Ukraine-Krieg

Schwere Verluste für Russland – 35.250 Soldaten gefallen, 1567 Panzer zerstört

Alle Autoren
    schließen
  • Nail Akkoyun
    Nail Akkoyun
  • Vincent Büssow
    Vincent Büssow
  • Daniel Dillmann
    Daniel Dillmann

Die Verluste im Ukraine-Krieg häufen sich auf russischer Seite – ein Überblick im News-Ticker.

  • Kämpfe im Osten: Der Ukraine-Krieg wird im Osten des Landes zu einem erbitterten Stellungskrieg.
  • Kampfs ums Schwarze Meer: Die Ukraine meldet einen erfolgreichen Angriff auf Einheiten Russlands, die auf der Schlangeninsel stationiert sind.
  • Russlands Verluste: Neuigkeiten und einen Überblick über russische Verluste im Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker.

+++ 10.35 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs sind inzwischen mehr als 35.000 russische Soldaten seit Kriegsbeginn gefallen. Die größten Verluste soll Russland demnach am vergangenen Tag bei den Kämpfen in der Gegend rund um die Stadt Bachmut erlitten haben. Genaue Daten lieferte die Ukraine hierzu allerdings nicht.

Die Kämpfe rund um Bachmut scheinen besonders verlustreich für Russland zu verlaufen.

Überprüfen lassen sich die Zahlen nicht. Es gilt aber als weitgehend sicher, dass die russischen Verluste wesentlich höher ausfallen als erwartet. Zum Vergleich: Nach offiziellen sowjetischen Angaben sind während des Afghanistan-Kriegs etwa 13.000 Soldaten bis zum Abzug im Februar 1989 aus Afghanistan ums Leben gekommen. Diese Zahl hatte Russland im Ukraine-Krieg nach Informationen des britischen Verteidigungsministeriums bereits im Mai erreicht. 

Ukraine-News: Russlands Verluste in der Übersicht

  • Soldaten: 35.250
  • Flugzeuge: 217
  • Hubschrauber: 185
  • Panzer: 1567
  • Panzerkampfwagen: 3704
  • Artilleriesysteme: 778
  • Luftabwehrsysteme: 102
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 243
  • Autos und andere Fahrzeuge: 2589
  • Schiffe: 14
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 636
  • Stand: Dienstag, 28. Juni 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Update vom Dienstag, 28. Juni, 07.45 Uhr: Russland setzt aufgrund schwerer Verluste im Ukraine-Krieg offenbar immer stärker auf pensionierte Offiziere und Reservekräfte. Zumindest geht das US-amerikanische Institut für Kriegsforschung (Institute for the Study of War) davon aus, dass die russischen Militärbehörden weiterhin nach Wegen suchen, ihre zunehmend erschöpften Kapazitäten an Streitkräften wieder aufzufüllen, ohne eine Generalmobilmachung anzukündigen. Da die Verluste immer größer würden, müsse Russland wohl bald mit der Mobilisierung von Reservisten beginnen, um seine Ostoffensive aufrechterhalten zu können.

Der Ukraine-Krieg in Bildern - Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp

+++ 18.44 Uhr: Wie Natalia Humeniuk, Leiterin des Koordinationszentrums der Verteidigungskräfte der Südukraine, berichtet, drängen die ukrainischen Streitkräfte die russischen Truppen weiter Richtung Süden zurück. Der Erfolg bringt für die Ukraine aber auch Schwierigkeiten mit sich: „Da es ihnen nicht gelingt, am Boden vorzudringen, versuchen sie, aus der Luft vorzudringen, wo wir verwundbarer sind“ sagte Humeniuk laut der Onlinezeitung Ukrainska Pravda.

Ukraine-News: Ukrainische Streitkräfte vermelden Erfolg bei Bachmut

+++ 12.15 Uhr: Der ukrainische Generalstab spricht davon, dass im Raum Bachmut Angriffe russischer Einheiten auf einen Vorort zurückgeschlagen worden seien: „Ukrainische Soldaten fügten dem Feind in der Nähe des Dorfes Pawliwka erhebliche Verluste zu. Die Besatzer zogen sich nach einem erfolglosen Angriffsversuch zurück“, hieß es auf Facebook.

+++ 10.15 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat am Morgen neue Daten zu den russischen Verlusten veröffentlicht. Demnach hat Russland seit Beginn der Invasion am 24. Februar inzwischen knapp 35.000 gefallene Soldaten zu beklagen. „Die gesamten Kampfverluste des Feindes vom 24. Februar bis 27. Juni betragen etwa 35.000 Mann“, postete der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook. Die Angaben sind nicht überprüfbar. Der Kreml hatte nur im März einmal Zahlen zu russischen Verlusten veröffentlicht.

Update vom Montag, 27. Juni, 08.50 Uhr: Das ukrainische Operationskommando „Süd“ meldete am 26. Juni neue russische Verluste. Demnach wurden in der Südukraine 39 russische Soldaten getötet, ein russischer T-72-Panzer sowie vier gepanzerte Fahrzeuge und drei Militärfahrzeuge zerstört. Zwei russische Munitionsdepots im Oblast Mykolajiw und eines im Oblast Cherson seien ebenfalls zerstört worden.

+++ 22.02 Uhr: Russland vermeldet, dass die Ukraine Bohrgeräte beschlagnahmt habe. Die Informationen sind allerdings noch mit Vorsicht zu genießen.

+++ 16.06 Uhr: Ukrainische Truppen haben russische Kommando-Posten mit US-Raketenwerfern zerstört. Darüber berichtet Kyiv Independent bei Twitter. In den sozialen Medien kursiert ein Video von dem zerstörten Posten.

+++ 10.00 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat die neuesten Zahlen zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg veröffentlicht:

Update vom Sonntag, 26. Juni, 07.30 Uhr: Der ukrainischen Armee ist es offenbar abermals gelungen, dem russischen Militär schwere Verluste zuzufügen. Der Generalstab berichtet laut Kyiv Independent, dass eine Kolonne russischer „MLRS“ – militärische Fahrzeuge mit Mehrfachraketenwerfern – zu zerstören. Zudem sei weitere Ausrüstung zerstört worden. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 13.30 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat sein täglichen Zahlenupdate veröffentlicht. Die Statistik listet unter anderem die Verluste Russlands auf. Demnach sind bereits 34.700 Streitkräfte gefallen. Nicht nur personell, sondern auch materiell gibt es allerdings Verluste auf russischer Seite zu beklagen. Mehr als 1500 Panzer, über 200 und mehr als 180 Helikopter sind laut Statistik zerstört worden. Die Angaben sind einerseits nicht überprüfbar und stammen andererseits von einer Kriegspartei. Die Zahlen der Nato liegen deutlich darunter. Von russischer Seite aus gibt es dazu kein Statement. Der Kreml kommentiert Verlustezahlen seit Wochen nicht mehr.

Update vom Samstag, 25. Juni, 06.30 Uhr: Der ukrainischen Armee ist es offenbar gelungen, dem russischen Militär weitere Verluste im Süden des Landes zuzufügen. Das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet mit Bezug auf das ukrainische Einsatzkommando „Süd“, dass 46 russische Soldaten getötet wurden. Zudem seien zwei Panzer, mehrere gepanzerte Militärfahrzeuge und Haubitzen zerstört worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 18.45 Uhr: Laut CNN versuchen ukrainische Streitkräfte, die sich aus Sjewjerodonezk zurückziehen, sich neu zu orientieren. „Die ukrainischen Streitkräfte führen einen professionellen, taktischen Rückzug durch, um ihre Positionen zu sichern, in denen sie sich besser verteidigen können“, so ein hoher US-Beamter in einem Hintergrundgespräch mit dem US-Sender.

Demnach gewinne die russische Armee im Donbass immer noch „Zentimeter für Zentimeter an Territorium“. Zugleich bezeichnete er den russischen Vorstoß auf Sjewjerodonezk als einen „sehr kleinen, sehr schrittweisen Gewinn“. Er wolle dabei jedoch weder den „bedeutenden“ Prozentsatz des Territoriums, das Russland in der Ukraine kontrolliert, noch den Verlust ukrainischer Leben herunterspielen.

Verluste im „Zermürbungskrieg“: Tote und Verletzte nach Luftangriff in Donezk

+++ 17.20 Uhr: In der Nacht des 24. Juni griff das russische Militär nach ukrainischen Angaben die Stadt Kostjantyniwka in der Region Donezk an. Bei dem Raketenangriff wurde eine Feuerwehrwache getroffen. Vier Rettungskräfte wurden verletzt, eine Person starb. Das bestätigte unter anderem die örtliche Polizei. In Folge des Bombardements wurden zudem 22 Wohnhäuser sowie 14 soziale Einrichtungen zerstört.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste – Zahlreiche Menschen bei russischem Angriff verletzt

+++ 15.50 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Region Mykolajiw wurden ukrainischen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden 17 Menschen verletzt. Gleich mehrere Siedlungen wurden beschossen, berichtete die Vorsitzende des Regionalrats, Hanna Zamazieeva. Bei dem Angriff seien vor allem Wohngebäude und andere Infrastruktur beschädigt worden. Derzeit würden 266 verletzte Zivilistinnen und Zivilisten in Krankenhäusern in der Region behandelt werden, so Zamazieeva weiter.

+++ 13.52 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg weitere Verluste. Einem Bericht des Nachrichtenportals Kiyv Independent zufolge hat das Militär der Ukraine 44 russische Soldaten im Süden der Ukraine getötet. Darüber hinaus soll das Einsatzkommando „Süd“ in den vergangenen 24 Stunden fünf Angriffe auf russische Stellungen durchgeführt haben und dabei militärisches Gerät, wie Haubitzen und gepanzerte Fahrzeuge, zerstört haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Russlands Verluste in der Ukraine: Elf gepanzerte Fahrzeuge zerstört

+++ 09.40 Uhr: Russland erleidet im Ukraine-Krieg offenbar weitere Verluste. Laut Informationen des Nachrichtenportals Newsweek hat eine ukrainische mechanisierte Brigade am Donnerstag in der Ostukraine mehrere russische Militärfahrzeuge zerstört. Die Aufnahmen der 93. mechanisierten Brigade der Ukraine zeigen offenbar mehrere Fahrzeuge, die in der Region Charkiw in der Ostukraine von ukrainischen Geschützen getroffen werden. In einer kurzen Erklärung der Einheit heißt es: „Die 93. Cold Yar Brigade zerstörte elf Einheiten feindlicher Ausrüstung, darunter Panzer, Schützenpanzer und Lynx-Kampffahrzeuge.“

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete, dass Russland zwischen dem 24. Februar und dem 23. Juni rund 34.430 Soldaten, 1.504 Panzer, 3.632 gepanzerte Kampffahrzeuge, 756 Artillerieeinheiten, 240 Mehrfachraketen, 99 Luftabwehrsysteme, 216 Kampfflugzeuge, 183 Hubschrauber, 620 Drohnen, 137 Marschflugkörper, 14 Kriegsschiffe, 2.548 Kraftfahrzeuge und Tankwagen verloren hat.

Russlands Verluste im „blutigen Zermürbungskrieg“: Prorussische Truppen verlieren die Hälfte der Streitkraft

Update vom 24.06.2022, 07.30 Uhr: Russlands Bemühungen um die Eroberung von Sievierodonetsk und Lyssytschansk - den beiden unter ukrainischer Kontrolle verbliebenen Städten in Luhansk – haben sich zu einem blutigen Zermürbungskrieg entwickelt, bei dem beide Seiten schwere Verluste hinnehmen müssen. Moskau ist es in den letzten zwei Wochen gelungen, stetige Gewinne zu erzielen. „Die Kämpfe steuern auf eine Art furchterregenden Höhepunkt zu“, so ein russischer Militärvertreter

Die russischen Streitkräfte versuchen, die ukrainischen Truppen, die Lyssytschansk verteidigen, einzukesseln. Dies sagte der hochrangige ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Gromow am Donnerstag in einem Briefing. Serhij Haidai, der Gouverneur der Region Luhansk, einer der beiden Regionen im östlichen Donbass, fügte hinzu, dass die russischen Streitkräfte bei ihrem Vormarsch erfolgreich gewesen seien. (dil/nak)

Rubriklistenbild: © Francisco Seco/dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Mehr zum Thema

Kommentare