noch immer“, schrieb er. „Viele 200er (getötet) und 300er (verletzt)“, fügte Gajdaj in Form von alten sowjetischen Militärcodes für tote (200) und verwundete (300) Opfer hinzu.

Laut dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee sind im Krieg gegen Russland knapp 9000 „Helden“ aus der Ukraine gestorben. (Archivbild)

Der ukrainische Journalist Denis Kazansky veröffentlichte auf Telegram ein Video des brennenden Stützpunkts und behauptete, sie sei durch den Einsatz von HIMARS-Raketenwerfern zerstört worden. „In der Nacht wurde die Basis der sogenannten ‚Pjatnaschka‘-Brigade von einem hochpräzisen HIMARS-Schlag in Donezk getroffen“, schrieb Kazansky.

News zum Ukraine-Krieg: Verluste von Russland im Überblick

+++ 10.35 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat am Morgen die aktuellen Zahlen zu den russischen Verlusten veröffentlicht. Demnach hat Russland seit dem 24. Februar knapp 45.400 Soldaten im Ukraine-Krieg verloren. Im Vergleich zum Vortag (Sonntag, 21. August) kamen rund 200 Gefallene hinzu. Zudem sollen mehr als 1900 Panzer und fast 200 Helikopter der Streitkräfte zerstört worden sein. Die Daten im kompakten Überblick:

  • Soldaten: 45.400
  • Flugzeuge: 234
  • Hubschrauber: 198
  • Panzer: 1919
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 4230
  • Artilleriesysteme: 1032
  • Luftabwehrsysteme: 145
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 266
  • Autos und andere Fahrzeuge: 3149
  • Schiffe: 15
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 815
  • Stand: Montag, 22. August 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.
Ukraine-Krieg: Der Schreck Russlands im Ukraine-Krieg heißt derzeit HIMARS.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Festung im Gebiet Cherson zerstört

Update vom Montag, 22. August, 06.25 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine russische Festung im Gebiet Cherson zerstört. Das Einsatzkommando „Süd“ berichtete, dass sie 20 russische Soldaten getötet und eine selbstfahrende Msta-S-Haubitze, zwei S-300-Raketensysteme, eine selbstfahrende Giatsint-S-Haubitze, ein Nebo-M-Radarsystem, einen 120-mm-Mörser sowie drei gepanzerte Fahrzeuge zerstört hätten.

+++ 22.00 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge mehrere russische Angriffe im Osten und Süden des Landes abgewehrt. Vorstöße der russischen Aggressoren seien etwa im östlichen Gebiet Donezk in Richtung der Städte Slowjansk, Kramatorsk und Awdijiwka zurückgeschlagen worden, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntagabend mit.

Russisches Munitionslager zerstört – News zum Ukraine Krieg

Zudem sei den Verteidigern am Samstag eine Gegenoffensive in der südlichen Region Cherson gelungen, teilte ein Abgeordneter nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Dabei sei ein russischen Munitionslager zerstört worden. Das widerspricht allerdings den Schilderungen des russischen Militärs, das Teile von Cherson besetzt hat. Demzufolge habe die eigene Luftabwehr am Wochenende mehrere ukrainische Angriffe abgewehrt.

Russland plant ab Montag in Teilen der an die Ukraine grenzenden Gebiete Woronesch und Belgorod sowie in einigen Bereichen des Gebiets Lipezk den Luftraum für einige Tage sperren, hieß es aus Kiew. Dafür gab es von russischer Seite bislang noch keine Bestätigung. Aber ohnehin sind seit Kriegsbeginn im Februar zahlreiche Flughäfen im Süden Russlands gesperrt.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainische Luftwaffe zerstört drei Drohnen

+++ 16.25 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat am Sonntag innerhalb von einer Stunde drei unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen, berichtete das Luftwaffenkommando Pivden auf Facebook. Die russischen Drohnen vom Typ Orlan-10 seien von den feindlichen Streitkräften zur Aufklärung in der Region Cherson eingesetzt worden. „Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr am 21. August entdeckten und brachten Soldaten des Luftwaffenkommandos Pivden (Süd) drei operativ-taktische unbemannte Luftfahrzeuge am Himmel über dem Gebiet Cherson zum Absturz“, hieß es.

Update vom Sonntag, 21. August, 08.15 Uhr: Truppen der ukrainischen Armee haben offenbar einen Kommandoposten des russischen Militärs in der Region Cherson zerstört. Das berichtete das Nachrichtenportal Kyiv Independent am Sonntagmorgen mit Verweis auf Angaben der Kommandogruppe „Süd“.

Zudem seien in den vergangenen 24 Stunden zwei Munitionsdepots der russischen Armee zerstört und 75 Soldaten getötet worden. Die Angaben sind nicht unabhängig verifizierbar.

Update vom Sonntag, 21. August, 05.30 Uhr: Alexei Arestovich, präsidialer Berater von Wolodymyr Selenskyj, hat neue Angriffe auf die illegal annektierte Halbinsel Krim angekündigt. Einem Bericht des Nachrichtenportals Nexta sagte er, dass zwar nichts Wesentliches getroffen worden sei. Das bedeute jedoch keineswegs, „dass es morgen keine Verluste geben wird“, so Arestovich. Am Samstag hatte eine Drohne das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol angegriffen. Bislang gibt es keine Belege, dass die Ukraine dahinter steckt, was Russland behauptet.

News zum Ukraine-Krieg: Russland verliert Soldaten und Panzer

Update vom Samstag, 20. August, 07.00 Uhr: Das Einsatzkommando „Süd“ der ukrainischen Armee hat elf Angriffe auf russische Stellungen vermeldet. Dabei seien 17 russische Soldaten getötet worden. Zudem habe man ein Radarsystem und vier gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent. Weitere Details wurden nicht genannt. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Putin könnte auf „unkonventionelle“ Kriegführung zurückgreifen

Erstmeldung vom Freitag, 19. August: Moskau/Kiew – Für Russland entwickelt sich der Ukraine-Krieg allmählich zu einem Alptraum. Vor allem die Zahl der eigenen Verluste ist immens hoch. Nach ukrainischen Angaben sind bis zum 18. August insgesamt rund 44.700 russische Soldaten im Kampf gefallen.

Noch extremer schätzt Colin Kahl die Lage ein. Der Beamte des US-Verteidigungsministeriums veranschlagte die Zahl der russischen Opfer Anfang August gar auf rund 80.000. Zum Vergleich: Im fast zehnjährigen Afghanistan-Krieg hat die Sowjetunion nach offiziellen Angaben rund 13.300 Soldaten verloren.

Das alles sind aber nur Schätzungen. Von russischer Seite werden schon lange keine Angaben zu eigenen Verlusten mehr herausgegeben. Die letzte Information stammt vom 25. März. „Leider kam es im Laufe der militärischen Spezialoperation zu Verlusten bei unseren Kampfkameraden. Stand heute sind 1351 Soldaten gefallen, 3825 wurden verwundet“, lautete damals die Meldung des russischen Verteidigungsministeriums. Seit diesem Zeitpunkt schweigt der Kreml beharrlich zu diesem Thema.

Schwere Verluste für Russland: Wie reagiert Putin?

Angesichts der russischen Verluste stellt sich auch die Frage, wie Wladimir Putin langfristig reagieren wird. Ein britischer Militärexperte hat nun davon gesprochen, dass der russische Präsident aufgrund der zunehmenden Verluste in der Ukraine zu verzweifelten Maßnahmen greifen könnte.

Der Oberst der britischen Armee, Hamish de Bretton-Gordon, sagte am Donnerstag (18. August) gegenüber dem TV-Sender GB News, dass die russischen Kriegsanstrengungen „sehr schlecht“ liefen und die Ukraine derzeit offenbar Oberwasser gewinne. Putin aber glaube wahrscheinlich, dass er sich ein militärisches Versagen in der Ukraine „nicht leisten könne“. Das wäre das „Aus“ für ihn.

Schwere Verluste für Russland: Was passiert im AKW Saporischschja?

Die konventionelle Kriegführung der Russen habe versagt, so de Bretton-Gordon. „Wir sehen ja, wie viele Panzer und Truppen sie verloren haben. Und sie verlieren jetzt auch an Boden, weshalb es zunehmend besorgniserregend ist, dass die Russen sich einer unkonventionellen – also asymmetrischen – Kriegführung zuwenden könnten.“

Speziell bezog sich de Bretton-Gordon auf das von russischen Truppen besetzte AKW Saporischschja in der Ukraine. Die Drohungen russischer Beamter deuten seiner Meinung nach darauf hin, dass ein nuklearer Zwischenfall in Sicht sein könnte. Zuletzt beschuldigten sich Russland und die Ukraine gegenseitig, einen Anschlag zu planen. (cs/na/kas mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Sadak Souici/dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare