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Ukraine beobachtet: Russland reagiert auf Krim-Explosionen - wohl Teil-Rückzug von wertvollem Gerät

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  • Andreas Schmid
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    Felix Durach

Auf der von Russland besetzten Krim gab es mehrere Explosionen. Putins Armee reagiert nun wohl mit einem Teilrückzug. Der News-Ticker zur militärischen Lage im Ukraine-Krieg.

Update vom 18. August, 9.55 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat die Stationierung schwerer Waffen nahe dem ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja bestritten. „Russische Truppen haben weder auf dem Gebiet des Kraftwerks noch in umliegenden Gebieten schwere Waffen. Dort sind nur Wachmannschaften“, erklärte das Ministerium.

Russland wirft Kiew dagegen vor, eine „Provokation“ an dem AKW während des Ukraine-Besuchs von UN-Generalsekretär António Guterres vorzubereiten - um Moskau anschließend die „Schaffung einer menschengemachten Katastrophe“ vorwerfen zu können. Die Ukraine habe Truppen in das Gebiet entsandt und plane, am Freitag von der Stadt Nikopol aus einen Artillerieangriff auf das Atomkraftwerk zu starten, während Guterres die Stadt Odessa besucht. „Die Verantwortung für die Konsequenzen“ solle dann „den russischen Streitkräften“ zugeschoben werden.

Ein russischer Soldat bewacht einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja im Südosten der Ukraine.

Die russische Armee hält das Atomkraftwerk seit März besetzt, seit Ende Juli wurde es wiederholt beschossen. Kiew und Moskau machen sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich. Befürchtet wird eine atomaren Katastrophe am größten Atomkraftwerk Europas.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte am Mittwoch dringend eine Inspektion der Anlage durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) gefordert. Die Tatsache, dass russische Truppen die Anlage kontrollieren, schaffe „das Risiko eines Atomunglücks oder Zwischenfalls“. Stoltenberg warf Russland zudem vor, von dem Gebiet rund um das AKW Angriffe auf ukrainische Stellungen auszuführen.

Ukraine beobachtet: Russland reagiert auf Krim-Explosionen - wohl Teil-Rückzug von wertvollem Gerät

Update vom 18. August, 7.20 Uhr: Mehrere Explosionen gab es in den vergangenen Tagen auf der von Russland besetzten Krim. Nun versucht die russische Luftwaffe offenbar, Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Halbinsel in Sicherheit zu bringen. Teils würden die Flugzeuge ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel überführt, teils auf das russische Festland abgezogen, teilt der ukrainische Geheimdienst mit. Beobachtet worden sei die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern. Überprüft werden konnten diese Angaben aus Kiew nicht.

Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild zeigt beschädigte russische Flugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Saki nach einer Explosion am 10. August 2022.

Tote und Verletzte durch Raketen auf Charkiw - Selenskyj: „Zynischer Anschlag auf Zivilisten“

Update vom 18. August, 6.30 Uhr: Die russische Armee hat am Mittwochabend (17. August) die ostukrainische Großstadt Charkiw mit Raketen beschossen, dabei wurden mindestens sieben Menschen getötet und weitere 16 verletzt. Ein Hochhaus sei getroffen worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow mit. Medien berichteten, dass ein Marschflugkörper eingeschlagen sei und das Haus in Brand gesetzt habe. Charkiw war schon in den Nächten zuvor heftig von russischer Artillerie beschossen worden.

Russische Raketen, die von der russischen Region Belgorod aus auf die Ukraine abgefeuert werden, sind in der Morgendämmerung zu sehen.

Selenskyj sprach auf Telegram von einem „gemeinen und zynischen Anschlag auf Zivilisten, für den es keine Rechtfertigung gibt und der nur die Hilflosigkeit des Aggressors zeigt“. Der ukrainische Außenminister Dmitro Kuleba berichtete über den Beschuss von Charkiw auf Twitter mit dem Kommentar: „Russland fährt fort, in der Mitte Europas Menschen abzuschlachten.“

Update vom 17. August, 22 Uhr: Die Ukraine stellt sich auf russische Raketenangriffe auf die Hauptstadt Kiew zu ihrem Tag der Unabhängigkeit am 24. August ein. Das sagte der Präsidentenberater Olexij Arestowytsch, der sich oft zu militärischen Fragen äußert. An der militärischen Lage werde sich dadurch aber nichts ändern, sagte er nach Berichten in Kiew.

Eher wäre es „eine rein emotionale Geste, um mehr Zivilisten zu töten und uns den Feiertag zu verderben“. Aber auch die Ukraine habe Mittel, den Russen den Tag zu verderben, sagte Arestowytsch und erinnerte an die Serie von Explosionen auf russischen Militäranlagen auf der Halbinsel Krim. „Für sie wird es dort im Falle eines Angriffs viel schlimmer sein als für uns hier“, drohte er.

Indes teilte der ukrainische Geheimdienst mit, die russische Luftwaffe würde versuchen, nach mehreren Explosionen Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Krim in Sicherheit zu bringen. Teils würden die Flugzeuge ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel überführt, teils auf russisches Festland abgezogen. Beobachtet worden sei die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern. Überprüft werden konnten die Angaben aus Kiew nicht.

Ukraine-Krieg: Russische Erfolge im Donbass

Update vom 17. August, 19.05 Uhr: Im Ukraine-Krieg haben die russischen Truppen im ostukrainischen Gebiet Donezk kleinere Geländegewinne gemacht. Dem Bericht des ukrainischen Generalstabs zufolge verzeichneten die Russen Erfolge bei Opytne im Norden von Donezk und bei Nowomychajliwka im Südwesten.

An anderen Abschnitten wiederum seien russische Angriffe abgewehrt worden. Genannt wurden Ortschaften nördlich von Slowjansk und im Osten und Süden der Städte Soledar und Bachmut. Auch südwestlich von Wuhledar seien russische Attacken zurückgeschlagen worden. In den Gebieten Charkiw und Cherson seien Vorstöße der Russen ebenfalls gescheitert. Entlang der gesamten Frontlinie wurden demnach bei mehreren Dutzend Ortschaften ukrainische Positionen mit Artillerie beschossen. Knapp ein Dutzend russische Luftangriffe habe es gegeben.

Ukraine warnt vor russischer Provokation - „werden niemals auf Bevölkerung schießen“

Update vom 17. August, 19 Uhr: Die Ukraine hat vor russischen Provokationen in der von Russlands Truppen besetzten Stadt Melitopol im Süden des Landes gewarnt. Dies berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Unian unter Berufung auf die Abteilung für „Strategische Kommunikation“ der ukrainischen Streitkräfte.

„Höchstwahrscheinlich bereitet Russland eine große Provokation in Melitopol vor“, hieß es demnach in einer Mitteilung im Messengerdienst Telegram. So würden russische Truppen Flugblätter an die Bevölkerung verteilen, die ihnen zeigen sollen, sich gegen den Beschuss von „Himars“-Raketen zu schützen. Dabei handelt es sich um Mehrfachraketenwerfer aus US-Herstellung, die an die Ukraine geliefert wurden. Damit will Russland laut der Abteilung für „Strategische Kommunikation“ die Ukraine für zukünftigen Beschuss von Zivilisten verantwortlich machen und sagen: „Wir hatten euch gewarnt.“ In der Mitteilung auf Telegram wurde unterstrichen: „Glaubt nicht der russischen Propaganda. Die ukrainische Armee hat und wird niemals auf die Bevölkerung schießen!“

Ukraine-News: Erneute russische Angriffe auf Mykolajiw - 30 Gebaäude beschädigt

Update vom 17. August, 17 Uhr: Russische Truppen setzten Angriffe auf die Stadt Mykolajiw im Süden der Ukraine fort. Beim nächtlichen Beschuss der Stadt seien rund 30 Gebäude beschädigt worden, berichtete die ukrainische Staatsagentur Ukrinform unter Berufung auf den Bürgermeister Oleksandr Sienkowich. Auch die Universität in der Stadt sei ins Visier russischer Angriffe mit zwei S-300 Raketen geraten, so der Bürgermeister. Mykolajiw zählt inzwischen zu den Hauptzielen des russischen Militärs im Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Ukraine-News: Russland hält Krim-Explosionen für Sabotage und meldet Festnahmen

Update vom 17. August, 14.11 Uhr: Russland spricht im Zuge der Explosionen auf der Krim von einem „Sabotageakt“. Die Angriffe auf die von Russland annektierte Schwarzmeerinsel könnten Teil der ukrainischen Gegenoffensive sein (siehe vorheriges Update). Laut dem Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, hat Russland nun die mutmaßlichen Verantwortlichen verhaftet. Aksjonow sprach von Mitgliedern einer sechsköpfigen „Terrorzelle“.

„Sie wurden alle inhaftiert“, schrieb Aksjonow auf Telegram. „Die Aktivitäten der Terroristen wurden, wie nicht anders zu erwarten, vom Territorium des terroristischen Staates Ukraine aus koordiniert“. Es soll sich um Mitglieder einer in Russland verbotenen Gruppe handeln. Ihr Name: Hizb ut-Tahrir – eine islamistische Gruppierung. Der russische Geheimdienst FSB bestätigte die Festnahme am Mittwochnachmittag. Es soll sich um sechs Männer handeln. Wer genau die nun festgenommenen Personen sind, gab der FSB nicht bekannt. 

Es ist nicht bekannt, ob die mutmaßlich festgenommenen Personen mit den Detonierungen am Dienstag (16. August) im Norden der Halbinsel, oder aber mit den Explosionen der vergangenen Woche im Westen der Krim in Verbindung stehen sollen.

Krim-Angriffe als Teil breiter Gegenoffensive - Ziel vermehrt Russlands Logistik

Update vom 17. August, 10.50 Uhr: Die Explosionen in einem Munitionslager auf der Krim könnten Russland verunsichern; argumentiert das britische Verteidigungsministerium. „Die Ursache und das Ausmaß der Schäden sind noch unklar“, heißt es im aktuellen Lagebericht. „Aber die russischen Befehlshaber werden höchstwahrscheinlich zunehmend besorgt sein über die offensichtliche Verschlechterung der Sicherheit auf der Krim, die als rückwärtiger Stützpunkt für die Besatzung dient.“

Eine Woche nach den Explosionen auf einem russischen Luftwaffenstützpunkt auf der Krim ist erneut ein Munitionsdepot auf der von Russland annektierten Halbinsel in Flammen aufgegangen. Moskau sprach von einer „Sabotage“.

Nach einer Einschätzung des Think-Tanks „Institute for the Study of War“ könnten die Angriffe darauf abzielen Russlands Versorgung für die Ukraine-Front zu unterbrechen. Demnach nehmen ukrainische Angriffe aktuell auch Brücken im Dnipro und russische Logistik-Elemente in der Region Cherson ins Visier. Die Angriffe auf der Krim würden hierzu passen, so die US-Experten - auch wenn eine Beteiligung nicht bestätigt ist. Ziel der Ukraine könnte es demnach sein am Ende die Kontrolle über das Westufer des Flusses Dnipro zurückzuerlangen, da die russischen Einheiten nicht mehr ausreichend versorgt werden können.

Dieses Videostandbbild des russischen Fernsehens RU-RTR zeigt einen Polizisten, der den Weg zum Ort einer Explosion (hinten,l) in einem Munitionslager der russischen Armee in der Nähe des Dorfes Mayskoje auf der Krim sperrt.

Russische Erfolge im Donbass: Truppen können im Grenzgebiet „weiter vorrücken“

Update vom 17. August, 9.45 Uhr: Russland konzentriert sich im Ukraine-Krieg unter anderem auf die Grenzregion Donbass. Nun räumte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte ein, dass Putins Truppen im Grenzgebiet „weiter vorrücken“. General Walerij Saluschnyj sprach laut dem US-Sender CNN von einer „intensiven“ Situation, die aber „vollständig unter Kontrolle“ sei.

Am Rande eines Treffens mit dem Chef des kanadischen Verteidigungsstabs sagte Saluschnyj, dass „der Feind (Russland, d. Red.) weiterhin entlang der gesamten Frontlinie vorrückt. Gleichzeitig beschießt der Feind unsere Stellungen täglich mit etwa 700 bis 800 Granaten und verwendet dabei 40 bis 60.000 Stück Munition“. Russland beschieße vor allem ein Gebiet 25 Kilometer westlich von Donezk: die Achse Avdiivka-Pisky-Mariinka. „Hier ist die Lage derzeit am intensivsten.“

Update vom 17. August, 6.18 Uhr: Am Dienstagabend ist die ostukrainische Großstadt Charkiw erneut von zahlreichen russischen Geschossen getroffen worden. Dabei habe die russische Armee Mehrfachraketenwerfer eingesetzt, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Durch Einschläge neben einem Wohnhaus seien Wände durchschlagen und Fenster zerstört worden. Nach vorläufigen Angaben gebe es keine Opfer. „Vor uns liegt die Nacht, die schon gewohnte Zeit der Angriffe auf Charkiw. Seid vorsichtig!“, mahnte Terechow die Einwohner der Stadt.

Kurz nach Kriegsbeginn Ende Februar waren russische Truppen in die zweitgrößte Stadt der Ukraine eingedrungen, wurden aber zurückgeschlagen. Danach drängte die ukrainische Armee die Russen weiter ab. Jedoch liegt die Stadt immer noch in Reichweite russischer Artillerie.

Ukraine-Krieg: Explosionen auf der Krim wohl ukrainische Operation „hinter feindlichen Linien“

Update vom 16. August, 16.11 Uhr: Die Explosion, die sich am Dienstag auf der Halbinsel Krim ereignet haben, sollen das Ergebnis einer militärischen Operation hinter den feindlichen Linien gewesen sein. Das berichtet die US-Zeitung New York Times mit Verweis auf einen anonymen ukrainischen Beamten. Spezialeinheiten der ukrainischen Armee sollen demnach für die Vorfälle verantwortlich sein. Diese Angaben lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen.

Der Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Andrij Jermak, bezeichnete die Explosionen bereits am Vormittag im Online-Dienst Telegram als eine „Operation ‚Entmilitarisierung‘“ und lobte sie als „Meisterleistung der ukrainischen Streitkräfte“. Diese würden ihre Arbeit fortsetzen, bis alle ukrainischen Gebiete „vollständig befreit“ seien.

Rauch steigt nach einer Explosion am Dienstag über einem Munitionslager auf der Halbinsel Krim auf.

Berichte über weitere Explosion auf der Krim – Moskau spricht von „Sabotageakt“

Update vom 16. August, 13.45 Uhr: Nach der Explosion auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim spricht das russische Verteidigungsministerium nun von einem „Sabotageakt“. Es sei eine Reihe von zivilen Objekten beschädigt worden, darunter Stromleitungen, ein Kraftwerk und Bahngleise sowie einige Wohngebäude, hieß es. Es gebe keine Schwerverletzten. Es werde alles unternommen, um die Folgen zu beseitigen. Zunächst war unklar, wer für die Explosion verantwortlich war.

Währenddessen berichtet das ukrainische Portal The Kyiv Independent mit Verweis auf russische Medienberichte von weiteren Explosionen auf der Krim. Die Explosionen sollen sich auf einer Militärbasis in der Ortschaft Hvardiiske nahe der Regionalhauptstadt Simferopol ereignet haben. Die Basis befindet sich demnach knapp 93 Kilometer entfernt von dem Munitionslager, auf dem es am Dienstagmorgen zu Explosionen gekommen war. Die Informationen lassen sich aktuell jedoch nicht unabhängig überprüfen.

Explosion auf russischem Krim-Stützpunkt: Ukraine mit vielsagender Andeutung

Update vom 16. August, 12.41 Uhr: Der Leiter des Präsidialamts in der Ukraine, Adrij Jermak, hat angedeutet, dass das ukrainische Militär für die Explosion auf der Krim am Dienstagmorgen verantwortlich sei. „Die ukrainischen Streitkräfte setzten die filigrane ‚Entmilitarisierungs‘-Operation fort, um unser Land vollständig von russischen Invasoren zu befreien“, erklärte der Selenskyj-Vertraute am Dienstag über Twitter. „Die Krim ist Teil der Ukraine“, schrieb Jermak weiter.

Das russische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass die Explosion von einem Feuer in einem Munitionsdepot ausgelöst worden war. Bei dem Vorfall wurden nach aktuellen Erkenntnissen zwei Menschen verletzt. Die Explosion soll auch Auswirkungen auf den Zugverkehr auf der Krim haben. Die Züge von Moskau sollten nur noch bis Wladislawowka fahren. Von dort ging es weiter per Bus in die Krim-Hauptstadt Simferopol. 2000 Menschen sollen aus dem umliegenden Gebiet evakuiert worden sein.

Schoigu dementiert Wirkung von „Super-Waffe“ des Westens

Update vom 16. August, 11.50 Uhr: Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu hat gegenüber den Teilnehmern einer Sicherheitskonferenz in Moskau die Auswirkungen von US-amerikanischen Waffenlieferungen an die Ukraine herabgestuft. Die gelieferten Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars hätten keine „signifikante Auswirkung“ auf den Krieg in der Ukraine. Diese Waffensysteme seien vom Westen als „Super-Waffen“ für den Kampf gegen Russland inszeniert worden, erklärt Schoigu weiter. Dies sei jedoch nicht der Fall.

Diverse Experten hatten in den vergangenen Wochen davon berichtet, dass Waffensysteme wie Himars den Verlauf des Kriegs ändern könnten. Gerade wegen ihrer hohen Reichweite erlauben die Raketenwerfer es den ukrainischen Streitkräften, strategische Ziele Russlands aus sicherer Entfernung ins Visier zu nehmen. Der Wahrheitsgehalt von Schoigus Aussagen lässt sich auch mit diesem Hintergrund aktuell nicht überprüfen.

Russische Schwarzmeerflotte nimmt nach Verlusten wohl „defensive Haltung“ ein

Update vom 16. August, 11.05 Uhr: Das britische Verteidigungsministerium sieht die russische Schwarzmeerflotte im andauernden Ukraine-Krieg als stark geschwächt an. Zwar würden russische Schiffe weiterhin Langstrecken-Raketen abfeuern, doch die Flotte habe Schwierigkeiten, die Seeherrschaft auszuüben. Geschwächt worden sei sie vor allem durch den Verlust ihres Flaggschiffs „Moskwa“, einer erheblichen Zahl ihrer Flugzeuge sowie der Kontrolle über die Schlangeninsel. Das teilte das Verteidigungsministerium in ihrem täglichen Bericht mit.

Als Konsequenz ist nach Ansicht der britischen Militärexperten die Gefahr einer Landung russischer Truppen in der strategisch wichtigen Hafenstadt Odessa weitestgehend gebannt. „Das bedeutet, die Ukraine kann Ressourcen verlegen, um die russischen Bodentruppen an anderen Orten unter Druck zu setzen“, so das Fazit der Briten. Generell würde die Flotte in der aktuellen Phase eine „defensive Haltung“ einnehmen. Die russischen Schiffe sind London zufolge nur noch eingeschränkt in der Lage, die Invasionsbemühungen Moskaus in der Ukraine effektiv zu unterstützen.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago

Erneute Explosion auf Halbinsel Krim: Ursachen aktuell unklar

Erstmeldung vom 16. August: Moskau - Nach Angaben der russischen Armee ist es am Dienstagmorgen erneut zu einer Explosion auf der annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim gekommen. Das Feuer soll in einem provisorischen Munitionslager auf einem Stützpunkt im Bezirk Dschankoj im Norden der Halbinsel gegen 5.15 Uhr ausgebrochen sein. Auch ein nahe gelegenes Umspannwerk soll betroffen sein. Der Krim-Verwaltungschef Sergej Aksjonow sagte vor Ort, es gebe zwei Verletzte. Zu den Gründen der Detonation müsse sich das russische Verteidigungsministerium äußern, sagte er.

„Es läuft eine Evakuierung, für die Sicherheit der Bewohner wird eine fünf Kilometer große Sicherheitszone gebildet“, sagte der Gouverneur weiter. Kräfte des Verteidigungsministeriums, der Nationalgarde und des Zivilschutzes seien im Einsatz. Bereits in der vergangenen Woche kam es auf der Krim zu einer schweren Explosion auf einer Militärbasis. Bei dem Vorfall wurden offiziellen Angaben zu Folge 14 Personen verletzt. Eine weitere Person starb. Experten gehen davon aus, dass die Ukraine der Basis einen Schlag versetzte und dabei mehrere Kampfjets zerstörte. Offiziell bestätigt hat Kiew den Angriff nicht. Russland hingegen behauptet, es sei wegen Verstoßes gegen den Brandschutz zu der Explosion gekommen.

Präsidentenberater Podolyak: „erhöhtes Todesrisiko für Invasoren“ auf der Krim

Auch zu der Explosion am Dienstag äußerte sich die Regierung in Kiew nicht offiziell. Der ukrainische Präsidentenberater Mykhailo Podolyak schrieb jedoch am Dienstagvormittag auf Twitter, auf der von Russland besetzten Krim gäbe es ein „erhöhtes Todesrisiko für Invasoren und Diebe“.

In der vergangene Woche bestätigte die US-Regierung auch die Lieferung von Anti-Radar-Raketen an die Ukraine. Diese Flugkörper vom Typ AGM-88 HARM haben je nach Typ eine Reichweite von 150 Kilometern.

Selenskyj fordert Moskau erneut zum Rückzug aus Saporischschja auf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zu dem Vorfall bislang nicht geäußert. Der 44-Jährige zeigte sich am Montagabend jedoch erneut besorgt mit Blick auf die Lage um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja. Das größte AKW Europas wird weiterhin von russischen Truppen besetzt. Selenskyj forderte Moskau in seiner täglichen Videoansprache erneut dazu auf, sich von dem Gelände der Reaktoren zurückzuziehen. „Jeder radioaktive Zwischenfall im Atomkraftwerk Saporischschja könnte auch zu einem Schlag gegen die Staaten der Europäischen Union und gegen die Türkei und gegen Georgien und gegen die Staaten weiter entfernter Regionen werden“, so der Staatschef. (fd mit dpa)

Rubriklistenbild: © Uncredited/Maxar Technologies/AP/dpa

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