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Russland soll Waffen aus dem Iran gegen die Ukraine einsetzen 

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Ein Raketensystem des Typs Bavar 373 aus dem Iran. Russland soll Lieferungen aus dem Iran für den Krieg in der Ukraine erhalten.
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Moskau greift im stockenden Ukraine-Konflikt offenbar auf Raketen aus dem Iran zurück. 

Moskau/Teheran – Russland* erhält militärische Hilfe: Offenbar gelangen iranische Waffen, die aus dem Irak geschmuggelt werden, in russischen Besitz, um gegen die Ukraine* eingesetzt zu werden, berichtet das britische Nachrichtenportal Guardian.

Demnach sollen Panzerfäuste sowie Panzerabwehrraketen über den Irak nach Russland geschickt worden sein. Ein Raketensystem des Typs Bavar 373 aus iranischer Produktion, das dem russischen S-300-System ähnelt, wurde ebenfalls von den Behörden in Teheran an Moskau geliefert.  

Russland und der Iran: Waffen für den Ukraine-Krieg?

Drei Frachtschiffe sollen das Kaspische Meer vom iranischen Hafen Bandar Anzali überquert haben, um die Raketen aus dem Iran* nach Russland zu bringen. „Was die Russen in der Ukraine jetzt brauchen, sind Raketen. Diese zu transportieren erfordert Geschick, da sie zerbrechlich und explosiv sind, aber wenn man sich dafür einsetzt, ist es möglich“, sagte Yörük Işık, ein in Istanbul ansässiger Experte für maritime Angelegenheiten, gegenüber dem Guardian.

„Es ist auch nicht die Art von Aktivität, die von Satellitenbildern erfasst werden würde, da sie in großen Kisten und normalen Schiffscontainern transportiert werden können. Andere Länder, wie etwa China*, müssten wegen der Sanktionen aus dem Westen* sehr vorsichtig sein, Waffen an Russland zu liefern. Der Iran, „als Teil dieser Achse, will sicherstellen, dass Russland in der Ukraine nicht an Boden verliert.“

Iran: Regime auf Stabilität in Russland angewiesen

Er begründet seine Annahme mit den enormen Auswirkungen auf den Iran, falls das Regime unter Präsident Wladimir Putin* destabilisiert werden würde. „Vor allem in Syrien*, wo Damaskus auf russische Luftunterstützung angewiesen ist, um einen direkten Konflikt zwischen Syrien und Israel* zu vermeiden.“

Berichten zufolge sind die russischen Waffenproduzenten von den neuen Beschränkungen stark betroffen. So heißt es in der Ukraine, dass dem wichtigsten Werk für gepanzerte Fahrzeuge des Landes sowie einer Traktorenfabrik die Teile für die Herstellung und Reparatur von Panzern ausgegangen sind.

Falls Russland Waffen aus dem Iran beziehen sollte, würde das signalisieren, dass Russland eine neue Strategie ergreift, um den ins Stocken geratene Ukraine-Konflikt* zu seinen Gunsten zu wenden. (marv) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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